Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 28 (9.7.1847)
- Date
- 1847-07-09
- Page
- Spalte 437-438 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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437 Studien. Versuch zur Enteä'thselung einiger Stellen in der Lffenbarung Johannis. 438 Ibid. V7 12. ,-Die Sonne aber wurde .schwarz"^ Bergt. Am»Z-5, 20: „Ist nicht finster der Tag Gottes und nicht licht? dunkel ohne Helle?" — „imd der helle Mond ward rot h wie Blut". Anspielung auf Jes. 63, 23: „Warum ist roth an deinen Kleidern" u. s. w. Bergl. auch Zachar. 1, 8 und 6, 2. Nun heißt es hier: „schwarz wie' e in häre n e r S a ck" ptp" als Gcgmtheil des härenen Mantels So Zäch. 13, 4: „Am selbigen Tage ^schämen 'sich die Propheten — hier die Pharisäer — und sie ziehen nicht einen-härenen Mantel an, um zu lugen. Siehe auch ilml. 8, 16—18. — Ibid. J8. 13. „Die Sterne fielen zur Erde", vgl. Jes. 14, 12: „wie bist du vom Himmel gefallen, Gtanzstern :e." d. h. die Pharisäer sind nun besiegt und von ihrer Hohe herab gefallen. Und so schließt dies sechste Kapitel, daß alle Menschen sich- „verstecken werden vor der Zorngluth des Lammes" bis am Schluß des siebenten Kapitels, „daß das Lamm die Gläubigen führen wird zu -- Quellen lebendigen Wassers", wahrscheinlich statt des lebendigen Wassers des Zach. 14, 8. — Ungleich mehr als die andern Apostel spricht Joh. — der, wie erwähnt, Umgang hatte mit den Pharisäern — von dem „lebendigen Wässer". Ibid. Kap. 8, 1—7. Da das letzte Petschaft oder das letzte der sieben Siegel von dein „versiegelten Buche" abgenommcn war — vergl. Jes. 29, 10 und 11 bis zu Ende des Kapitels — und die Sieger Psalmen gesungen — s. Apok. Kap. 5, 5—10 — und die Gebete der Heiligen verrichtet hatten, kommen egyptische Plagen als Strafe, denn das Schreien um Rache wurde erhört. Es kommen Heuschrecken, Hagel, Finsterniß und Blut rc. bis am Schluffe des zehnten Kapitels, wo es heißt, daß Joh. aus der Hand des Engels das nunmehr entsiegelte-Buch nahm, und aß es und es war süß in seinem Munde aber bitter in seinem Innern. Nunmehr ist es leicht zu errathen, was das für ein Buch ist. Das Buch ist kein anderes als die Psalmen Davids, in welchem alle die Geheimnisse, die FfniD, tief verborgen liegen, bildlich versiegelt, denn die Worte, welche David — wie es bekanntlich bei den Rabbinen heißt— mit Hilfe des heiligen Geistes Lp'pn geschrieben hat, liegen nicht für jeden Menschen offen'. So 2 Petrins 1, 20. 21. „Dieses muffet ihr erstlich wissen, daß jede Prophezeiung, die geschrieben ist, d. h. im A. T., nicht von jedem Menschen gedeutet werden kann; denn nicht mit menschlichem Willen ist vordem die Prophezeiung hergebracht worden; sondern die göttlichen heiligen Männer haben gesprochen mit dem be-- glückenden heiligen Geiste". — Nur dem Lamme ist cs gegeben, die Siegel abzunehmen d. h. den Sinn in dem Reiche zu enthüllen und die vielen Geheiuurisse in Ps 9, 1, so treffend und wahr' auszulegcn d. h.,>wie eS David gemeint hat. — „Da ich nun das Buch aß — Ausdruck des Propheten Ezechiel 3, 1 bis 9 —.. d. h. verstand (wir haben bereits nachgewiesen, daß 'Joh. und Petrus ihre Lehren , von, Christus hatten) war es süß in meinem Munde — Ez. 3, 3 -- d. h. die geistreichen Deutungen waren mir so angenehm „waren so süß wie Honig"; als ich cs aber verzehrt hatte, d. h. recht nachgedacht, war es bitter in meinem Innern, d. h. ich ward betrübt über den Tod des Sohnes— Gottes, — p7 WO bv= |?n: WO t>s;.—- Und so heißt es auch am Schluffe der Apok., daß dieses Buch — der „Offenbarung" — „Prophezeihungen" enthalte, d. h. die Prophezeihungen Davids in dem Verse Ps. 9, 1, wo den Siegern, als Lohn, so Manches zu Theil werden wird .in der zukünftigen Wett: 0welches Alles in dem Worte Labben liegt; daß hingegen die gänzliche Zernichtung der Pharisäer kommen wird, und daß der vierte Theil der Einwohner Jerusalems sterben wird: rVtD,lU1^ kein Wort aus der Apok. weggenommcn werden darf noch hinzugefugt — denn sonst kommen ja auch die jyniD und nicht heraus aus den. Wörtern und Buchstaben. — Es heißt daselbst: „die Prophezeihungen dieses Buchs", denn die Apok. enthüllt ja die Prophezeihungen Davids in Ps. 9, 1; aber auch Johannes ist Prophet, denn er ist ja dem Propheten Elias verglichen, der dem Messias vorangeht, wie eS heißt Maleach. 3, 24: Siehe, ich sende euch den Propheten Elias vor dem großen und fruchtbaren Tag rc„ und so wird auch Joh. in bem Titel zu der Apök. in der hebräischen Uebersetzung genannt: der GotteSmann : |jn? n^J). Indessen heißt es Joh. 11, 51, dass auch der Hohepriester, iu seinem AmtSjahr, prophezeihen kann. — Joh. spielt aber nicht blos auf die Bedeutung der Name n an, wie z. B. — da er eii^ Frerurd der Ausdrucke Ezechiels war, so'kann er auch nicht fein' sein — sondern auch auf deren Z a h J e n \v c r t h. Z. B. er vergleicht Jerusalem mit Babel „der großen Stadt" — Apok. 17, 18 — der Mutter der Unzucht, das. 17, 5: Qi^T CN, nach 2 Kon. Kap. 9 von Jsebel. Also der Zahlenwcrth von lst 596, sagt man nun GN nirfiri Tjjp ^>222 so zählt dies auch ' ' * 596. Ferner Apok. 11, 8 heißt cs ebenso „die große Stadt". — also wiederum ' 596. Ferner: welche „geistreich" heißt Sodom und Egypten. Nun ist Mizrajim von unedler Abstammung, denn Genesis 10, 4 heißt es, daß Mizrajim der Sehn des vom Vater Noah gefluchten Cham war. So Ps. 106, 21—22: „Mizrajim—Cham. S. Gesenius unter. LN. Sagt man nun: CV1D CH p D^ö5}/ auch 596. 28 *