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Der Orient · 1847-06-11 · 24 (11.6.1847) · p. Spalte 373-374

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
24 (11.6.1847)
Date
1847-06-11
Page
Spalte 373-374 (sequence 3)
Language
German
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373 (Leschon Chachamim, Leschon Rabbanan) gestaltete, theils endlich das, reine Aram äi sch der Volksmasse (LeschonHedjot), und das sprachliche Bewußtsein von diesen drei Idiomen war so lebendig, klar und natürlich, daß eine gesuchte Abweichung von diesen Idiomen in der Unterhaltung schon unter Samuel und Rab für eine Vornehmthuerei, für einenAusdruck des Stolzes gegolten^. Als Abweichung von diesen drei Idiomen galt die Benutzung altpersischer Wörter (Leschon Parst, Lischana de Parsai) für Dinge, welche in jenen genannten Idiomen, einen Ausdruck hatten, vorzüglich aber wurde jenes entartete, von Syrern, Nabataern und andern aramäischen Stämmen durch Einfluß der Griechen, der arischen Völker, der Araber rc. umgestaltete Aramäisch, das durch mächtige Verhältnisse in den allen fremden Einflüssen, zugänglichen Kreisenherrschend geworden, als Abweichung angesehen 37,v Und Iehuda b. Je che s ke l, als würdiger Schüler, des Mar Samuel, wollte die Scheidelinie dieser Idiome genau beachtet wissen; er sah das Haschen nach fremden Ausdrücken oder modischen Formen für hochmüthige Eingebung an, und'dieser puristische Sinn kam ihm. sehr gut zu statten, als er einst einen seiner großthuenden Kollegen N a ch m a n b. Jako b in Neharde^a züchtigen wollte377. Sehr alt und getrübten Blickes31 * starb I e h u d a zwei Jahre nach Rab H 0 n a zu Pum-Badita, im Jahre 292an 68 Schüler und Genossen, die nach seinem Tode wirken konnten und auch wirkten und seine begründete Hochschule in Blüthe erhielten, zurücklaffend Nach dem Hinscheiden 375) Kidduschim 70 n; Pesachim 87 b; Baba Mezlla 104 a; Chullin 137 b; Aboda Sara 58 b; Sifre Absch. be- Chukkotai 11. §. 1. Eine specielle Charakterisirung dieser 3 herrschenden Idiome siehe weiter unten. — ■ 376) Kidd. 1. o. Sota 40 b. •— 377) Kidd. 1. o. — 378) Gittin 19 b. — 379) Scherira 1. e. wird das Todesjahr Jehüda's freilich auf v)"n d. h. 298 n. Ehr. angegeben, was ihm auch die Chronisten alle nachgeschrieben; allein oben Kap. 7, §. 3. Anm. 254 ist schon hinlänglich nachgewiesen, daß bei Scherira eine Verrechnung um 6 Jahre vorliegt. — 380) Won'den Schülern, Genossen und Freunden, deren der Talmud gedenkt , sind folgende 68 zu nennen: 1) Abba b. b. Chana; 2) Abba aus Hagrunia; 3) Abba b. Kahana; 4) Abba d. Sabda; 5) Ab'imai; 6) Abin b. Adda; 7) Abin b. Nachman; 8) Abin aus Neschakja (wpm)i 9) Acha b. Adda; l0)Adda, der Geometer 11) Adda, der Wafferschöpfer (^'N). 12) Ame;!3) Ame, der Ofensetzer 14) Affe; 15) Asche b. Abin; 16) Aschjan b. Nidbach; 17) Bar-Kaptai; 18) Berechja; 19) Berona; 20) Bive; 21) Chama aus Kefar Techumin 1DD); 22) Chana^ aus Bagdad; 23) Chana b. Ame; 24) Chanana7 d. Chijja; 25) Chanan p. Abba; 26) Chanina b. 