Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 20 (14.5.1847)
- Date
- 1847-05-14
- Page
- Spalte 307-308 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890733--4966-3533180- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
308 307 Studien. Der Abend nach dem rabbmischen Iudenthum. rendem Arzte, und ist das ganze Werk von Letzterm herausgegeben und seinem Lehrer 'fsn TI l"in gewidmet worden. Gedruckt zu Mantua, 1744:, bei Josef Abraham aus Fürth. 4. 40 Bl. — 50) DU’j; "M TOD, ist eine astronomisch - theologische Abhandlung von Salomo bcn Abraham Priel. Zum ersten Mal herausgegeben zu Cremona, 1557 in 4., und zum zweiten Mal edirt Breslau, 1806. 4. 29 Bl., und zwar mit einer weitläusigen Vorrede zu gedachtem Buche von Arje Löw Saul, Landrabbiner der Provinz Schlesien. — Gedachter Arje Low erwähnt m dieser Vorrede nachstehende, theils von ihm selbst, theils von seinem Vater und Großvater verfaßte Schriften: 1) Randglossen zum Talmud von seinem Vater und seinem Großvater M.n D'Dwn rpp pnsv 'nw)D , ehemaliger Landrabbiner zu .BreSlau. — 2) T mn pTO.TOD über ganz dV, von dessen Vater. — 3). H TOD und 4) 'D'Di TOD nW, 'ücibc über talmudische Traktate, von dessen Vater und Großvater. — 5) pTO 'pDD, enthaltend nu'hre Rechtsgutachten von dessen Großvater. — 6) mioy TOD D^pT, Kommentar von deinselbm zu den D^TOQ. —> nDTOn mpb tod auf mao- .inn von obigem Arje Löw selbst verfaßt. — 8) D’DHNhSn TOD und 9) Qvnyj nüw TOD, beide cnthalteir Erklärungen zurMischna von demselben, welche er in einem Alter von 15 Jahren bereits verfaßte; so wie sich auch darin einige talmudische Dissertationen von dessen Großvater, so wie von dem berühmten p^ , bei welchem gedachter Arje Löw in der Jugend als Schüler Eingang gehabt und gewöhnlich die literarische Korrespondenz zwischen demselben und seinem Großvater zu besorgen pflegte, befinden. — 11)) D'ZMM iS TOD über die ti'wn nnitf. —■ 11) D^msS? {TOT TOD, ei^thält die diffcrirenden Meinungen der own riD^n von den OWJH an bis auf dm?pv N'D n cbst Quetten-Auzeigen zu jeder Meinung (niTO). — 12) rpDra TOD, enthält diverse talmudische Dissertationen. —- 13) Sn.in PNT IW TOD von iWlD -pnsp ^'D1 nebst nimn'tton dem Vater des Verfassers. — 51) bw'yy TOD. enthält den Dnpy tod von Albo famittt einem gründlichen Kommentar zu demselben unter dem Titel' , bou Rabbi Gedalja beu Salomo Lüpschntz aus Lublin. Ferner enthält dieses Buch auch noch unter, dem Titel D'DJj; viele Erklärungen von Stellen in der Bibel, im Talmud und in den Midraschim, die in das Fach des D'lpz) TOD einschlageu; so wie auch endlich daselbst ein Qnelleuanzeiger über die D^plDD und DTO', welche in biesern Buche Vorkommen, unter dem Titel pby sich befindet; so daß wegen der dann enthaltenen dtjijj, d^to , Dnpy und pby der Haupttites fyrw 1DD sehr entsprechend ist. Venedig, 1618, sol., durch Pietro Flormzo Bragadin. — Zu diesem Buche befinden sich rriDDDn von verschiedenen Rabbinen, die damals auf dem dtp)^i zu Lublin versammelt waren; unter andern von ir2 iwd »TOD jisän Din, Schwiegersohn des fSn f0 {W.rn,' Rabbiner zu Lublm, DTO {in^ iS DTOtr no^ n TO, so wie TOTO Din fmmn D.TODdr rpjwv Verfasser des n^, Rabbiner zu Prag. Zum Schlüsse befindet sich daselbst .ein Lobgedicht auf diesen Kommentar von Jehuda Arje da Modena, Verfasser des nnu nN und bekannt unter, dem Namen Dnü zu dem Dpp py.— (Fortsetzung folgt.) Der Abend, nach dem rabbmischen Judellthume. Vorbemerkung. Nachstehender Aussatz, welcher bereits im Jahre 1841 zu einem andern Behufe von mir ver-. faßt wurde und eine kurze Zusammenstellung,alles dessen ent-, hält, was das rabbin. Judenthum sowohl in liturgischer als sonstiger Beziehung über Liesen Gegenstand lehrt, nebst einigen dahin.einschlagenden Bemerkungen, mag jetzt hier einen Platz finden, um Manches in Nr. 4 der zu Berlin erscheinenden Neformzeitung über den Ursprung und die Fortentwickelung der Feier des Vorabends der Sabbate und Festtage Gesagte theils zu ergänzen, theils zu dessen Beleuchtung und Würdigung zu dienen. Abend, der täglich wiederkehrende Zeitpunkt, wo die Sonne unfern Gesichtskreis verläßt undder nächtlichen Dunkelheit crllmälig Raum zu geben beginnt, gewöhnlich Abend genannt, ist auch in der jüdischen Theologie, sowohl in chronologischer als liturgischer Hinsicht nicht ohne Bedeutung geblieben. — Schon die Schöpfungsgeschichte setzt (1 Mos. 1, 5) den Abend vor den Morgenweil (dasstv. 2. 3) erst Finsterniß war, dann Licht erschaffen wurde; „es ward also Abend (TOy) d. h. Vermischung, wo man die Gestalten noch nicht unterscheiden konnte^ und ward Morgen (ipD, »on IpD unterscheiden, erkennen) ein Ta'g". — Auf diese urgefchichtliche Darstellung 1 2 3 und auf die 2 Mos. 12, 18 und 3 Mos. 23,32 enthaltenen Vorschriften, das Fest der ungesäuerten Brode und den Versöhnungstag^ mit dem Abend zu begin- 1) Jbn Esra zu 1 Mos. 1, 5. — \ , 2) Abravanel zur ged. Stelle. — Vgl. Talm. Tr.Tamid 32 rr, Chulin 83 a und Obadja Bertinoro's Kom. zu Menachot Kap. 26. Mifchna 5, st übrigens Joh. Meier de temp. sacr. et festis diel). hebr. p. 65 seq. und Herder, älteste Urkunde d. Menschengesch. (W. zur Religion und Theol. Th. 5. S. 43.) 3) Talm« Tr. Rosch Ha-Schana 20, d.