Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 15 (9.4.1847)
- Date
- 1847-04-09
- Page
- Spalte 235-236 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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286 Kritikern M. Elkan's Leitfaden zur jüd. Geschichte. 236 5)2^, ntnß. m st. eonsl. (. — cfi Schwicgervater vor Suffixen / 'll N« P '^)jon , Chetib , chald. vor Suff, '.^p. - Setzt man'an dieses Urthcma das .neutrale 7)^ so 'entsteht das Fem. Frön Schwiegermutter. — px Bruder, 60N8t. ,p^ vor Soff. in N. P, MN "eben rpftp K, fern, wieder rnrux Schwester, chald^ und syr. 'vor Suff. ^pd;,ip^ cirab. im eon8t. s. p Sohn 4 Mos. 24 , 3. 45. u. einmal im eon8t. p 1 Mos. 49, 11. Ferner in N. bK')D&=(b& ow). n^np./ twDv, O^n?. zu t herabgespitzt: 'bavpj, Ferner in eng verbundenen Wörtern, mit p v02 D^liPyD;' urit i : ppp , pp pctf , NMN OBF), MjD vpkyjKSn p-lj/V In den letzten Beispielen'sind es offenbar in der poetischen, feierlichen Rede cingewandte Archaismen. Dieser scheinbar paragogische Vokal ist aber nicht wie Ewald §. 211 und Gescn. Lehrgebäude Seite 54? glauben, durch die 8t. eon8ti Verbindung herb eigeführ t, sondern oben mir durch dieselb als Trümmer einer, organischen Form erhalten. * *) Nachdem sich aber später das Denwnstrativnm zur Jndividualifinmg des Begriffes als selbst. Artikel au§- gebildet, und in Bezug, auf das Genus sich die Anschauung geltend gemacht Hatto, daß das männliche Geschlecht, als das nächste und unmittelbarste, keiner besondern Bezeichnung bedürfe, so mußte uothwendig die urspr. Bedcutmlg des Vokals aus dem Sprachbewußtsein schwinden und er selber mit der Zeit sich abstumpsen und vertieren. Zu dieser Abschlcisung mag auch ferner das urspr. euphonische Gesetz zur Vermeidung jedes Hiatus mit einem Konsonanten cmszülanten viel beigetragen haben. Glauben wir nun die ruask. Endung auf u durch die angeführten Beispiele, die Jeder sich leicht mit vielen andern vermehren kann, festgestellt zu haben, so dürsten wir zu der zweiten Annahme des Nominativ auf u um so eher berechtigtet sein, als wir zuvörderst an der Analogie mit dem Altarabischen, desserr Nominativ ebenfalls 2 oder 1 tautet, eine sichere Stütze dafür haben; wie auch ferner die nähere Betrachtung der gegebenen Beispiele selber offenbar uns auf den Nominativ und zum Th eil den Vokativ führen. Aber auch hier konnte wie oben im Genus dieser Vokal sich um so eher verlieren , weil der Nominativ selbstständig ^rm Satze steht und nicht, wie die Kasus Mi Pli .zur Bezeichnung des objektiven Verhältnisses der Unterordnung uothwendig durch eine besondere Form ausgezeichnet sein mußte. \ abspitzt, durch die Vermittelung, von ü. vgl. Hupfe ld: Ausfuhr!. Hebr. Grammatik. Seite 73 d. *) Vgl. hierzu überhaupt: Benfey, Ueber das Verhält, d. egyptischen Sprache z. s. Spr. S. 292. Der Nominal-Stamm allein wurde später im Hebr. so wie im Neuarabischen fnc den Nominativ als hinlänglich ausreichend erachtet. ES hätte demnach ein und derselbe Vokal u für die Bezeichnung des Maskulinum und Nominativ/gedient oder die Selbstständigkeit des Germs¬ und Kasusvcrhältnisses hätte sich uns bereits in einer Form als identisch erwiesen. Wir gehen nun zum Neutrum über. — Die frühesten Spuren der urspr. Bezeichnung des Neutralen zu erforschen ist schwer. Wir sehen hier, wie nirgends sonst, die Sprache eine lange Reihe von Wechseln und Veränderungen durchlaufen, rmd erst spät tritt aus dem lebendigen Flusse die jetzige konstante Form hervor. Stellern wir für jetzt hypothetisch das n als die Endung des Neutralen hin; die Modisieirung derselben wird sich später ergaben. Fragen wir nach der Bedeutung dieses kl, so giebt nnS nun wiederum das Pronomen den besten Aufschluß darüber. Es ist das am stärksten deuktische Pronomen*), das gewissermaßen mit dem Finger auf einen Gegenstand hinweist und die Bestimmung hat, -ein dem Subjekt Gegmüberstehendes, Anßerihmseiendes gleichsam zu setzen, kurz zu objektiviren. Diesen Charakter des ft finden wir noch in einer andern Spracherscheimmg scharf ausgeprägt. Dasselbe objektivirt nämlich das Subjekt selber im Hitpael, wie ganz richtig bereits die älteren Grammatiker angenommen; so: K*n Ich hüten — sich als als Objekt. Daß das h allein dies bewirkt, ist leicht aus der prosthetischen Natur des ri ersichtlich, das stets nach Präformativen sich verliert und in den andern Dialekten mit n wechselt. (Beschluß folgt.) Schulliteratur oder. neueste Schriften für die israelitische Schule. 5) Leitfaden beim Unterricht in der Geschichte der Israeliten von den frühesten bis auf unsere Tage, nebst einem kurzen Abriß der Geographie Palästinas für israelitische Schulen. Von M. ELkan, isr. Lehrer. Zweite verbesserte und stark vermehrte Auflage. Minden und Leipzig, 1846, 8. F. Eßnranm Der schnelle Verbrauch der ersten Auflage, ber eine zw e ite hervorgerufen, ist wohl das sicherste und beste Zeugniß für das Vedü'rfniß nach einem kurzen, billigen Leitfaden der jüdischen Geschichte und das ist gewiß das Wenigste, was die Kritik auszusetzen haben möchte. Auch kann die Kritik über die Vermehrungdes Materials keine Klage führen, *) Vgl. Ewalds Lehrbuch der hebr. Spr. §. 113. Auch in Fürffs Lehrgebäude.