Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 28 (9.7.1847)
- Date
- 1847-07-09
- Page
- Spalte 439-440 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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439 440 Studien. Literaturhistorische MisceTen von L. Dukes. .' -So- -gründet sich vielleicht der Satz, Apok. 21, 2, Laß das neue Jerusalem herabsteigt vom Himmel, auf derselben „Gematria". Es heißt nämlich Lei den Siegern, daß in Jerusalem kein Frrede sei; aber im Hiob 25, 2 heißt es r W, Jerusalem ist also nichts weniger als das, waS es nach dem Namen sein s o l l: Jeru—schalem, W ohnung des Friedens. Es ist also kein Friede in dessen ZahlenwerLh ist: 596. Wo ist aber Friede? im Himmel: —392. Gott sagte zu Mose 2 M. 327 7: nn^ *3 TV also 1^—204. : " ' 596. Endlich heißt cs Apok. 21, 7:.,,der Sieger wird Alles erben d. h. in Hinsicht des Todes des Sohnes rviJO *?}) “ „und ich werde ihm ein G ott sein und er mir ein Sohn", natürlicherweise ohne zweiten Tod, wie am Schlüsse dieses Satzes V. 8, also zugleich : er wLrd ewig mein Sohn sein; ^,'die Furä)tbaren, die Abtrünnigen rc. aber, ihr Theil ist in einem Sumpfe, der da brennt von Feuer und — Schwefel, nnd dieses ist der Zweite Tod". So an mehreren Stellen z. B. 1 Joh. 5, 4—5 : „der Sieger muß den Sohn glauben" also Daselbst V. 11. „der den Sohn glaubt, Hai ewiges Leben" ’nn rroViy ff’ Mit dem Worte hat Joh. immer f=cincTc|Cit?altraincn tocrrafC;cai. — So führt auch Raschi zu Ps. 9, i sechs verschiedene Meinungen an über das Wort _ Merkwürdig ist e$, daß das Wort TOJ, oder im Pl. glänzen, hervorragen, verstehen, also von einem Vorsteheramt, auch als siegen, von mehreren altern und neuern Interpreten gedeutet wurdet Es kommt im Hebräischen nie als siegen vor; blos im Daniel im El) a l d ä i sch e n, und selbst da ist es sogar eigentlich nicht siegen; nicht das, was wir unter siegen verstehen; sondern Daniel „überragte, glanzte" b. h. „übcrtraf" die Fürsten re. an LVeisheit; wie es mr selben Vers, Dan. 6, 4 heißt: ,,weil cm vorzüglicher Geist in ihm war". Davon entstand im Nabbinischcn siegen Gescnins folgt dem Strom — vielt, nach Kimchi im Thes. —- ein Misgriff der aus der Sprache der Rabbinen: entstanden ist; in seinem Kvm. zu den Psalmen hat'er ,,Menazeach""als Vorsteher und hat sich sogar dazu gezwungen: „Vorsteher über die musikalischen Instrumente."—Unter fjjO hat Gescnius nämlich: „sowie im Syrischen glänzen, mttaph. hervorragen, siegen". Aber in keinem der angeführten Beispiele bedeutet das Wort siegen, denn die Beispiele sind hebräische Stellen aus dem alten Testament. Den folgenden Artikel hat er soweit richtig „n^ ch a l. Jthp. siegen mit — über — ,,Daniel 6, 4 (im Syr. dass.)"^ M. s. übrigens die natürliche , einfache Bedeutung des Verses Ps. 9, 1 im oberwähnten unsere „Forschungen über die Ueberschristen der Psalmen re. mit einem Vorworte von Dr. I. Fürst. Leipzig, bei C. L. Fritzsche". Im Hebräischen istMmazeach nichts als Vorsteher. Ay . schon -Raschi;1 Chr, .15, 21 tmb Kimchi zu den Pst!- men vorgesetzt, dirigere,.in Ps. 9, 1 ist &r wie wir entwickelt haben: dem Musikdirektor über Mut la-Ben; dieses war, wie die übrigen Wörter nach und in den Uebcrschr. 'der Psalmen, der Name einer der 24 Davidischen Muflkabtheilungen 1 Ehr. 25. So ist Ps. 12, 1: dem Musikdirektor über die achte —• Abtheilung. — M. s. Gesenius unter und so sind alle die übrigen Wörter Namen derAbtheilnngen. Es giebt keine chaldäischen Wörter in den Ueberschristen der Psalmen. — (Fortsetzung folgt.) Literaturhistorifche Mistelle«. > Mitgcthcilt von Leopold T>«kes. V. Ueber ein Buch genannt: jysjn nn.a ppn. SBir hätten üb« dieses Werkchcn eines ungenannten Verfassers, welches an Umfang und Inhalt gleich unbedeutend ist, kein Wort verloren, wenn eS nicht den Titel eines bekannten Buches von Salomo bei, Gebirol* trüge. Es befindet sich auf der Pariser Bibliothek Rr. 318. Folio. Pcrg. 6 Blatter 'stark, nebst andern kabbalistischen Piecen. Es enthält eine Art philosophische Abhandlung über die Schöpfung nndParallclen der großen Welt (Makrokosmos) mit der kleinen (Mikrokosmos). Zu Anfang deS Werkes stehen dieWorte v/B.in nno ppn isd N-p> »i6. Der Anfang des Werkes selbst ist: nssc t, dbo ’ab , n ^3 1p nraiio : rrorcn., iiv bn 'dd .di!?^ lrnn’JIP ''DtR3 13513' DN dIP'M' ’1)D^ HT ISO 3)513'^ ,'TT]3 W 3013^ pi , '11D 333 M mrpb 'h>3 3IN3 ’fUfW f'3' P2 '»«1,0 1N3«0 k3l'!313 )b »M — .'«! ’IKB i?33 *) 2iergl. über dasselbe unsere rabbinische Blumenlese S. 60. Wir werden bei einer andern Gelegenheit abermals davon sprechen. Beiläufig mag hier-bemerkt sein > daß das Gedicht (S. 6 b) anfaitgenb./)p31 1'N D’D) E'N im a rab ischen Original in Oxford fehlt. lMitthcilung von Cureton in London an Munk.)