Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 28 (9.7.1847)
- Date
- 1847-07-09
- Page
- Spalte 435-436 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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435 Studien. Versuch zur EnträthselunZ einiger Stellen m der Offenbarung Johannis.. 436 hier irr Anwendung gebracht ist, jo der Name eines Flusses: Apok. 15, 1—3 heißt es nämlich: „Ich sah ein großes Zeichen Lm Himmel rc. V.2. ...DieSLegerstauden bei einem Meer von Glas und haben — Davidische — Harfen — nipi2 re." Das „Glasmeer" ist pip^'- 2 — wo es hei Jochanan heißt der Siegerp^^p, da wird auf Ps. 9, 1 augespielt. Bi.' s. weiter unten. Also: dem Sieger über den Tod: pjjE p^E^» wird, gegeben:, daß er bei dem weißen Glasmeer zu stehen kommt: p1? =pS* Das Wort „Labben^ zielt also, als „Nebenbedeutung", eigentlich aber als Wortspiel, auch Hill auf p^, und so wie das Wort pp^> auf^pp, weiß angewendet wird, so weiter unten pipi&f auf pp^ schwarz; also auch die Farben werden benutzt. Dic'AiV fpielttng auf „Glasmeeres " ist zugleich, daßPs.9, lauch die Nebenbedeutung hat, daß dem Gläubigem ein h i m mlisches Wasser von klarem Glas zu Theil wird, statt des irdischen des Zachar. 14, 8. Ibid.6y 2: „Ich sah ein weißes Pferd— Aehnlichkeit mit Zach. Kap. 6.— Der Reiter hat einen Bogen in der Hand. Ferner: „es wird ihm eine — Königs-Krone gegeben und er geht ans als Sieger „m zu ficken: nsJ^V TOJO NS’]. Also ein Segen und eine Kr one: man denke an die Aehnlich keil der Wörter, oder an eine 'Ableitung des Worts von cby, Knabe, aber auch an die bekannte Stelle ün A. T. wo uby bei dem Leben Davids vorkoinmt. Es ist im ersten Buche Samuel 20, 22: p£x p2 CNP G^$?b „wenn ich aber also spreche zu dem Kn ab eil: „Siehe die Pfeile sind'vor dir hinwärts, so gehe, denn Gott heißt dir gehen." Die Folge dieser Worte Jonatans zll dem Knaben war, daß David am Ende die Königskrone erhalten hat. Deutung des Verses Pf. 9,-1: Dem Sieger als Folge der Geschichte desKnabens V\\üby iTOD1?—auch wird Daaid selbst G^, Knabe, genannt: 1 Sam. 11; 56: somit vielleicht auch: dem Sieger für den Sohn Davids — wird ein weißes Pferd pp — die Farbe der heiligen Gewänder — gegeben und er wird eine Königskrone — wie David — erhalten. „Bogen" ist Anspielung auf die Pfeile des Knabens und „Pferd" auf „Kriegsroß" vergl. Math. 10, 34 „Ich komme nicht zunl Frieden re. — Ibid. V. 4. „Das Pferd wird aber ein feuerigeö Kriegspferd, es nimmt'den Frieden der Wett, daß einer dem Nächsten erwürgt; daher wird dem Reiter ein 2) Gesenius HW. ed; 1834: „ppp T)np>, Fluß an der Grenze des Stammes Aschur —^'Iosua 19, 26 ... der Glasfluß, d. i. der Pelus, aus besten Sande zuerst Glas verfertigt wurdet. Unter Nr. 1':-„Weiße" 2M. 24, 10: TDDH —hierfür Klarheit, Durchsichtigkeit". — ‘ großes Schwert gegeben." Wahrscheinlich ist an die „Verhetrung Jerusalems" zu denken — Apokal. 17, 16—18; und etwa an p'^sp Zeph. 3, 1; dazu paßt p^pp Jer. 46/16. — Ibid. V. 5. Und das weiße Pferd wurde zu einem schwarzenaus.p^^ wurde p-p>^. —» Auspieluug auf Klagel. 4, 6—8 wo es heißt: „weiß waren die Fürsten Jerusalems; dunkler als schwarz ist jetzt ihr Ansehen". — „Der Reiter hat eine Waage in. der Hand , d. h. er wiegt und befindet Jerusalem zu leicht und die Pharisäer werden zcrtheilt unb zerspalten. Vergl. „mene, teket u-sarsin" bei Nebukadnezar in „Babel" Daniel 5, 25^ Der Sinn des Folgenden ist wahrscheinlich: Die Obermacht, d. h. die große Anzahl der Pharisäer gegen die der Apostel thut— obgleich gewogen wird — nichts zur Sache, denn es geht nach Güte. So kann man drei Maas Gerste für dasselbe Geld kaufen, das ein Maas Weizen, kostet; daher „verdirb den Wem und das Del nicht", d.-h. wovon man nur wenig hat, durch Mischung mit oder Vergleichung gegen schlechtere Waare, wovon' es eine Menge giebt. „Gleichnißrede". — Ibid. V. 6—8. Der Reiter ans dem hier erscheinenden g x ünen Pferd war der Todesengel. Das dreißigste Kapitel im Jer. spricht von einem Messias. Da heißt es V. 6: o\)d bl mpj). Das. Wort j'’lppvmmmt Joh. buchstäblich für gr ün, wie pp) bioß fuhr mit dem Reiter in das Reich der Todten und beide bekamen die Macht, den vierten Theil aller Geschöpfe in der Welt zu erschlagen — wahrscheinlich den vierten Theil der Einwohner Jerusalems, „^pxr/V deS Landes, weil sie sich vondenPharisäern verführen lassen, an den Messias nicht zu glauben. „Der vierte Theil" ist wohl nach Bileam 4M. 23, 10 ^pfcfi yGp, welches von mehreren Interpreten als „der vierte'Theil" übersetzt wird; oder als Straft für die in Jerusalem ermordeten Propheten: Math. 23, 34.bis zu Ende b. ■ Ibid. V. 9. Aber die Seelen der Märtyrer werden geborgen unter „dem Altar". — Zweifelsohne ein minder gelehrter Ausdruck; denn es heißt bekanntlich bei den Rabbineu, paß die Seelen der Heiligen '— ein Märtyrer heißt gewöhnlich ein Heiliger, ein und der Frommen unter dem Throne Gottes rufen: ,/fo2n KD? nnn"* — ibib. V. 10—11. „Sie sch r i en um Rache. Ferner: „jeder: biefee Seelen wurde ein weißes Gewand gegeben", wahrscheinlich als Erstattung, für den Märtyrer! od: — 3) So heißt es in Targnm Jon. und Ierus. zu 4 M. 23, lv, daß die Mörder Israels keinen AlUheil haben werden an der zukünftigen Wett.