Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 12 (19.3.1847)
- Date
- 1847-03-19
- Page
- Spalte 183-184 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Kritiken. Schulliteratür. '184 Sidra im Jahre 219, unb. Samuel übernahm, nachdem Rab 183 Mtorat's Schel.a's wirkte und^ lehrte noch daselbst: 1) A b b a ha - K oh e n, der.Baker' Kqrnuel'ß.-^-Die'' sein' Sohn-Aamuel war guch er in früherer Zeit nach Palästina gewandert?73, um UÄitcr Jehuda Ha-Nasi das Studium der Traditionen zu betreiben' und' er schickte noch Rechts- Anfragen an ihn von 'Neharde'a aus, nachdem er heiwgekehrt warwie er auch mit dem Exilarchen Ab H üna, der noch bei Lebzeiten Jehuda ha-Nasi's gestorben, in gelehrter Verbindung gestanden^^ Mit' seinem Freunde Lewi besuchte er nur die Synagoge in Schasjatib, wo er seine Andacht Verrichtete^, wie. er überhaupt als sehr rechtlich gepriesen wird^77 und Rab und Samuel betrachteten ihn als ihren Lehrer 27\ — 2) Mar 7Ukba, auch Ukban Ha-Babli genannt, der Exilarch nach dem Lode A b Hü na'sDamals waren die Exilarchen noch Lehrer der Traditionen, man richtete Anfragen an sie, welche sie nach den Überlieferungen, welche sie von ihren Lehrern erhalten, beantworteten, und sie schämten sich nicht, ihren eigenen in der Stellung unter ihnen -stehenden Chachamim sich rinterzuordnen. Sich als Schüler Abbaus betrachtend, räumte er gern sogar seinem Sohne Samuel, wenn es das- Studium anlangte, den 'Vorrang ein und erwies ihm alle Ehre^°. Und dennoch) waren seine Ueberlieserungen so bedeuten^ daß eine große Anzahl Lehrer sich (Heils an ihn wandten, (Heils in seinem«Namen Tradit'ionslchren mittheiltm?81. Apßer diesen waren noch berühmte Lehrer daselbst R. A b i n (Rabm) b. Kahana, R. Mattana und R. Lewi, welche zusammen mit den vorigen eine Sippe zur Ausbildung der Lratitlonalen .Studien bildeten. R. Schela starb als Resch versank in den sumpfigen See S am kr (im Gebiete Nehar- ' de^a's), wurde nicht wieder sichtbar und R» Schela gestattete die Wiederverheirathung seiner Frau. Rab war über diesen. Entscheid so. aufgebracht, daß er Schela sofort in Bann Lhun wollte, und nur auf das Zureden Samuels, ihn zuerst über den Grund seiner Entscheidung zu befragen, hat er sich wirklich überzeugt, daß er in Uebereilung Unrecht gethan hgtte. — - 273) Tos. Kidd. 73»; Halachot Gedolot H.Gittin. In Palästina-wurde er Abba bar Wa (Wa für Abba) genannt (j. Jebam. 6 L vgl. Nidda 49 a), jedoch auch Abba h. Abba (j. Pesachim 32 a). —^ 274) Jebam. 115 b; Pesachim 103 a«. — 275) Me*ila 9 a. — 276) 'Aboda Sara 43 dz Rosch ha-Scharm 24 b. — - 277) Baba Mezta 24 b; Berachot 16 d. — 278) Ketubot 51 b; 'Erubin 10 a; Sukka 7 a; Nedarim 82 a; Mcnachot 39 b. — 279) Raschi bezeichnet ihn bald als Präsidenten des Gerichtshofes (Ab Bet Din), der damals in Kasri warbald als Na si cKidd. 44 b; Sabbat 108 b; Mo'ed Karan lo b), richtiger aber nennt ihn Tosafot schon den Exilarchen (Sänhedrm o. 3 Ende), er präsidirte aber auch am Gerichtshöfe zu Kasri (Sabb. 55 ec). — ' 280) Mo'ed Katan 1. e. Raschi. 281) . Unter diesen zählt man: 1) Ofchaja; 2) Acha b. Zosesz.3) Sera; 4) Satkai; 5) Läbiz 6) Josua b. Lewi; 7) Josef b. Abba; 8) Jirmijaz 9) Litt b. M.Lniz 10) Märi b. Mar re. jn Sora eine Hochschule begründet, das Rektorat. (Fortsetzung folgt.) '. Schülliteratur . - oder ' neueste Schriften für die israelitische ' ■ ' Schule. 3)' cniö^ bnpj>V. •m* “imbn nrrcn "®d D’ipDi 'iVittv, not^m rüwsafr nrnob vnin'N •; .ysVvin 'nni’iy cyrrn^n -pps .*)bn ’s nopnn.",npy n’3 did-id,.jod-uoid n-pan % SYPpn^ ober: Programm zum Lehrereramen in .den hebräischen Unlerrichtsgegenständen für die jüdischen Lehrer erster und zweiter Klaffe, von Seiner Excellenz, dem Herrn Minister der Volksaufkla'rung bestätigt, den 20. Juni 1846. In hebräischer und deutscher Sprache abgesaßt. St. Petersburg, gedruckt bei der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, 1846. gr. 6. 78 Seiten. Preis 15 Kop. Silber. Zu beziehm durch die jüdischen Buchdruckereien zu Wilna und Schitomir. Dieses Programm enthält eine specisicirte Norm für die Prüfung der sogenannten Melamdim, und zwar m nachstehenden Hauptpunkten: . 1) Die jüdischen Lehrer erst er Klasse muffen folgende Lehrgegenstände verstehm: ü) hebräisch Lesen, mit und ohne Vokalzeichen, und Schreiben; b) die hebräischen Gebete; e) die ersten zwei Bücher Mosis; Z) von der M i sch,»a'r Trakt. Sabbat. 2) Bon den Lehrern zwei ter Klasse sind folgendeKenntnisse erforderlich : a) Einige Kenntniß der hebr. Grammatik; b) aus der Bibel: die fünf Bücher Mosis, die Bücher Josua, Richter, Samuel, Könige, Jesajas und Jeremias; die Psalmen, Sprüche Salomonis und Esther; e) aus der Mischna: Tr. Berachot, Seder Moed, Seder Nesikin und Seder Kodoschim z. ä) aus der G a m.a r a: die Ttaktate Beza, Sukka, Pesachim .und- Schabbat; e) aus dem SchuLchan Aruch (Kodex der Ritualien) den erstem Lheil (o^n miN) §♦ 5, 8, 9, 17, 19, 24, 46 bis 127, 153 bis 190, 202 bis 216, 242 bis 345. — 3) Beim Examen m der Bibel hat Examinandus vorher aus dem Gedächtniffe, n<lch dem Billette, welches er gezogen und in der Hand behält, Punkt für Punkt, in allgemeinen Zügen historisch darzustellen; nachher aber wird ihm die hebr. Bibel zur Hand gegeben, worin er die dezeichneten Verse zu erklären hat, und zwar blos nach Raschi; doch ist zu wün-