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Der Orient · 1847-03-05 · Heft 10 (5.3.1847) · p. Seite 76

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 10 (5.3.1847)
Date
1847-03-05
Page
Seite 76 (sequence 7)
Language
German
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76 zu tverden : Schweizer .in Kronheim, Dessauer in Bayersdorf, Cunreuter in Suggenheim, Schönbrunn in Fürth, Heiligenbrunn in Wilhermsdorf. Die Rabbiner haben einen Gehalt in Minimo von 400 ss., die Elemcntarlehrer von 300 und die Religionslchrer von 150 fl. — IY. Oberfranken. Oberfranken zerfällt in 6 Rabbinate, nämlich Baireuth (Rabb. Dr. I. Aub); 2) Bamberg (Rabb. Rosenfeld); 3) Redwitz (Rabb. Gutmann); 4) Burgkunstadt (Rabb. Traub, früher Dr. Stein); 5) Bnrgebrach (Rabb. Kunreuthcr); 6) Hagenbach (Rabb. Seligmann). Ein bisher bestandenes Rabbinat zu Adelsdorf hat sich durch den Tod des Rabb. Stein aufgelöst. In 18 . Distriktspolizeibezirken und zwar in 60 Ortschaften wohnen 152? israel. Familien innerhalb der Durch das Edikt von 10. Juni 1813 bestimmten Normalzahl, und 195 Familien über dieselbe. Diese Ortschaften heißen: Baireuth, Bamberg, Buttenheim, Gunzendorf, Hirschaid, Bischberg , Frensdorf, Colmsdorf, Walsdorf, Bisberg, Saßenfahrt, Trabelsdorf, Trunstadt, Vicreth, Burgebrach, Aschbach, Grasmausdorf, Reichmausdorf, Hagenbach, Heiligenstadt, Pratzfeld, Wannbach, Dormitz, Egloffstein, Ermreuth, Büchenbach, Kairinidach, Weißendorf, Adelsdorf, Lonnerstadt, Mühlhausen, Vestenbergsgerenth, Aussees, Kronach, Friesen, Küps, Oberlangenstadt, Lichtensels, Horb, Mistelfeld, Redwitz, Seubelsdors, Mitwitz, Tügersfeld, Saßlitz, Dam'melsdorf, Zeckendorf, Autenhausen, Vorchheim, Hallerndorf, Kunreuth, Wailersbach, Wiesenthau, Altenkunstadt, Burgkunstadt, Ebneth, Dossotshosen, Maineck, Theisau und Weiduitz. Diese Orte haben 29 ' vereinigte Schulen, 22 Religionsschulen, und 9 Gemeinden haben gar keine Schule. Auch keine Synagoge haben 6 Orte und sind sie deshalb auf die Hausandacht beschränkt. Y. Unterfranken. Die 16,000 in diesem Kreise wohnenden Juden bilden sechs Rabbinate, nämlich: 1) Würzburg (Rabb. Bamberger); 2) Burgpreppach (Rabb. Dr. Adler); 3) Niederwerrn (Rabb. Lcbrecht); 4) Kissingen (Rabb. Dr. Ädler); 5) Aschaffenburg (Rabb. Adler); Mt. Stattheim (Rabb. Theilheimer). Man ersieht hieraus, daß dieser Kreis selbst Oesterreich voraus ist, er hat einen dreifachen Adler.—Die größeren Gemeinden haben vereinigte Schulen, welche von der kön. Regierung besetzt werden. Nur'den kleinern Gemeinden, welche bloße Religionsschulen besitzen, steht das Präsentationsrecht darauf zn. * YI. Schwabe rr und Neu bü rg zählt chm6000 Juden, welche ihre Rabbinate an folgenden Orten haben, nämlich zu: 1) Kriegshaber (Rabb. Guggenheim); 2) Altenstadt (Rabb. Meier); 3)Hürben(Rabb. Schwarz); 4) Harburg (Rabb. Selz); 6) Fellheim (R. Seligsberg); 6) Oettingew (Rabb. Dr. Feuchtwanger, jedoch noch nicht bestätigt); 7) Wallerstein (vakant und durch Hrn. Rottenheimer verwest); 8) Bullenwiesen (Rabb. Sänger); 9) Binswangen (Rabb. Gnuzenhäuser) und 10) Jechenhansen (Rabb. Hochheimer , dem sein Sohn als Prediger adjunktirt ist). Vereinigte Schulen befinden sich zu Oettmgen, Hainsfarth, Osterberg rc. besondere Elementar-und Religionsschulen zu Hürben, Jchenhauscn, Fellheim und blose Religionsschulen in allen übrigen Gemeinden und haben hier die Religionslehrer einen bessern Gehalt als in den andern Kreisen.^ Ein großes Verdienst um das Schul- und Rabbinatswescn dieses Kreises-, dessen Werk es ist, hat sich des Regierungsrath Hr. Dr. von Ahorner in Augsburg erworben, der nicht müde wird diesem Fache seine besondere dankenswerthe Sorgfalt zu widmen. Die Rabbiner dieses Kreises, obwohl alle ediktmäßig geprüft, gehören mehr den stabilen Richtungen. Hr. Rabb. Seligsberg in Fellheim ist Verfasser mehr hebr. Werke, zn deren Absatz er alljährlich Reisen macht. VII. Die Pfalz. Die Pfalz zählt 15,000 Israeliten und ist wie politisch, in vier Gerichts bezirke so auch in vier Rabbinatssprengel getheilt und zwar das Rabbinat Dürkheim (Rabb. Merz); Landau (Rabb. Dr. Grüncbaum); Kaiserslautern (Rabb. Seligmaun) und Pirmasenz (Rabb. Oppenheim). Dort weiß man nichts von separaten Religionsschulen; die israel. Lehrer sind überall zugleich Elementarlehrer, aber auch Vorsänger, oft Schächter und manche sogar Todtengraber. Kleine Gemeinden, deren es dort sehr viele giebt, haben gar keine Religionsschule, daher schon von der Kceisversammlung i. I. 1836 die Errichtung von Central- Religionsschulen beantragt worden war. Die Lehrer beziehen, je nach der Größe die Gemeinden einen Gehalt von 200 bis 300 fl. und darüber. Viele erhalten Gehaltsbeiträge aus der allgemeinen Kommunal-Kaffe. Wo keine angestellten israel. Lehrer sind, besucht die jüdische Jugend die christliche Volksschule. — Dies als Beitrag zu einer Statistik über das Kirchen- und Schulwesen in Baiern. K. Franks. a. Nt. 23. Febr. Dem Rabbiner Stein ist es wieder einmal, wiewohl in unerfreulicher Weise gelungen, einige Tage lang von sich reden zu machen, und das ist stets für ihn ein Gewinn, wie wenig er auch deshalb von gesetzten uub vernünftigen Leuten beneidet wird. Er, der nie eitle Gelegenheit unbenutzt vorübergehen läßt, wo es einen Zank absetzen kann, und gereichte dieser auch noch so wenig zu seinen Ehren, er ergriff die Gelegenheit, wo eine streitende Partei seinen Gegner, Hrn. Isaak Trier, zum Schiedsrichter gewählt hatte, diesen in Person beeidigen zu wollen, obgleich es ihm doch frei stand, sich, wie sehr , oft geschieht, durch einen seiner Kollegen ersetzen zu. lassen. Und als es sich zeigte, wie Hr. T. durchaus nicht der Mann sei, dem gegenüber sich so leicht die Obrigkeit spielen läßt, siehe, da zeigte es sich auch', daß Hr. Stein, der bei solennen Anlässen nie ohne seinen Hoch-

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