Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 21 (21.5.1847)
- Date
- 1847-05-21
- Page
- Spalte 325-326 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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326 Studien, Gaon "bar Scheschna von LiiMtto. 335 fernes. Lehrers und- Freundes Samuel um 250 eine Hochschule j zu Pum-,Badita begründete und eröffn ete, als eben N a chniö;n b. J a k o b sein Rektoratzu Neharde^-r und H ü n a' das zu Sora an getreten Der berühmte Gerichtshof, welcher noch' vor Entstehung der Hochschulen dort tha'tr'g gewesen war350, scheint durch das Aufblühen Sora's und Neharde^a's ja Verfall gekommen zu sein und Jehuda, der.wahrscheinlich von Grund aus seine Gebäude aufführen mußte, bedurfte; ein . großes Familienansehen, umfängliche Kenntnisse und eine nachhaltige Lhärigkeit, wie sie nur das reifere Alter giebt, und alle' diese Eigenschaften haben sich glücklicher. Weise, bei ihm auch vereinigt. Er hatte ein Familienfthen, da schon sein Vater I eches kel Lehrer der Traditionen war, und wenn er auch unbedeutend feinem Sohne gegenüber war — dieser bekämpfte ihn zuweilen im Eifer und wurde deshalb von Samuel häufig zurecht gewiesen 3Ä7 so wurde er doch selbst . von. einem Samuel hochgeachtet und noch dazu seiner Frömmigkeit wegen geschätzt35B. Auch sein Bruder N a m e b. I e-. cheskel war bekannter Lehrer der Traditionen und theils als Schüler seines Vaters theils als Schüler Rab's hochgeachtet?5Y und wenn gleich er gegen seinen Bruder Jehuda eingenommen, war'und sogar zuweilen warnte.'/daß man auf die von seinem Bruder im Namen Samuefts und Rab's mitgetheitten Regeln (Kelalim) nicht hören..möge360, und. obschon er lieber sich an Hüna in Sora wandte, um etwas von Rab zu erfahren, und^endlich lieber ganz nach Palästina wunderte 3,ilr so hat sein Erscheinen doch immer auf das Ansehen Jehuda's wohlthätig gewirkte Umfängliche Kenntnisse in den Traditionen erwarb er sich durch den genossenen Unterricht bei Rab und später seit 24-3 bei Samuels zahlreiche Lehrsätze und Ueberlieferurgen im Namen seiner großen beiden Lehrer haben uns die Talmuden. aufbewahrt, und wie auch sein, eigener Bruder R'ame gegen die Glaubwürdigkeit solcher Lehrsätze warnen mochte, so waren sie doch zu jeder Zeit hinreichend, um ihn gegen Angriffe zu sichern. (Fortsetzung folgt.) 53 a; Kidduschin 32 a; Gittiu 78 b; Keritor 19 b; Nidda 13 a; ib. 17 — Ganz wunderliche Erklärungen über Schinnana giebt Aruch s. v. u. Schitta Mekuk. zu Ket.ub. 14 a. —j 355) Scherira35, wo freilich dies nicht an einem Punkte ausged'rückt ist. — -356) Scherira 1. e.— 357) Berachot 11 a; Sanhedrin 80 b; Kidduschin 32 a. — 358) Kidd. 32 b. — 359) Vgl. Sabbat 60 a; ib. 138 a; 'Erubin 14 b; ib. 58b; Sebachim 62b, wo fälschlich Jecheskija anstatt Zecheskel steht; Ioma 58b. — In Sa'antt c. 2 Ende; j. "Erudin 22, 3 heißt er RA m e, und unter diesem Namen ist er auch, als Schüler Rab's (N. 18) aufgeführt. .—. 360) Ketubot 21 an ib. 60a; ib. 76 b; Chullin 44 a. — 361) Sabbav 138 b; — Wie es scheint ist er aus Abneigung gegen seinen Bruder nach Palästina gewandert >(vgl. Ketubot 111a). —... Literarische Analekten I. "Älmram Gaon bar Scheschnn und sein Siddur. Von Sam/Dav. Luzzatto. (Schluß.) Bei dieser Gelegenheit will ich noch berühren, daß in Piste Tosafot (zu Makkot tz. 4) *ün vorkommt, was Zunz in seinem Buche GV. S. 380 schon anführt, ohne das seltene Wort zu erklären. Ich glaube, daß nichts weiter als fremdict fc>. h. Lobgcsang auf Gott, und also identisch mit vns'.sei. . Was den Siddur des Rab ^Amran übrigens noch anlangt, so muß ich sagendaß der mir vorliegende freilich vollständig erscheint, da nicht ein einziges Blatt fehlt; indcß ist cs mir klar und gewiß, daß der Abschreiber zu Anfang des Buches so Manches wieggelassen, da R. ’^ntraui nach dem Gruße an Isaak b. Schimeon wahrscheinlich die Anfrage entweder vollständig oder inrAuszüge erwähnt hat, während sie hier ganz fehlt. Nach den Wörter, D'^m,7 in der Zuschrift, heißt es: wibi aa 3fn ip iba maaanvcnbN bnp snb ■ N'D'na mtch vrD'hD ■wbsa an nnyaa'nnw nns b ^abr u\rj> dsd *)dj* 'a by DH» naWö \)DD‘aiZ0tf SV HvVnn p*lD3 : 'o 'b) Auch scheint mit unzweifelhaft, daß an manchen Stelle» Zusätze vorhanden, die vieüeicht vom Rande später in den Text gekommen sind; so z. B. die Stelle: nbmN mb siru aason bnv nbmv aaon ussd sh) 'V) 'DVVOD nbriN bxb. Was ^lsarja de' Rosst im Meor "C'najim 6. 7 aus dem Siddur Rab Amram's anführt, sindet sich in der That wörtlich und genau in unserer Hemdschrist. Auch der Hymnus nnty nw findet sich in diesem eilten Siddur. In dem bekannten cb)y brr/ ’upa. in unserem Frühgebet ist die handschriftliche Lesart wie die des L^n'^a (borgt. Rapaport, Noten Slum. 29); aber so heißt, es: irsm -ihn WJ/D b o dinh amoi (?) ^rinina dihd putl*]upb--bn DU ums bav , ban barr'-'p ]\v nonan p. * * * So weit Hr. Luzzattv über den Siddnc des Nab Mmram, des Schulhauptes zm Sora, und ich füge noch für. die Leser dieses Blattes die anderweitigen Notizen über diesen Mann hier bei, um die Arialekte nicht so isolirt erscheinen zu lassen. Mar Rab Int? ram b. Mar Nab Scheschna wurde im Jahre 858 nach Mar Rab Naironar b. MarRab Hilai Gaon d. h. Schulhaupt zu Sora, nachdem er bereits schon früher diesen Titel gesithrt, und da er 18 Jahre lang diese Wurde bekleidete und dann starb, so fällt demnach " 21 * ' '