Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 24 (11.6.1847)
- Date
- 1847-06-11
- Page
- Spalte 381-382 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'381 ’ Studien. Skizzen über die LebensveHältnrfse des R. Ekfenstadt v. R. Zipsee. 382 -i"n p\lE>, zu Theil geworden, noch folgende Notizen hmzufügen. . Uebcr seine eigentliche Vaterstadt, wie auch über die Jahreszahl, in welcher er das Licht des Tages erblickt, erfahren wir auch in .diesem Werke nichts Jedoch sind wir nach den dort angegebenen Daten berechtigt, letztere beiläufig auf das Jahr 167Ö zu versetzen; er hat also ein Alter von mehr' als 70 Jahren, worauf auch das ihm ectheilte Epitethon, jpj hindeütet, glücklich erreicht. Sein Vater, dessen Namen er auch «ach altem sehr löblichen Gebrauche in seiner. Unterschrift überall führt, hieß R. Jizchak; ans welchem Lande und welcher Familie' dieser gewesen, wird uns nirgends. angegeben; hingegeu erfahren, wir Näheres über die Abstammung seiner Mtttter, .die eine Tochter des R. Meir Kohc-n aus Wilna und Schwester des berühmten -}V war. R. M^ir Eise nstadt -beruft sich selber auf die Gutachten seines Großvaters und sucht auf mehrern Seiten die Ansichten seines Oheims zu vertheidigen. ti’p”) I3HD) Q’B'JN mUJ ISC.’Ti» N3 HI.. *in.N! 33 .'’D l"n H'\ -)\nd f?na jin.id n"n ’rm ’2t* '3nd nV idid3 -.2 n" Hy 'nsHo: und nm : 12 '«d -^"n icipD nroD 222 n?: '"in -(W nri "!'N2!?0 ('2L D3n) p’j> i^ni ’^ssq pv.x? 12 2230 ny 121x20 ')> 22NQ21 nyiaij 11m'10 oj» ' Beiläufig um sein zwanzigstes'Lebensjahr heirathete er die Tochter eines ansehnlichen, reichen Mannes .aus Sachtschewar, der Landesvorsteher des Posener Kreises war, und der ihn nebst Familie zehn Jahre daselbst frei hielt. ■,ß'rD) ^ruDi'Dj-iD-'-'papm. mm /ton nos nnm : npnpna Sn-. -|0X Vl-1N1')0Ü3ND ri0D 122 11:2 HJI10?'?.n nJHDH D'3'sn DW -ffi/J) 'n'3. 2N1 'DIN D2231 ]l). Während dieser Zeit »erfaßte R> M«ir fetn ■ erstes Werk, rpDDhy nn DTDT, wobei ihm sein Verwandter R. Samuel,' Rabbiner zu Frankfurt und Verfasser des nDTO ssinir als Muster uud Borbild gedient. 2'221 2222 Hy ifn '2222 pl! 20) PN'20 'im: jixjn "irano Hz '0iin 'psiy -pr,5? vn-,’! ih NDöri n^n. in1? 'Xi nddii h ri^>i Nim -orr’Np Nmn NnwiD n'n?0N).; Er .hatte dieses Werk im Jahre 1693, also erst einige Zwanzig Jahre alt, verfertigt und wurde zur selben Seit.im Orte seines Schwiegervaters als' Dajjan angestelll, wo zugleich lein Onkel, R. Nächum Kohen, ebenfalls ein Bruder des -f'tf, als Rabbiner fungirte. In einem diesem Werke beigelegten Schreibendes benannten R. Nachum Kohen heißt es, wie folgt: ür6np:i brun pin/ttunwp Spi p^tsc Npw tq pnKv 7HD p “WD VlD -ldD -JNWDIJND p"pDD. Daß dies die glücklichsten und sorgenfreiesten Tage des R. Meir gewesen, versteht sich -von selbst. Der Wohlthätigkeitssinn seines Schwiegervaters erstreckte sich aber nicht bloß aus die ihm Angehörigen, sondern wußte diestr würdige Ehrenmann unter seinen Glaubensgenossen fast keinen Unterschied zwischen Bekannten und Unbekannten zck machen. Als "einst eine große Anzahl derselben durch Verleumdungen bei dem hohen Tribunal zu Lublin verurtheilt wurde, gelang es ihm (Heils durch sein persLnliches.Anfthen, theils durch große "Geldopfer 24 dieser Schlachtopser auf .freien Fuß wieder zu brin- ' genhWDl IO b^H 2.N QV). yvr nn nnjn Vy .nono. '-bn;m -.