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Der Orient · 1847-04-09 · Heft 15 (9.4.1847) · p. Seite 113

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 15 (9.4.1847)
Date
1847-04-09
Page
Seite 113 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken Achter ~ Das Abonnement aus 7^ ein Jahr ist 5 Lhlr. J Man abonnirt bei allen X lLbl. Postämtern und allen solid. Buchhand- A Lungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben »im Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich dcis Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. I J|(g A5» , Leipzig, de» 9. April A84V. '■ ^-■ - ■ H==r ==--z : ■■■ S=, y Inhalt. Deutschland. Häwburg. Rieß er im Vorstande. Dr. Frankfurter. Gefahren der Meziza. Berlin, f Das. Chamez des Judenthums. Die zwei lieben Freunde, der Volksvertreter und AW. — Oesterreich. Prag. Dank an die ft Männer, welche für die Anstalt in Karlsbad gewirkt. .Prag. Vereine. — Frankreich. L eipz i g.' Miscellen aus dem französischen Leben. —; Polen und R u ß l a n d. Pet ersb urg. Einseitiger Bericht über die rühmliche Thatigkeit der russ. Regierung für 7 die Juden. — Moldau und Wallach ei. Bericht aus G alatz. — Die Principien der Theolygen-Versammlung. Von Rabb. Deutsch. — Das biedere Weib. Von R. Pope. — LB. d. Or. E Deutschland. Xi Hamburg, 30. März. Dr. Rieß er ist in dm? Gemeinde-Vorstand gewählt worden. Dies ist wahr-- vl scheinlich für Hamburgs Gemeinde - Zustände ein Ereig-- 4 niß von Wichtigkeit, von dem man sich die trefflichsten "3 Folgen versprechen kann I Schon durch die Wahl hat )f der Fortschritt einen bedeutenden Sieg davon getragen. 7 — Man sagt hier allgemein, daß Dr. Frankfurter,;? Prediger am Tempel, sich zur Stelle eines Direktors in Seesen gemeldet habe, was aber um so weniger ' C glaublich erscheint, da Herr Dr. F: wohl Theolog, aber uichtPädagog ist, außerdem aber hier erst kürzlich durch Verbesserung seiner Stelle aufs Neue gefesselt wurde. 4 — Vor kurzem starb hier, in Folge der Beschneidung, ein Kind, wie denn früher hier sowohl als in Altona viele Kinder durch die Beschneidung , namentlich durch 7 die damit in Verbindung stehende Meziza, Gesundheit, } ( sogar das Leben verloren haben. Nichtsdestoweniger ist . Z von Seiten der Gemeinde-Verwaltung bisher nichts ge- M schehen, eine bestimmte Ueberwachung und Ordnung an A dieser Beziehung einzusuhren und es herrscht vor wie äg nach die größte Willkür. So geschah es vor einigen N ^agen, daß ein hiesiger Familienvater die Beschneiduug Ö an ftinem eigenen Kinde vornahm, ohne durch irgend!§ etwas nachgewiesen zu Haben , daß er die Befähigung §| dazu besitze. Wenn man bedenkt, wie leicht ein Unheil |! aus solcher Willkür entstehen kann, muß man sehr wünschen, daß der Gemeindevorstand sich endlich einmal um diese Sache ein wenig kümmerte! M— Berlin, 31. März. Aus dem Datum meines Schreibens werden Sie leicht schließen können, ohne den Scharfsinn des ZW. zu besitzen, daß ich mt noö my schreibe, und da Sie wissen, daß ich so fromm wie der ,,Israelit" bin, so werden Sie begreifen, daß ich tndn Zuschauer-Amt des Vormittags ausübe. Es wird mir daher noch erlaubt sein, über Sauerteig und der jüdischen Zustände zu referiren. Dr. I. traute sich selbst, weil ihm von Andern nie getraut wurde. Seitdem die große Gemeinde zu Köslin das Selbstvertrauen ihres Seelenhirten kennt, haben alle neun Mitglieder beschlossen , sich in Zukunft selbst zu trauen und ihrem Rabbiner somit gar die-Sporteln zu entziehen. Nun aber ist ohne den Dr. I. kein jyö, d. h. die 'Gemeinde zählt nichts. Man wird daher genothigt' sein, 'die Braut zu Hilfe zu nehmen, was nach George Sand und der NV. erlaubt ist.' — Biele Gemeinden behaupten ihre Prediger als und haben daher, in ihrem geängstigten Gewissen an den ZW. die Frage gestellt, ob sie ihre Prediger an Pesach sehen dürfen. Der ZW. schlägt den Traktat Pesachim nach und findet,, daß man hw ym sehen dürfe. — Die Genossenschaft — NnDn yn — hat beschlossen, das Fasten der Erstgebornen am Rnst-Tage abzuschaffen, weil die erstgebornenJuden schon genug geschlagen sind. Hingegen hat der ZW. die Entdeckung gemacht, daß alle Juden 15

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