Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 26 (25.6.1847)
- Date
- 1847-06-25
- Page
- Spalte 411-412 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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411 Studien. Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien. 412 um diestMonatc näher zu bezeichnen/ nannte man sie Kalla- Monate 457 , oder die Kalla des Elul- und die des Adarrnonals^. Die nächsten Monate nach diesen K a lla 's, nämlich Nisan und Tischri, in welchen, sonst die Studien von Neuem wieder.begannen,/ wurden zwar seit Raba als Ferienmonate eingerichtet, und zwar Nisan der Erndre und Tischri der Weinlese wegen , jedoch finden wir durch die ganze ralmudische Periode keine Andeutung, daß in Bezug auf die Kalla-Monate eine Aendernng getroffen worden wäre. — Auch die Vorträge in solchen Monaten hießen schlechthin Kal la und das Gedränge bei denselben durch zahlreiche Besuche war das Verdienstliche"». — Und Rabba b. N a ch ma n i erlangte in den Kalla-Vorträgen eine solche Berühmtheit, daß zu. denselben in den Schlußmonaten sich gegen 12,000, der Sage nrch, gesammelt haben sollen, welcher Umstand, durch einen Ausfall des zu bezahlenden Charag, da 12 Tausend Steuerpflichtige durch ihre Entfernung nicht gut zu exekutiven waren, ihm eine Anklage bei Schübur 11. (regierte von 309 —380 n/Chr.) zugezogen Auf die Anzeige, daß Rabba zwei Monate alljährlich 12,000 Israeliten dem von dem Könige auferlegten Charagst entzieht, indem in jenen Monaten die Charag".-Einnehmer sie nicht zu Hause finden , schickte Schüb/ür einen königlichen Firisteki (Boten) nach ihm, um ihn einzufangen. Aber hiervon früher benachrichtigt, fand man ihn nicht mehr vor; er wurde nun von Ort zu Ort verfolgt, unb endlich in einer Sumpfgegend am Nehar- Papa, nicht sehr weit von Pum-Badita der Verfolgung entgangen,'starb er 319, der Sage nach, auf einem Palmenstamm ruhend, die Traktate Nega im und Oholot lernend, aus erwähnt sind; Sch erira 1. e., wo der Ausdruck Nirv NinbüNn-pi in Baba Mezia 86 a durch rfcn m 'in jUNI “HN erläutert wird; Haja und Chananel und nach ihnen 'Aruch und Raschbam (BB. 1. c.); S cha are Zedek (Salonik, 1752, f.) oderGA.-Sammlung der Geonim Kap. 4, Z. 12; Jehuda b. Barsillai in seinem Sefer ha-'Jttrm (s. Tos. zu Berachor 17 b); Raschi zu Berachor 1. e. (an einigen andern Stellen steht fehlerhaft dafür ’nitfm und noch mehrere Andere. — . 7 457) r^DH ’ßnn '^,_aram. bei Scherira '»nn*» nn rfol, vgl. die in voriger Anm. citirten Stellen. — 458) Jehuda b. Barsillai 1. c. — 459) Berachot 35 b. — 460) Berachot 6 b. Indem aber allenthalben nur von zwei Kalla's, nämlich jedesmal eine am Schluffe des ^Semesters, die Rede ist, so kann von den Vorträgen für die Festtage kaum die Rede fein, und hierin sind die nachtalmudischen .Angaben oft zu berichtigen. In-' Bezug auf die Vorträge der Fesihalacha's wird nur gestritten, ob 4 oder 2 Sabbate vordem Feste dieselben Vorgetragen werden sollen, bei der Kalla des Adar wären es aber 6 Sabbate vor dem Feste. Dazu kommt noch, daß nur von 2 Kalla's die Rede, so daß Schebu^öt unberücksichtigt ist, während an jenen Stellen über die Vorträge der Festhcrlcrcha's (Pesachim 6 a; Megilla 4 a; ib. 29 b $ ib. 32a rc.) daffelbe durchaus mit aufgezählt ist. — 461) Baba Mezffa 86 a. — .462) Vgst Jellinek, Sefat Chachamim 8. v. — Schrecken vor einem Geräusch. Zwei seiner Schüler, Abbaji und Raba, erhielten Kundewon seinem einsamen Hintritt, suchten seinen Leichnam auf und veranstalteten eine Trauer von sieben Tagen um it)n"3. Zwei gelehrte Söhnc"^, sieben Studiengenoffen^^ und 22 durch ihn gebildete Schüler"^ förderten das von ihm redlich geübte Werk weiter/ (Fortsetzung folgt.) Cin Wort über JuDerrthum oder die Vergangenheit und Gegenwart, eine Parallele von Fab ins Mieses. (Fortsetzung.) Der größte Theil der alten Ueberlkeferungen, welche aus dem Bedürfnis; verschiedener Zeitumstände und Verhältnisse hervorgegangen waren und überhaupt in angeerbten Sitten und Gebräuchen bestanden, existirte zwar seit alten Zeiten her neben dem geschriebenen Gesetze, sie wurden durch ihre allgemeine Ausbreitung im Volke und ihren alter thümlichm Charakter dem mosaischen Gesetze an Bedeutung und Werth gleichgestellt und durch das Herkommen im praktischen Leben hinlänglich geheiligt; allein eben dadurch, daß diese Sitten und, Gebräuche aus äußeren Einflüssen entsprungen waren, durften sie nie schriftlich ausgezeichnet werden, weil sie dem zufälligen Wechsel der Verhältnisse unterworfen waren und die Möglichkeit vorlag, daß sie von anderen verdrängt werden könnten. Auch erachtete man das Niederschreiben derselben deshalb für nicht rathsam, weil man wollte, daß sie ihre veränderliche nach Ort- und Zeitverhältnissen wandelbare Eigenschaft stets bewahren und nicht durch das geschriebene Work und den dürren Buchstaben stabil,gemacht würden (vergleiche Temura f. 14 b). — Als aber zu Rabbi Jehuda Hcr-Nasi's Zeit innerer und 463) Baba Mezssa J. c. , wo die Geschichte seiner.Verfolgung und seines Todes im Gewände phantastischer Sage von Charta erzählt wird. —- 464) Chijja und Raba b. Rabb.a. 465) Chama b,< Chcma; Chijja, Vater des Joses; Nachman b. Isaak; Josef b° Chijja; Sasra; Sera und "Ukban b. Nachm am. -r- 466) Diese sind: 1) Abbaji, sein Neffe; 2) Abbaji b. Min; .3) Acha b. Huna 5 4) Acha b. Tachlifa; 5) Chabiba b. Josef; 6) Chanma b. Abin; 7) Chama b. Bati; 8) Chijja b. Huna; 9) Chijja b. Asche; 10) Hilna b. Sechora-; 1i> Isaak b. Jehuda; 12) Isaak b. Samuel b. Marta; 13) Kahana; 14) Mattana,; 15)Nachman b. Chasda; 16)Nechemja; 17) Raba; 18) .Raba b. Jtai; 19) Rabba b. Chama; 20) Rabba b. Mattana; 21) Rama b. Samuel; 22) Schasbi. —