'Aska; 27) Chanina b. Ika; 28) Chijja b. Abin; . 29) Chijja b. Jehuög; 30) Chijja b. Rab; 31) Dime b. Isaak; 32) Hüna b. Iehuda; 33) Hamnüna; 34) Ide b. Abin; 35) Iehuda b. Abbaji; 36) Iehuda b. Ame; 37) Iehuda b. Chabiba; 38) Iehuda b. Oschaja; 39) Iirmijja aus Bira (riNTl)'} 40) Jnai b. Pasi; 4!) In b. Ime; 42) Josef b. Nachmani; 43) Isaak b. Samuel W Marta; 44) Kahana; 45) Lewi b. 374 I e h u d a' s (292) trat ein Wettstreit ein zwischen zwei zur Nachfolgerschaft berufenen Lehrern, zwischen Rak>ba b. Nach mani und JoseR a b ba war scharfsinnig und in Diskussionen wohl geübtS82, Iosef durch den Umfang feiner Kenntnisse Md durch die Kunde zahlloser Barajta'sund vieler Targumim berühmt und daher Si n a r genannt 3Ä3, und nur auf dieses Gelehrtenpaar konnte Rücksicht genommen werden, denn ihrer bedurfte die Zeit 38\ Meinet von beiden wollte aber das Rektorat übernehmen, Rabba hielt sich für diese Stellung noch zu unbedeutend, und I o s e f hätte neben ähnlichem Grunde noch den, daß . ein Astrolog (Chaldäer) ihm nur ein -zweijähriges Rektorat verkündet, was so viel hieß, daß er dann sterben würde. Man schickte nach Palästina die Anfrage, ob man den Sinai' oder den Bergentwurzeler vorzühen solle, und es kam die Antwort: „der Sinai fei vorzuziehen, da. alle den reichen Weizenhändler brauchen"38S. Indeß siegte bei Josef der Schrecken vor dem Ausfpruche des Astrologen, er war zur Annahme nicht zu bewegen und vermied sogar jeden Schein einer größern Würde, als sonst ein Lehrer hatte, und es blieb der Hochschule nichts weiter übrig, als Rabba b^ Nachmani zu Annahme des Rektorats zu drängen, was jedoch erst nach, einer fünfjährigen, intermistischen Annahme des Rektorats von Hüna b. Chijja erst möglich wurde. (Fortsetzung folgt.) Biographische Skizzen. - X. : Mose den Jrzchak Iehuda Lama zeichnete sich unter einer Druckgewährung zu dem in Amsterdam zuerst herausgekommenen Sifte Kohen.des Choschen Mischpat vom Jahre 1654 und unter einer solchen zu dem hagadischen Werke sprx mm vom Jahre 1672 : pnsp VTO p WD Samuel; 46) Lewi b. Simon; 47) Mattana; 48) Menasche; 49) Mona; 50) Natan b. Oschaja; 51) Natan b. 'Ukba; 52) Oschaja; 53) Rab, b. Kahana; 54) Rabba b. 2ldda; 55) 55) Rabba b. Asbai; 56) Rabba. b. Isaak; 57) Rabba b. Nachmani, der nachmalige Rektor; 58) Rachba aus Pum- Badita; 59) Rame b. Chamra; 60) Rame b. Papa; 61) Sabda; 62) Samuel'b. Abba; 63) Samuel b. Iehuda; 64) Samuel b. Nachmani; 65) Seara b. Chanina; 66) Serika; 67) Simeon b. Chijja aus Chusa (^nn); 68) Sutra b. Tobijja. — 381) «Berachot 64 a; Horajot..14 a. , . 382) Er führte daher den Beinamen ,/Oker Harim". Be-, rach. I. e. Hör. 1 c. — 383) Bergt, noch Mo^ed Katan 12a. 384) Der . Ausdruck Berach. 1. e. lautet )rb t'OnüiäN NfiJW, vgt. Raschi daselbst« — 385) Ber. t. c. Horaj. I. c. Die Phrase mit dem Weizcnhändler war ein' Spruch oder eine Lebensregel.uni» kommt auch anderweitig vor (Waba Batra 1455). — 24 * Studien. Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien,

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