Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 18 (30.4.1847)
- Date
- 1847-04-30
- Page
- Spalte 281-282 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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282 281 Studien. Uebeu Metatron. jugendlichen Mer gewesen, was richtig paßt, wenn er 36, aber nicht wenn er 90 Jahre alt -war. — Fünftens befindet sich am Schlüsse des genannten Jad Charusim (erste Ausgabe) ein :*iDDn auf diesen Jüngling, worin der Trauerredner mit den Trostworten für Mose schließt: &vn HNT;D) min •’pDIj; D\0 Und wird man dieses einem 90jährigen Manne sagen, dem sein einziger Sohn gestorben? Sechstens besitze ich die Venediger Bibel mit einem Glossar zu den schwierigen Wörtern in italienischer Sprache — gedruckt im Jahre 1678 —, wo vorn ein Gedicht, welches beginnt: v'ipw minn 'rin by * DTo!;>nn p inNnibro rnny) b^y rniotp n^Dn ’Di’i mabw * ll'i'vnvi mw nN itw nro * mitsoi po nmp, worauf dann das Gedicht folgt, welches unterzeichnet ist: Mose b. Verschon: Chefez. Wenn Mos. Chefez im Jahre 1710 sechsundvierzig Jahr alt war, so läßt es sich auch ganz gut denken, daß er 1678 Einer der Schüler genannt werden konnte, da er gerade 18 Jahre zählte, keineswegs aber wenn er um 1710 schon LO0 Jahre gezählt haben soll, wo er um 1678 doch schon 68 gezählt haben müsse. Dabei will ich noch erwähnen, daß die erwähnte Gedichtüberschrift in Raschi - Charakteren gedruckt ist, und nur das Wörtchen ^riN steht rn Quadratschrift, was nicht anders zu verstehen ist, als daß Mose Chefez eine Anspielung auf sein Alter gemacht, welches damals den Zahlwerth von mN1 d. h. 13 gehabt. Nach diesen Beweisen aus gedruckten Schriften, will ich noch eine von einem meiner Lehrer, Hrn. Mar deck) ai Isaak Cologne (Bruder des Ritters Abraham de Colo g ne), erhaltene Tradition erzählen. Dieser war geboren in Mantua, lehrte fast 30 Jahre lang zu Triest und starb im hohen Alter im Jahre 1824. Von diesem nun hörte ich, als überliefert von seinen Lehrern erzählen, daß die gelehrten Zeitgenossen des Mose Chefez ihn von dieser Unterschrift unter seinem Bilde abgerathen, indem sie ihm sagten, sie fänden es nicht recht, über das Alter zu spotten; er bestand aber darauf, und es verging kein Jahr und er starb. Mose Chefez starb jedoch nicht y"n (1710), auch nicht im Jahre Ny"n (1711), sondern zu Anfang des Jahres (gegen Ende des Jahres 1711). Siehe sein Epitaph in Wolf's B. IV. S. 1213, wo es heißt: TD , Mw DV> mriUD nnvi ny"n n , d 13’j?■ nid3 -|b nid mn. Wenn Mose Chefez also im Jahre nj) (1710) 46 Jahre alt war, und zu Ende des Jahres 1711 (Dyr,n) gestorben, so scheint es mir, daß wenn es auf seinem Leichensteine heißt: ■jnnuck! ai -p in '2, -jm’Pn rueo nd , p ns die Worte }2 so zu nehmen, daß er 48 s^'N) Jahr alt war als er starb. Bei Wolf stehtpTvn nJtSO. jedoch auf d.em Leichensteine selbst, wie mir einer meiner Schillernder in Venedig wohnt, wo Mose Chefez gestorben, versichert, steht nJtöÖ NO. II. Ueber puoo. In der^ neuesten Zeit ist dieses Wort wieder ein Gegenstand der Forschung für viele Gelehrte geworden und zu den bereits bekannten Erklärungen, voll ''Aruch und Mos. Nach mani (Komm. Par. Bo) durch miö IT, von Elia Levi t a (in Tisehbi) und von Bon di (in Or Esther) durch das lateinische melnlor*), Don Steinschneider (die fremdsprachlichen Elemente S. 24) und Gr ätz (Gnosticismns S. 44) durch ptera &$ovov. Es kamen noch hierzu die von dem gelehrten Rabbiner Hirschfeld (Frankel's Zeitschrift Jahrg. III. Heft 9. S. 353) btircfyt£) {ieza zvQctvvoGr die vom Rabbiner Dr. Levy durch das chaldäische 3) (11). Heft 12. S. 484) und die von I e l l : n e k durch Ml&qch* Indem ich nun hier alte mir bekannte!: Deutungen dieses rathselhasten Wortes angeführt habe, erlaube ich mir noch eine neue bcizubringen, die, wie mich bedünk't und wie ich Nachweisen werde, viel Wahrscheinlichkeit für sich hat. Ich glaube nämlich, daß jnttTa das griechische ^v^Tjz^g4) (Sprecher, Erzähler) sein soll. Es ist der Name des höchsten Engels, der Gott am Nächsten steht (DODH nitf) und der Verkünder seines Willens und seiner Befehle ist. Das Bild, welches hier zu Grunde liegt, ist das bekannte Verhättniß zwischen T und swTNQ. Man vergl. Ex. 4, 16. *p »TT Nin DVi^N*? )b irnn nnNr nD^ und dazu die Paraphrase des Onkelos mb Tb 'nn nsi pnmb -zb vt wn. Die Stellung, die im Talmud Chagiga 15 a, Sanhedritr 38 1) dem Mytetron gegeben wird, stimmt ganz mit dem überein. Bezeichnend ist besonders dafür in letzterer Stelle der Ausdruck »m DGto V2WW, wo also Goti in 1) Wahrscheinlich haben auch -|ny und p^n bei rniD •jT an das lateinische Imitator gedacht. 2) Beachtung würde wohl die Bemerkung verdienen, daß ein {iszcz zvQctvvog, Mltherrscher sich mit der reinen monotheistischen Idee des Judenthums nicht gut vertragen dürfte. 3) Die Konjektur des Herrn Levy: CODil “W für das bisher gewöhnliche QO-DN zu lesen, welche er sehr scharfsinnig zu begründen sucht durch die Stelle Chagiga 5 b, wo es in Bezug auf Jer. 13, 17 heißt: DHDDD? ib W D)pD )ßW findet merkwürdigerweise einen offenbaren Widerspruch in 'lim rp'N NtTTlD nm V1112 f. 2«9. Col. 4. Dort heißt es: nrtNi iTOn ’JN yn/'m b"m ws by pii22'!2 ni d»n utoy nm1? 'b rwo nruv p cn ’pn irnn n? □’IiIDDI ' n(> DN1122Ni DJp man p |W DIpO1? ’lffDJ .1D3i1 i2er. 13, 17) '#)&, Drmiiüch ist bem jroi’D gerade der Eintritt in onnDD versagt 4) Daß Hdurch o wiedergegeben, kann nicht so sehr auffallend sein, da dieses auch anderweitig zu finden ist, wie fchon Geiger (Lehr- und Lesebuch S. 20) durch DTD, gr. xifrog zifytiQ nachweist. Eben so wenig die Endung p, die im Tal-, mudischen für Deno.minatl'va, auch bei Fremdwörtern gebraucht wird z. B. pftß gr. Tipq, pütODN lat. statio.