üDtMDn '□”H nniN* i.w.v ttb And b:: ddiiddi .jnnnbinipn ny Dni'n nborndD:) wsi ow päpn.’prn . nobon cn^rn. ^bpn -win |n & fmi ,*)n 0)bw2 ixspi •ü)bm idjd: m n)D3*i? ü'zbub Q'k'byüh hy n6n.i mojp iwrw n). Diese unbeschränkte Freigebigkeit und die zur Rettung seiner Mitbrüder verwendeten Geldopfer brachten ihn jedoch später um sein bedeutendes Vermögen und seine Familie sah sich nun selbst aller Stütze beraubt. ONIN D^)- rä .ropj bm. ipj N. Meir mußte also für das Unterkommen seiner Familie selbst Sorge tragen und nahm er auch^ ein kleines.Nabbinat zu Schidlowze an. Da er sich jedoch daselbst seiner. Wissensbegiec nicht hinlänglich überlassen konnte, n^np.p nno 'nim .DMp n^npD), so gab er in Balde dieses Amt freiwillig auf. Zu dieser Zeit machte er die wichtige und auf seine ganze zuklinftige Lebensbahn, Einfluß ausübende Bekanntschaft des berühmten Samson Werthheim aus Wien,, der damals Rabbiner zu. Worms gewesen zu sein scheint. R. Meir zog auch nebst Familie nach diesem Orte, wo er gastfreundlich ausgenommen wurde und.in einem zu Talmud-Studien bestimmten Lehrhause on'b, .in Verbindung mit andern Gelehrten, für.kurze Zeit Vorlesungen hielt. Dieses ruhigen Zustandes erfreute er sich da nicht lange und mußte beim Einbrüche der Franzosen in diese Stadt, wobei ihn sein edler Gönner nicht aufrecht zu erhalten vermochte, den Ort verlassen und .mit seiner Familie weiter wandern. N1? DL^ D4 : Dttf ps’D 'vi .n1? rsis NLN^2 nono '2 p>2^? nuo '20!? N'2 öl'nD pNJn TD). Im Jahre 1701 befand er sich jedoch noch in. Worms. (30 '^D P'n D^SnD). Jndeß entzog ihm sein edler Gönner in dieser traurigen Lage keineswegs seine Protection. R. Meir erhielt aus dessen Verwendung das ansehnliche Rabbinat zu Proßnitz, zu welcher Zeit David Oppenheiner Schwiegersohn des edlen Wertheim, das Landrabbinat in Mähren bekleidete. In Proßnitz, wo R. Meir beiläufig zehn Jahre verweilte, verfaßte er die meisten Gutachten seines -fri OD; auch führte er von da aus eine lebhafte Korrespondenz mit R. Zebi Aschkenasi, mit dessen Tochter er auch seinen Sohn*) verheirathete. Die Unpar- ') Meine in den frühern Nummern aufgestellte Vermnthung, daß der in Zebi's Gutachten Nr. 76 vorkommende Schwiegersohn, Namens Arje Low, .Sohn des R. Meir Eisenstadt sein soll, findet in diesem Werke keine Begründung; vielmehr habe ich Ursache, jo nicht Zebi zwei Schwiegersöhne von gleichem Namen gehabt, das Gegentheil zu glauben. In einer, dem verstorbenen Rabbiner der Deutschen zu Amsterdam, Namens N. Saul gehaltenen Trauerrede von R. Elieser Kalic (ehD ~)\V> n?n) im Jahre 1770 wird die Genealogie des Verstorbenen folgendermaßen geschildert: mH