Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 15 (9.4.1847)
- Date
- 1847-04-09
- Page
- Spalte 233-234 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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233 Studien. Zur hebt. Deklination ans Grund der neuesten Sprachforschung. 234 den Tod H ii n a 's im Jahre 260, der Rektor zu Sora gewesen, da, nach dem Lode Hüna's die hinterlassene Frau desselben einen Rechtsstreit bei Nachman fu^vte339 $ nach 292 kam er auch einmal nach Sora, als Chasda Rektor und Rabba b. Hüna Mare am Gerichtshof aagestellt war 340, lind seit dieser Zeit verschwindet seine Spur. Er starb 299, was auch ziemlich mit den Angaben der Chronistendaß bis 6. 4060 d. h. 300 n. Chr., die drei Genossen Huna, Zehn da (b. Jecheskel) und Nach man verstorben waren, nämlich Huna 290, Jehuda 292m. Nachman 299, übereinstimmt. Rab und Samuel waren unserem Nachman hohe Autoritäten und als seine jüngern Genossen (nach 292) zu Sora ihn aufforderten, Anordnungen derselben in der Rechtslehre aufzuheben, da ries er aus: Habe ich dazu viele Ferseng zu meiner Herreise zurückgelegt, um bei euch in Sora Anordnungen Rab^s und Samuel's arrszuheben? 'Sorgt lieber dafür, daß Nichts hinzugethan werdet — 3) Rab,. Sch esch t kam aus Netz a r d e* a 258 nach Schilh L und gründete daselbst eine Schule, die aber mit ihm aufhörte. Er wrr in der Schrift wie in der Mischna, die er allmonatlich durchnahm, sehr bewandert, gab lieber durch Schrift und Mischna als durch diskufst've Combinationen Bescheid auf Anfragen^", und wenn er seinem Freunde und Genossen Chasda an Scharfsinn^, wenn er Nachman in der Kunde des jüdischen Rechts^ nachgestanden, so ist er dafür durch den Umfang seinerKenntnisse Sinai genannt worden, und man stimmte darin überein, daß dieser Beiname verdienstlicher gewesen^. Auch war das Targum zum Pentateuch ihm geläufig; erwachte auch zuweilen eine variirende Uebersetzung^', und diese Beschäftigung mit dem Targum, dieses Bewandertsein in Schrift und Mischna, wußte er bei seinem Schüler-Genoffen Josef b. Chijja zu wecken und anzuregen 348. Er besaß übrigens auch eine große Kunde der. Barajta's, wie es ihm auch an Scharfsinn nicht fehlte319 i auch sein fester Charakter wird sehr gerühmt 350, was Uebrigens fein Verhalten dem Exilarchen gegenüber beweist^". Er starb wahrscheinlich ebenfalls gegen Ende des lesen, hat schon Sed. Ha-Dor. richtig erkannt. Vergl. noch Chullin 134 d. — ' 339) Schebu^ot 30b Raschi. — 340) 1b. 48 b. — 341) Scder Ha-Dorot44e, und vor ihm Juchasin, Schalschelet u. s.w. — 342) Schebssot 1. c. 343) Sebachim 96 b; Pesachim 68b. — 344) 'Erubin 67 a. — 345) Daher die halachische Entscheidnrlg nur nach Nachman in Rechtssachen. Vergl. Tos. zu Berachot 42 b; 46 u; 'Erubin 40 a. — 346) Juchasin 111 b. r— 347) Sota 48 b. — 348) Siehe Kapitel 9, bei Erwähnung desselben als Rektor. — * . 349) SScd)orot 52b. — 350) Menachot 95 b. — 351) Seder Ha-Dorot 158 b. — 3. Jahrhunderts und Schilhi verschwindet wie Schakanzib aus der Geschichte der jüdischen Hochschulen. — So verschwanden denn auch die letzten Trümmer der nehard^a'schen Hochschule, und obgleich die aeharde'a'sche Gemeinde nach der Katastrophe durch Bar-Nezer sich wieder erholt, so mußten doch fast hundert Jahre hirigehcn 258—357), bevor wieder ein Lehrhaus mit einem nur etwas berufenen Lehrer (Chama b. Josef) auftauchm konnte, dem dann noch einige (Rab Dime, Amemar rc.) folgten, bis Neharde'a ganz aus dem Bereiche der Kulturgeschichte verschwand. ' (Fortsetzung folgt.) jfcur hebräischen Deklination auf Grund der neuesten Sprachforschung. (Foctsetzung.) Das Maskulinum tritt zwar jetzt ohne alle Geschlechtsbezeichnung auf; es ist aber wahrscheinlich, daß der Vokal u—), als der symbolische Vokal des Starken, Festen, Männlichen ursprünglich an dem Nomen dieses Gennö bezeichnet habe. Am treuesten und klarsten hat sich diese mask. Endung erhalten in den: Personatpronom Niil, das alte Affix immer nur -151 und eberi so noch im Jerem. 29, 23 (im Kthib) lautet. So im Arabischen in syrisch in. Es ist dieses Pronomen nichts anderes, als das demonstrative n, dessen deuktische Kraft wir in , N2N arab. bö, shr. Nf), riiusasper der Griechen, wie in urrserm: hier, hm, wie-, dcrfinden, mit eben diesem mask. Vokal verbunden. Indem nun die Pronomina mit zu den ältesten und urspr. Wortformen gehören, so kann man annehmen, daß eben dieses Pronomen von Außen durch Agglutination sich mit dem Nomen mask. verbunden habe, nur eben diese generelle Beziehung zu bezeichnen. Das Urthema hätte demnach z. B. von.^by gelautet: drum zusammengczogcn: Vgl. im Englischen be-eut, Üe-Zoat. Da jedoch das männliche Geschlecht prädcminirte und das Wort auch ohne äußere Unterscheidung als Maskul., als das nächste Geschlecht nämlich, genommen werden konnte, so ist es sehr wahrscheinlich, daß diese Endung, gariz wie der slul. einphat. der Syrer auf N“ zugleich dm Artikel vertreten habe. Erhalten hat sich dieser Vokal noch ganz deutlich überall da, wo er weniger der Abstumpfung ausgesetzt war. So in Nom. gemil., Nom. prop., wie überhaupt auch oft im Flusse zweier eng verbundener Wörter. So ny (eig. vr<) km 8t. oonsl. 1^, in N. k. h'Xüü'. neben; *) chald. u. syr.' vor Suffixen ") An diesem Beispilkle ersieht mau zugleich, wie -) sich zu