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Der Orient · 1847-03-19 · 12 (19.3.1847) · p. Spalte 185-186

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
12 (19.3.1847)
Date
1847-03-19
Page
Spalte 185-186 (sequence 5)
Language
German
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185 schen, daß auch die einfache Erklärung/ neben der mystischen gegeberi würde. ' 4) Beim Examen aus der Mi sch n a hat Examinandus, arider dem allgemeinen Inhalte, Zahl und Eintheilung der Ordnungen, Traktate und Abschnitte- Nichts aus dem Gedächtnisse zu beantworten. Diejenigen Stellen, welche-ihm zu erklären gegeben werden, liest er im Buche und tragt fte nach dem Kommentarium des Bertinoro vor. . 5) Beim Examen aus der Gein ar.a hat Examinandus den Text nach Raschi vorzutragen und zü'erklärrn, und zwar aus dem Buche; ALebenfragen und Ein würfe können wohl gemacht werden, deren unbefriedigende Beantwortung aber, kann bei Erthei.tniig der Zeugnisse nicht hinderlich sein. — '6) Beim. Examen aus dem S ch u. l ch a n - A ru ch pvflj hat Examinandus aus dem Buche die ihm angewiesenen Stellen vorzutragLN,'wobei das Kommentarium Rabbi Mose Jsserlesmirgerechnet werden muß. ' 7) Beim Examen aus dem Gebetbuche, wie aus der Grammatik, hat Examinandus das zu Leisten, was in dem von ihm gezogenem Billet verlangt wird. 8) Alles, wos Examinandus aus dem Gedächtnisse, oder aus dem Buche auszulegen und zu erklären hat, muß von ihm entweder in deutscher oder russischer Sprache ge- ' schehen. — . ' ILothwenbige Hinz«fügungen zu dem im Kalender und Jahrbuche für Israeliten auf das Jahr 1847 befindlichen Aufsatze ,,Die Schicksale und Bestrebungen dcr Juden Ln Ungarn, seit dem elften Jahrhundert bis auf unsere Zeit.. Bon Leopold L ö w, Obtrrabbiner, zu „Großkanischa" ■ von M» Zipfer, -Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Schluß.) Zum Schluffe dieser Abhandlung mögen noch einige, wenn auch nicht ganz vollständige. Notizen über die Lebensverhältmsse des so oft citirten $yV DT)D folgen. Derselbe war ein Pole, aus Lithauen gebürtig. Der Ort wie auch die Jahreszahl seiner Geburt sind mir unbekannt, da mir gerade das erste seiner hevausgegebenen Werke nh nrpND O'D 'n, worin sich Solches vielleicht ermitteln^ließe, abgeht. Er kam nach Eisenstadt nach dem Jahre 1710, fungirte daselbst als Rabbiner länger als dreißig Jahre und verließ das Zeitliche d. 27. Siwan 1744 (-onon pD nonprp nah Auf dem Titelblatt des by t£Hn "NN heißt es unter JCnfcerm : bw VDN ]0 Cino )Wjh 133 D“)!"1D jrjD 'fiDK/ ^2. Er selbst nmnt sich einen Neffen des (•jVn nn mu : .ivipir p"n i?j> rint/k dinb),.. 186 da er sich abernirgends Kohen unterschreibt, so muß diese Verwandtschaft mütterlicher Seits gewesen sein. Eisenstadt, das zu dieser Zeit berühmt an Talmud-Gklehr.tcn gewesen , wie auch der Umstand, daß R. Meir daselbst stets von Schülern umgeben war, trug sehr viel zur Entwickelung seiner talmüdischen Gelehrsamkeit bei, 'worin er als Haupt und. Autorität vvn seinen Zeitgenossen betrachtet wurde. Er wurde von allen Seiten, -aus der Türkei,' Italien und Deutschland mit Arifragen angegangen, die er auch zur Befriedigung größtentheils löste. -Er muß sich aber schon'in seinen frühesten Jahren und bevor er noch nach'Eisenstadt kam, hierin eine Berühmtheit erworben haben, indem der Verfasser des W Din 'n — den er auch persönlich in Worms kennen lernte -oncn ]lMi1 t>3N : 'l niN 3"'' 'n 1N3 11331 litt Ni'D~i'7i ppD inrnn nw rrn-pwn djj jj"tt Itti — ihm dieses Werk gleich nach seinem Erscheinen im Jahre ^vN zur Begutachtung übergab (rp)En. I ID '’D 3h:vr“N D11Q nt mm : ndd t>btt 'i dp iw mn 'n mnoiD ->'tt' mn ipw nso runon 'nn3 D’tyin "ei'wds *)1d iyi L/ttiv i^jj rry DDw 13DD ’ntt’pDi). Ä. Meir gab folgende Werke heraus: b]} n"n dp NH Nll'ttv O'33 by nn djj dn L'tt p-.,ic , (172£>) p'P by W'n : dtoj nsrai [wvp by ,-fn djj j"n eins : (1733) pap (1738). Diese Werke gab er selbst .bei seinem Leben m Sulzbach heraus. Nach, seinem Tode, hinterließ er noch folgende Manuskripte: rin : i"p iia by im : i’n rni'ttQ dpd mim by litt nuro : nmro by. Diese lagen zwanzig Jahre bei seinem Sohne in Biale,. einer Stadt in Lithauen. Im Jahre 1664 wurde diese Stadt von "Feinden geplündert, wobei auch genannte Manuskripte nicht verschont blieben, “ffl DD ging völlig verloren, von dem Kommentar auf "iss' und NNMD wurden blos Bruchstücke aufgesunden, die auch sein Sohn unter dem Titel nan "M im Jahre 1667 herausgab. Hingegen hat sich minn by N"a gänzlich erhalten, welches wieder sein Enkel, R. Elieser Kalir , Rabbiner zu Rechnitz im selben Jahre zum Druck beförderte ("iDDvn pD nDlpna rwn ->TN). Während seines Aufenthalts zu Eisenstadt machte R. Meir häufige , Ausflüge nach seiner Heimath (mmb anDH "1"a : .IT';DD d'n w tt DIHD nap' ’im^ii^pMpnD nsn noibi nHn 'ä.dp nvn rm fpb nbVii bw nS "zwn DipD 'nnm rrat> onb n^'-iDD *nmp : aa ''d in btn dihd - &un ■ nj'iD fn-.- nSmip rwa). Wahrscheinlich machte er diese Reisen in Angelegenheit seiner Werke, die er alle in Polen herausgab. Im Jahre 1723 mußte er sich aber aus Folge , der Denunciationen, die man gegen ihn in Eisenstadt eingebracht, nach. Polen flüchten "iK NUNa am nyb n» 7nara mm mn : Cot *) In dieser Stelle theilt uns R Meir zugleich das tragische Ende des R. Jehuda Aschkenaft', .Verfassers des aa'.n n^ra mitder auf seiner Reise nach Jerusalem an einem Sabbat mit seiner ganzen Familie in der Herberge verbrannt Studien. Geschichte der Juden in Ungarn.

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