Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 16 (16.4.1847)
- Date
- 1847-04-16
- Page
- Spalte 245-246 (sequence 3)
- Language
- German
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246 245 - Studien. Biographische Skizzen. aihcc, nwy ritt? Ny. Es ist dies aber eine völlig rmnöthige und unbegründete Annahme; es sind eben von^Hause aus Neutra, so luie pD ™ nur nach Unpersönlichem fragt, so nichts. Ferner die Kollektiv-Bildungen wie auch AdjekLiva wenn sie neutratiter u. substantivisch gebraucht werden, entsprechen in solchen Fällen dem Grieche und Lat. pf-ptt Karavane, Einwohnerschaft. Micha. 1, 11. wLMS.. uüral)j!ia, amoena. — Dann wird ganz analog dem Griechischen der Plur. des Neutrum mit dem Singular des Prädikats verbunden; so mbn2 ta uvaßksnsi. Bezeichnet dieser Plur. aber Personen, so erfordert er den Plur. des Prädikats wie die Attiker ebenfalls da den Plural zulasseu:. ia av <5(ia7Todc( sAaßov, Und endlich die ausfallende Eigenthumlichkeit bei dem. Zahlwörtern, daß die Maskulinarzahlen von 3 — 10 Fenünatendung haben und umgekehrt. Die Zahlen von 3-—10 sind aber ihrem Ursprung nach offenbar Nomina a b str akt a (wie äeeas- Irias).und haben daher die urfpr. neutrale Endung pp bei dett häufiger vorkommenden Maskulinen noch immer erhalten. In Verbindung mit einem Neutrum aber, das für sich schon die neutrale Endung hatte, konnte am Zahlwort die Endung wegbleiben. Vgl. übrigens Gesen. Lehrgebäude. S. 610. So wie nun r*,-.--- j-p das unselbst. Genus, das Neutrum zu bezeichnen die Aufgabe hat, eben so dient es im. Kasussystem für die Form des Untergeordneten, des Akkusativ, wiewohl sich freilich diese Scparatbedeutung des Akkusativ zum Theil aus dem Sprachbewllßtsein verloren hat; namentlich darum, weil sich zu schärferer und präeiserer Ausdrucksweise die selbst. Partikel ausgebildet. Allein murr dürfte vielleicht auch diese als dasselbe objektivirende n mit dem prosthetischen n betrachten. — Jedenfalls läßt sich die Bedeutung des pp als Akkusativ uuzweiftlhast Nachweisen. Zuvörderst spricht wiederum die Analogie mit dem Arabischen dafür, , indem auch da der Akkusativ oder lautet. Ferner die Substantive im Akkusativ um den Kasus adverbialis zu bezeichnen; so: nn$J Seit {c$t r&n,. u. s. w. Ferner als H lokale, um die Richtung des Wohin zu bezeichnen; so Tm&, wie im Futurum paragogikum, wo es ebenfalls die Richtung, das Streben des Gemüths nach etwas hin bezeichnet, und zum Theil dem Fnturum uasdalum der Araber ebenfalls auf v, dessen Name schon auf den Akkusativ hinweist, zu entsprechen scheint. .Indem, nun aber, wie W. von Humboldt sehr scharfsinnig bemerkt, das Neutrum seiner ganzen Natur nach ein Abhängiges, Objektives bezeichnet, so ryusi.es notwendig weit eher auf den Akkusativ, das Untergeordnete'als auf den Nominativ führen; und so erklärt es sich auch warum fast in allen Sprachen die Neutra in der Form des Kasus obliquus, im Akkusativ auftreten und die Akkus-Form bei ihnen auch für den Nominativ herrschend ist. Wir hätten daher auch im Hebräischen dieselbe Erscheinung. Es tritt nämlich das Neutrum irr der Fornr des Akkusativ auf p — pp cutf u. wir hätten demnach auch hier, die Identität beider Systelne des Kasusu. GennöverhältnisseS nachgewieftn. Breslau. Salomon Deutsch. Biographische Skizzen. VIII. R. Jo-fef ben Menachem Mendel aus SLeknhard, vollständig unterschrieben im 4. Gutachten zum Iore Dea, pwö >UyQ DPIJD n 3 vVV'b p P|DP, doch bekannter unter dem Namen Josef Steinhard, gab seine Gutachten, Sichron Josef benannt, und nach den vier Theilen des Schulcham Aruch geordnet , in Fürth' 1774 heraus. Aus diesem Wecke' konnten wir folgende Data größtentheils entnehmen. — Er lebte einige Zeit, wohl nur als Privatmann, in Schwabach, und wechselte von hier aus im Jahre 1747 gelehrte Briese mit seinem Studiengenojsen R. Jakob Berlin in Fürth, welche an dem »on Letzterem abgefaßten und von Isaak ben Moir 1767 herausgegebenem Werke Beer') Jakob (Choschen Ha-Mischpat Kap. 4l4) abgedruckt sind. Zu jener Zeit war Josef zwar noch jung, doch schwerlich jünger als 27 Jahre, so daß. wir nicht mit Unrecht behaupten können, er sek um's Jahr 1720 geboren. Als Kreis-Rabbiner des ganzen Oberelsaffes nach Rkxheim, einem großen Dorsr daselbst, berufen, erhielt er zu seinem Sprenget auch die kleine nn Unterelsaß an der Borusch Gelegene Stadt Mutzig (Orach Ehajim G. 2 und Eben Ha-Eser G. 2), und schrieb sich im Jahre 1752 (E. E. G. 2) yn'vN f.\l SD1 pH, welches heißen soll: Dftffry rünsn p^y PÄ"? pia miDl pH Di»y iy lDy\ Wie lange er in Rixheim das Rabbinat verwaltet/läßt, sich nicht genau ermitteln z doch so viel wissen wir aus G. 7 des Choschen Ha-Mischpat, daß er 1755 Rabbiner vom ganzen Elsaß gewesen, in Nieder-Ehenheim, einem in Unterelsaß belegenen Flecken, seinen Sitz gehabt, sich niHDm DJirVT? p"p1 (CH. H. G. 2) unterschrieben, und bis 1763 daselbst ausgehalten hat. Der von ihm im 17. Gutachten zum Iore Dea gebrauchte Ausdruck n^nm TO3 DIV DWby njHD3 DW1J/' -nu pp!? ITU HD"* soll wohl nur sagen, daß das Ober- und Unterelsaß zu seinem Rabbinate gehörten.' Dem ehrenvollem Rufe, als' Oberrabbiner nach Fürth zu kommen, jener bedeutenden Ge- 1) Jur diesem Werke ist 1. 1. zwei Mal für lp"n fälschlich?3"pn gedruckt, und nur Ein Mal findet sich die richtige Zahl ipn. 16*