Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 28 (9.7.1847)
- Date
- 1847-07-09
- Page
- Spalte 441-442 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4:41 Studien. Literatur-Historische Miscelley von K. DuW. 442 < VI. / Josef Sarka (Npnr jjdp 'i). Wir haben über diesen Schriftsteller bereits eine kleine Notiz gegeben (vergl. unsere Einleitung zu dem miopn D")üJ)p S. 23- Nr. 14)^ Unsere Bemerkung über ein Epigraph in der De No ssi'schon Handschrift des 2", (Nr. 511), welche sich schon, was früher von uns übersehen wurde, bei De Rosst selbst findet, ist dahin zu berichtigen, daß cs wirklich zwei Gelehrte dieses Namens gegeben hat, die ein Jahrhundert von einander entfernt waren. Der Grammatiker , der Verfasser des nbyn in, war ein Zeitgenosse des Jehuda Messer Le on, des Verfassers von M2^ und O'212 5O0 2'Ov.2, welches letztere nie gedruckt war, und das sich bei De Rossi Nr. 114 findet, und wir auf der Pariser Bibliothek (Nr. 189 amen Fond, Papier, 173 Blätter stark) gesehen haben *. Der Verfasser beendigte — wie das Epigraph daselbst besagt —sein Werk 1454 (in), Nach dem Inhaltsverzeichnisse zu Ende des Vorworts lesen wir folgendes: nr ü^)üw rpno dn2 tod Npn fjoiv wi 20N'i hwn not N22 *»d n? n’Dd njpb ♦ ^62 '2? feo nh ''omw nn.s * 22m b)p 12 yoiwi ]Vn : L7>N bo by ' pfru P mNsn-Di^^; iNi? p by v rrriN pap nn*o /o - min^ nnn 2000 biN na)N niNiV * *tiwnv pipv ny 2'2ttfon nin p|Dn 20Nv;.Dyo nox rjia.Dy |ni3 ■*)bin po2y rips? m bx 2DtsP yy bi dn : r\0)' *yi2.by- '2 - ms nsp -ywn yoo Diese Verse haben nur einen literaturhistorischen Werth, weshalb wir sie hier folgen ließen; sie beweisen, daß das stylistische Talent in I L a l i e n unter den Juden bereits abgenommen hatte, wie dies schon aus. dem D^IN des Moses Rieti ersichtlich ist, und daß die Bibelstelleu, die sie noch immer.eingeflochten haben in ibren Versen/ die innere Armuth und den Mangel an Phantasie nicht decken konnten. VonJoses Sarka befinden sich Gedichte bei D e R ossi Nr. 939 und von Messer Leon lesen wir einige Gedichte in seinem eben D Dieses Werk, welches von Abraham Balmesi im O.222N.2^p0 angeführt wird, ist schätzbar, enthält aber nicht viel Eigenthümliches. Wir werden bei einer andern Gelegenheit näher darauf eingehev. 2) Dieses Tedschni 6 (d^Jd) mit einem fremdsprachlichen Worte verräth einen wenig gebildeten Geschmack. Wir haben von Jehuda Arje de Modena ein ganzes Gedicht g-sehen, welches ganz aus italienischen und hebräischen gleichlautenden Wörtern besteht. Auch Wolf führt irgendwo in seiner Bibliutheca hebraea ein ähnliches Gedicht an. 3) Es verdient überhaupt eine tiefere Untersuchung, wesgenannten tu dem p'li2N2 IM. .Erster^ haben wir nicht gesehen, letztest, die wn aus eigener Anschauung kennen, haben keinen Werth. VII. Das 1D)D 13]; des David Kimchi.^ Dieses Werk von Kimchü ist wenig bekannt, er selbst citirt es auch nicht in seinen Werken; denn , wie es scheint, verfaßte er dasselbe, nachdem er das Michlut und Lexikon verfertigt. Erstcres erwähnt er in diesem Werke. Außer diesem wird kein anderes Buch oder Schriftsteller darin erwähnt. In dem kurzen Vorwort macht uns der Verfasser mit dem Plan dieses Buches bekannt, welches wir hier folgen lassen. , 2222 2in .cnp nDD bx , -pht no^n pap nh - n'ibnb wyn •on 2oin owb) 212 222 ^b wm □\32ioti onoiyn virüi oobo runraq oony CPDyOn 0222 /D’DJÜD- D'mOTni 2222 21N tnni Moino dpodh nom cronpn 0222 t2W2ipi oopui godid mdA DbmmiNi, ,)b'DW ■Qi mDN' 0,lb'0LS” tob) 1^2' N1 2 3 *? 2'221, GÖOI^I oyoo unb mp' nri, o^nrp .22OT2 , 1222 xb 22^ -j22i 2ot fa by no2n 2m^>i mub ümbay 21201 oniHnt^n H22J pb ntapnr 22100.2 noionpn ODG2 nwy* halb die Juden in den christlichen Ländern, wo klassische Bildung herrschte, welche sich die gelehrten Juden in Italien aneigneten, z. B. Jehuda Messer Leon selbst, welcher in seinem D^ia HD1H große Belesenheit in den rhetorischen Schriften von Ci cero und Quintilian zeigtu. a. m., weniger stylistische, beinahe gar keine poetischen Talente zeigten. Imanuel aus Fermo ist der einzige Italiener, der es in der jüdischenStylistik den spanisch-maurischen Stylisten gleich thun konnte. Die lyrische Beweglichkeit der arabischen Poeten, die elegischen Anklänge über verschwundene' Jugend, über verschwundene Liebe, Lurz über das Verschwinden idealer Zustände, vermißt man. gänzlich hei den spärern Juden. Es ist hier nicht der Ort, diese Frage zu beantworten, denn es könnte dies auch nicht ohne vorhergehende tiefere Untersuchungen über den innersten Kulturzuftand, welcher die Gemütszustände bedingt, auseinaudergesetzc werden; aber aufmerksam darauf zu machen, konnten wir uns deshalb schou nicht versagen, weil das vorige Jahrhundert in Deutschland selbst in der christlichen Welt ähnliche Erscheinungen darbietet, worauf tiefer einzugehm unseres Wissens noch kitin Literaturhistoriker unternommen hat. ' *) Bergt, darüber unsere Einleitung zu t1^O0,2 O20^1p des Ben Ascher S. 18. Nr. 7. Das Exemplar, welches wir vor uns hatten, befindet sich auf der Pariser Bibliothek Nr. 5, a:»m-H Fotul. Folio. Perg. schön geschrieben. Es ist dies eine Bibel, worin am Rande oben und unten das D’OT^ des K i m ch i und dann das 2OD üy sich befindet. Munk machte uns darauf aufmerksam, da es in den Katalogen, wie so viel Anderes, nicht angeführt ist. Das Werk ist zu Ende defekt, wir können nicht angeben, , wieviel davon fehlt.