Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 10 (5.3.1847)
- Date
- 1847-03-05
- Page
- Spalte 151-152 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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151 Studien. ^Hebräische Dichter im Büche ,,ha-Rikrna". 152 Verf. aber wird mit Beibeh-ltnng der mafpretischen Pnnktation (unverbesserliche Frevler, im Gegensatz zu lose Sünder) die Stelle richtig dahin erklärt, daß die Tochter des R. Me'ir den Grundsatz geltend machen wollte, daß . es nur dem Allwissenden anheim, gestellt bleiben müsse, welcher Sünder verbesserlich oder unverbesserlich, sei , daher der kurzsichtige Mensch, dem diese Beurtheilung durchaus unmöglich ist, niemals um die Dernichrung der Sünder Ü b erhaupt, sondern nur solcher Gott anflehen dürfe, von deren Ueberzeugung hätte. . 2, 3, 4. ' welches einige Kritiker Unverbefferlichkeit jener die evidenteste 2) Ibid. S, 20. Col. Das Teträgrammaton betreffend,, als ein. Ueberkommniß von den Mysterien der egyptischen Isis geltend machen , welche bei den Egyptern den Namen Ioh führte, so wird hier das Abgeschmackte dieser Behauptung in seiner ganzen Blöße gezeigt und nachgewüsen, daß eine b'lose Aehnlichkeit der Laute jene Kritiker zur Aufstellung einer so grundlosen' Behauptung verleitet habe. Um eine solche Behauptung auch nur wahrscheinlich zu machen, müssen nothwendig die Bedeutungen der beiden Namen Ioh und Jehova in Erwägung gezdgen werden und hier stelle sich eine himmelweit entkernte Verschiedenheit heraus, indem Jener rm Egyptischen 'den M o n d, im Hebräischen aber bedeute dieser das ewige, göttliche Wesen , abgesehen davon, daß das, was die egyptischen Priester so sorgfältig zu verheimlichen suchten, von Moses ohne Rückhalt der Oeffentlichkeit hingegeben wurde. Mbrigens habe Pharao selbst seine Unkenntniß dieses erhabebenen Namens ausdrücklich erklärt (Ex. 5, 2), es konnte «also dieser Name unmöglich egyptischen Ursprungs gewesen sein und eben so wenig zur Bezeichnung des höchsten Wesens den Egyptern gedient haben; daß derselbe aber auch den asiatischen heidnischen Völkern unbekannt war zeigt das Gespräch' zwischen Malchizedek, König von Salem und dem Patriarchen Abraham (Gen. 14, 19--22), welcher Erftere ausrief: gesegnet sei Abraham vom allerhöchsten Gotte , dem Schöpfer des Himmels und der Erde! Abraham erwiedecte: ich hebe meine Hand empor zu Jehova rc.; so heiße es auch ausdrücklich erst vom Abraham:, er lehrte im Namen des Jehova, weil ihm zuerst die Wichtigkeit diesesheiligen Namens durch höhere Eingebung eröffnet worden, wie wohl mit ziemlicher Gewißheit angenommen werden könne, daß selbst der Patriarch diesen Namen nicht buchstäblich ausgesprochen habe', wie dies noch heute von seinen spätesten Nachkommen vermieden wird. Hier wird nochdie scharfsinnige Bemerkung hinzugefügt, daß diese heilige Scheu vor Aussprachedieses Namens ohne Zweifel den Grund abgegeben habe, daß gegen den Gebrauch auch der hebräischen Sprache^ gleich andern Sprachen, durch Zusammensetzungen mit göttlichen Namen, Personennamen zu bilden, wie Jedidja, Jsmael, Pedahzur, Zurischaddai, Jedidja u. dgl., der.Name Jehova nirgends zu dergleichen Wortbildungen angewendet werde. (Fortsetzung folgt») > lieber einige Stellen ans hebräische« Dichtern, welche von Jona den G annLch in seinem nvpin °>dd mitgetheilt werden. Eine litcrntmhistorische Notiz . ' ' ' ■ von ■ ■ . ■ ' ' _ Leopold Dukes^ d. Z. in Paris. Jona ben G"a nnach, hat uns in seinem “1DD Dbp'-in verschiedene Stellen aus hebräischen Dichtem aufbewahrt, welche er gelegentlich anführt, entweder um sie zu berichtigen oder aus andern Gründen. Diese Sitte, spätere Dichter anzusnhren , finden ivir bei dm meisten jüdischen, sowohl spanisch-maurischen als französischen ' Schriftstellern, so bei I e h n d a C h a j u g *), Jehuda Leu B alam?), Raschi^), Abraham Jbn Esra^), Salomo Parchows, -DavidKLmchi* 2 3 4 * 6 * 8 9), Isaak ha-LewL^), Ab rah am Bed arschib), Josef ben CH aj'im^) .\v a. m. Die meisten Stellenwelche Jona ben G"ann a ch anführt, sind anonym und es dürfte jetzt schwer sein, die Namen dieser Dichter nachzuweisen. Daß die Namen derselben nicht genannt sind, ist für die Litera-, turgrschichte sehr bedauerlich. Manche dieser Stellen sind, da wir ihrer, Zusammenhang mit dem Vor- und Nachfolgenden nicht kennen, für uns etwas schwer verständlich. /Aber ihr .Nutzen für « die Literaturgeschichte überhaupt, ist außer allem Zweifel, welches genauer auseinander zusetzen, wir Uns für cmc andere Gelegenheit aufsparen müssen, und so lassen wir hier diese Stellen, mit einigen Bemerkungen begleitet, folgen/ S. 15 a. wir ninyn pppp [inj/) ■nnwn. pru -npr "idnv . 1) Vergl. unsere Ausgabe von drssen S. 1 und 2. 2) Vergrl. die Proben aus seinen Werken, welche wie jüngst in diesen Blattern mitgetheilt Haben. . 3) Vergk. Z ü n z Biographie desselben. - 4) In verschiedenen Werken'desselben und in seinen Kommentarien. ö) In dessen Lexikon Art. in. y3L3. ^p. Vergl. auch unsere Recension dieses Werkes im LB. des Orients 1Ü44 S. 517. Note 23. 25. 6) Siehe dessen Lexikon Art Unser Moses ben E s r a S. 8 Note 3. S. 11. Note in der Mitte. - 7) Vergl. unsere in diesen Blättern jüngst mitgetheittm Proben aus dessen pvp^ 8) In dessen welches sich auf der Leydner Bibliothet befindet, und woraus wir in unfern literaturhistorischen Mitteilungen einige Proben mitgetheilt haben. 9) In dessen Werke welches sich auf der Münchner und Pariser Bibliothek befindet, woraus wir nächstens einige Proben nnttheilen werden.