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Der Orient · 1847-04-09 · Heft 15 (9.4.1847) · p. Seite 114

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 15 (9.4.1847)
Date
1847-04-09
Page
Seite 114 (sequence 3)
Language
German
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- 114 — am heutigen Tage fasten müssen, in dem es von ihnen hinten nD2 Hr. E. Hai sich ein Patent auf 'diese theologische Entdeckung erbeten ihm auch , ertheilt wurde. Es dürfen nämlich innerhalb sechs Jahre mir die Abonnenten des ZW. fasten. — Ein andere Entdeckung des ZW. ist, daß man kein Fleisch essen dürfe, weil..Sauerstoff darin enthalten sei. Statt des Fleisches schlägt der ZW. sein Blatt vor, das eine Sättigkeit bis zum Ekel hervorrnft. krolmlum 68t. — Hiesige Schöngeister behauptend, Lola ' Monte; wäre eine Jüdin. So viel Opfer bringt der ZW. zur Ausbreitung des Judenthums! —- Zum Schlüsse noch eine wichtige Neuigkeit. Der Redakteur des ^Volksvertreters des Judenthums^ ist vom Kaiser der Chinesen zum ersten Mandarin erhoben worden. Der Redakteur lernt bereits chinesisch, und aus seinem Blatte sieht man, daß er recht niedlich chinesisch schreibt. So wird das Judenthum in China einen neuen Triumph feiern! * Oc st er reich. ' 29. März/ Als der fromme Patriarch Jakob nach vollerrdeten vierzehir milhevollen Jahren die etwas naive Frage stellte: „Wann werde ich doch eineinmal den Lohn meiner Mühe erhalten?^ da' fand alle Welt diese Anforderung billig, und die RechtSgelehrten selbe sogar de jure rechtskräftig. — Lieber Leser! Der Bau des umfangreichen Karlsbader Hospitals ist bereits vollendet, das große Asyl der leidenden Menschheit nun geöffnet, daö schöne Bethaus allen frommen GlaubenSbrüdern zur heiligen- Alldacht geweihet. -— Fanden sie aber, fragen wir alle diese biederll thatkrästigell mit hinaebender Ausopferuilg strebendeil Männer, durch deren mühevolles Wirken und Walten nun' diese segensreiche Heilanstalt ins Leben getreten, je von einer Seite eine lohnende Anerkeilnung? Eine Anerkennung,. die'sie zur fernem gemeinnützigen Unternehmungen anregen könnte? — ES scheint mir daher unerläßliche Pflicht, die Verdieilste dieser Männer, die in Wort und Thät gegen Borurtheit und Scheelsucht, gegen , ungegründeten Haß und liebloses Begegnen , nnermüdet ankämpsten, nach Gebühr zuwürdigen. Die oft' großartigen Lächerlichkeiten über religiöse Reformen unbRabbinett-Schwindelelen, sollten nicht so ganz und gar alle anderen Betrachtungen zurückdrängen. Sic werden mir daher erlauben Hr. Redakteur, wenn ich Sie 'bitte in: Interesse der Humanität, einige anerkennende Worte in ihrem beliebten Blatte Raum und Stelle gönnen zu wollen. Ohne daher die Verdienste eines jeden Einzelnen nach Gebühr würdigen zu können, was auch der Raum dieser Blätter nicht gestattet, bemerken wir, daß unser trefflicher, als Gelehrter, Beamter und mitfühlender Mensch wirklich hochzuachtender Hr, Amtsvorsteher Landa u, so. wie der vielseitig gelehrte und rühmlichst bekannte Hr. Oberrabbiuer Rapap ort den wahrhaft moralischen Grundstein durch ihr energisches Wirken zu dem segenvollen Bau legten. — Doch dürfen einer dankenden Nachwelt folgende achtenSwerthe. Namen als: Hr. Ernst W e h l i, Gottlieb W e h l i, Jakob T e w el es, Hr. Buchhändler Sch melk es- Hr. Löwen selb und Hr. Taußig nicht unbekannt bleiben. ‘ Noch bleibt zu bemerkerr, daß der als Schriftsteller rmd praktischer Brunnenarzt bekannte Hr. Dr. ineck. Ftek e l e s, die ärztliche Leitung als Ordinarius dieses Spitals unentgcldlich übernommen; so wie Hr. Wundarzt Glaub er, von dessen wohlmeinender Willenskraft wir recht viel Erfpießliches erwarten, die wnndärztliche und ökonomische Leitung des Hospitals, als wirklich zeitweilig angestellter Verwalter des Hauses übernom- Iheu. - A. Kmg, im Febr. (Verspätet.) Die drückende Last, die aus den Juden des böhmischen Landes durch außergewöhnliche Steuer lastete, ist, wie bereits bekannt, durch .die großherzige Aufhebung derselben von Seiten unseres geliebten Landesvaters gemildert, und es zeigen sich bereits merkliche Spuren der wohlthätigen Folgen dieses großartigen GnadcnäkteS. Die Juden Böhmens, die nun von einer Bürde befreiet sind, die sie fast niederdrückte, und keinen Aufschwung ihrer geistigen Fähigkeit zuließ, streben, nachdem sie sich freier bewegen, Intelligenz unter sich.zu verbreiten, und das in dieser Beziehung nachzuholen, was sie seit Jahrhunderten verabsäumten. So ist am 2. d. M. in Kollin unter dem Vorsitze des thätigen, gelehrten Rabbiners Daniel Frank, eine Versammlung von Räbbinen Böhmens abgehalten worden, die sich's zur Aufgabe gestellt, in dem Laude Böhmens folgende Vereine zu gründen: Einen Ack'erbau- und Handwerksverein für schwere Arbeit; .ein Schullehrer-Sennnar. Ebenso will diese Versammlung dahin wirken,, daß der Kultus geregelter und zeitgemäßer werde. Viele Juden -haben sich dem Unternehmen mit außerordentlichem Eifer bereits angeschlossen, und wir müssen die Miühewaltung der Herren Men d e t, M a r t i n o w i tz und Katz mit Anerkennung erwähnen. Das Nähere über dieses Unternehmen werde ich ut einem späteren Berichte mittheilen. D. G. Frankreich.. : Keipzig, 28. Marz. Ich fahre mit den Mitthcilnngen über, die Inden in,Frankreich ans Bloch's ,,Uuliverö" fort; ich beginne mit den kurzen Notizell. Baron von No t h schild hat an den Maire des sechsten Bezirks von Paris 2000 Karten zu - Br öden von zwei Kilogrammen an Gewicht für feine Bedürftigen gegeben.

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