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Der Orient · 1847-07-02 · 27 (2.7.1847) · p. Spalte 421-422

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
27 (2.7.1847)
Date
1847-07-02
Page
Spalte 421-422 (sequence 3)
Language
German
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422 Studien. Literaturhistorische Mkscellen von L. Dukes. 424 I ose f S t e i n h a r d, Vers, des INI»!, tmb mit Josef Den Ensli Et ting er, Rabbiner in Wassertrüdingen, gelehrte Briefe, die großen Theils in seinem Werke ryyi nro abgedrückt sind. In demselben erwähnt er noch-einige andere Gefährten, die sicherlich zur selben Zeit mit ihm die Vorlesungen des Jakob Kohen angehört, nämlich (41 a) den ^öw Pfer schau, (53 b) den Wolf Aub und den Sender Memez. Dies Werk begann er schon 1734 abzufassen, ohne den Wunsch der Herausgabe zu hegen, und so wurde es nebst seinen andern Schriften 18 Jahre lang nach seinem Tode hin und hergeworsen und den Würmern preisgegeben, bis endlich sein reicher Bruder I i z ch a k und sein vermögender Sohn Abrah am eine gewisse Summe zusammenlegten und den Jizchak den Meir aus Pfalzburg, den Schwiegersohn des nunmehr in Fürth zum Rabbiner gewählten Josef Steinhard zur Durchsicht und Anordnung der Handschriften, wie zurHerausgabe auf ihre Kosten veranlaßten , welche sodann im Jahre 1767 in Fürth allerdings unter großen Schwierigkeiten erfolgte. Denn,die Manuskripte waren theils durcheinander geworfen, zerrissen und zerfressen, theils zu umfangreich und bedurften drei Jahre der Läuterung, um nur das Edelste zu Tageslicht zu fördern, und um besonders die Gutachten an eine zum Inhalte passende Stelle des ' anzubringen. Dieser Jizchak ben Meir schrieb zugleich ein kleines Vorwort, in welchem er von sieben Werken erzählt, die Jakob Berlin abgefaßt habe, die jedoch, so weit wir wissen, außer dem genannten 2p"iKn und einem Kommentar zum Pentateuch 2p))'> nie der Oeffentlichkeit übergehen worden sind. Es breitet sich das Werk 2py> über alle vier Theile des -py jniw aus, führt viele Gutachten zu den einzelnen Kapiteln und Paragraphen an und enthält am Schlüsse Abhandlungen über die hermeneutischen Regeln im Talmud. — Im 2py' INH ■(831. 1.) schreibt er: und 'daselbst 33 a schließt er eine Erörterung mit den Worten ^HHN.1 iBTprni doch selbst diese Novitäten sind nie herausgekommen. Daselbst 11 t> beschuldigt er Mose Jsserles, nicht auf ein Gutachten des Mose Minz Rücksicht genommen zu haben, welche Beschuldigung Asulai (p. 1H* 1* s, 14) ganz einfach und richtig dadurch zurückweist, daß die Gutachten des Mose Minz bei Lebzeiten des Mose Jsserles noch gar nicht gedruckt waren. — Daselbst' 115 b und 116 b findet sich zweimal für lpn fälschlich npn gedruckt. Jakob Berlin war ein sehr fleißiger Gelehrter, der selbst die. halachischen Werke seiner Zeitgenossen las und anführte, wie: ntcnn'nbDP , apjn nntP ^rra und der bei allen seinen körperlichen Leiden und Krankheiten während seines ganzen Lebens bis zu seinem Tode mit talmudischem Wissen sich befaßte, wio denn auch zwei in seinem Todesjahre geschriebene Gutachten im apjp nNH 54 und 82 Vorkommen. Als neugedruckte Werke bezeichnet er: 05 a) N^D; (19 b) 'JD-Dwrprr, (36 b) bnpn ntö pN>; (39 a) i)8 p gedruckt zu Konstantinopel; (41 b) yn!>DO 'Wtt} (42 b) -1N!H np zusammengedruckt mit dem zweiten Theile des rmN nö; (52 b) HDi'T. — Uebrigenö gehört er nicht zu den Allzustrengen, obschon er auch vermöge seines körperlichen Zustandes ängstlicher Natur gewesen. M.-Friedland. Dr. Frankel. Literatmch istorifche Miscelle«. Metgetheilt > von Leopold Dukes. -IV. Das Bltch ri) i) p n i1 d, angeblich d on . Aristoteles.1 Die Arab er, welche bei ihren Ue'bersetzungen aus dem G ri e ch i s ch eri eS mit den Namen der ^Cittetcti nicht so genau genommen haben, hatten oft den Werken selbst ebenfalls nicht immer die kritische Aufmerksamkeit zngewandt ,. die wir heute zur Ermittelung der wahren Verfasser gewohnt sind zu gebrauchen, itnb so kam cs, daß sich viele Werke in den arabischen Uebersetzungen sinden, die angeblich von g r i e ch isch e n Philosophen sein sollen, die es aber nicht sind. Zu diesen Werken gehört auch das Buch nniDn 1!D. Vor dem An sauge des Werkes finden sich folgende Zeilen des Uebcrseizers : N*in "nyim an Doi’o.iy, idd nt ’D pi mroij wn n1? iniN zpdü 'm nmon tid -isDN-ip.1 irmro in« pjyn jo iprnni nsDn'n^.tw nnnpri *-."hd by isdh na norrii Hierauf felgt bnS Werk selbst, woraus wir einige Stcllcu als Proben hersetzcn wollen. 1) Vergl. Wolf Mbliotbeea bedeuica I. S.222, Nr. 22. III. S. 137. Handschriftlich bei D e No s fi Nr. 773. Die Handschrift, welche wir vor uns hatten, befindet sich auf der Pariser Bibliothek Nr. 24, Supplement. Papier, 4. ziemlich gut geschrieben. Auch das arabische Original befindet sich nach einer Mittheilung Munks ebenfalls daselbst. Das Werk ist nur einige Blätter stark und die Hälfte desselben ist ganz verwischt und unleserlich. Es befindet sich auch ein anderes Exemplar dieses Werkes auf der hiesigen Bibliothek, wo aber die Blätter versetzt sind und das Lesen desselben erschwert. In dem von uns gebrauchten Exemplar befindet sich auch das D^D^DH nDlD, worüber nichts zu bemerken ist, als daß der Satz n.Nfin H^p b'D (s. unser Moses ben Esra -S. 4, Note 4) hier richtig lautet -^p rfttD ppn mpnn« 2) Da jedoch ein großer Theil des Werkes unleserlich ist, so wissen wir nicht, ob sich das Vorwort wirklich daselbst findet. Wer dieser Kopist David ist, wissen wir nicht anzugeben. 27*

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