Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 9 (26.2.1847)
- Date
- 1847-02-26
- Page
- Spalte 135-136 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890778--4869-3532984- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Manoah 1× ep/1005864
OCR text
135 @t«fetenv; ^@ef^tdbtel';&'et; rSfut)01'. ii^-:-^Äuikrcmb.; ■ ■ 136: zurückgeMssem, welche unter Rad A sch e -de». Kern der sora-r m'schen Hochschule abgaben; seine Leiche wurde, der spätem Sage nach,^° nach Palästina^ gebracht und zwischen Mal-, luach und "En Ginna beigesetzt.— 7. Das Jahr 374 ist ein höchst bedeutsamer Wendepunkt im Anbau der traditionalen Lehren; dieses Jahr scheidet Md trennt, durch das Auftreten Rad Asche's/-die naive Zeit, in welcher nach einem innerlichen Drange die Traditionen aus allen Enden zusammengehäuft und durch diskussive Verständigung, durch äußerliche Ansammlungen von Mittheilungen überlieferter Sätze, zu einer fast chaotischen Masse geworden, von der.mit Bewußtsein thätigen Zeit der Sichtung, Gestaltung, Ordnung und Abschließung. Von 32 v. Chr. bis 374 n. Ehr., nämlich in dem Zeitraum von 396 Jahren, dachte man nur an das Anhäufen und Weiterbilden, an das Ansammeln, Weiteraussprnnen und Vermehren der überlieferten oder vermittelst der gegebenen hermeneutischen Regeln aus den heiligen Schriften herausgewundenen Vorschriften und Ansichten, und die Masse der fast 400jährigen Thätigkeit mußte natürlich so unübersehbar werden, daß die Überhäufung und Ueberfülle des Stoffes sowohl, wie auch die auf ein Sichsammeln hindrängenden Zeirümstände, den Gedanken auf eine Abschließung führen mußten, vorzüglich aber auch dadurch, weil die Reinheit der Traditionen, durch die zeitlich und räumlich lange Wanderung, schon zu. trüben sich begannen. Und dieses Abschließen und Ordnen, da es vermöge des gewaltigen Stoffes nicht sa schnell bewältigt werden konnte, beginnt mit Rab A sch e. um 374, und. wurde erst um 498, dem Lohesjahre R. Abina's, zu-Ende geführt. An der Iranischen Hochschule wurde in den Letzten 155 Jahren (219-— 374) bedeutend am Ausbau des Talmuds gearbeitet, es sind dieselben Jahre, die wir in der Darstellung der Rektorenfolge Sora's in aller Kürze fkizzirt, aber hier war es auch, vor : 1). Abba Mar, sein Sohn; 2) Adda aus Saboka; 3) Adda b. Ähaba; 4) Awja, der Alte (jod); 5) Acha b. Jakob; 6) Amemar; 7) Bibe b. Abin; 8) Gorion; 9) Huna b. Manoach; 10) Huna b."Jka; 11) Huna b. Josua; 12) Huna Mar b. Nachman; 13) Chijja aus Wastina; 14) Chama aus Neharde"a; 15) Chama b. Josef; 16) Jehuda b. Maremar; 17) Josef b. Silla Chasida; 18) Josef b. Raba; 19) Josef b. Schemaja; 20) Josef L. Samuel; 21) Josef Schida; 22) Isaak; 23) Jemar b. Schelemja; 24) Mefcharschija; 25) Nechemja b. Josef; 26) Nechemja b. Josua; 27) Nachman b. Isaak; 28) Papa b. Abba; 29) Papi; 30) Rab b. Natan; 31) Rab b. Schabba; 32) Rab b. Scharebja; 33) Rabba aus Paschronja; 34) Raba b. Samuel; 35) Radln, der Alte; 36) Samma b. Jede; 37) Ssime. b. Asche; 38) Ssime b. Josef; 39) Ssime b. Adda; 40) Ssime b. Abba; 41) Ssime b. Sixi; 42) Ssime b. Jda Mar; 43) Samuel' b. Acha; 44) Samuel b. Jose;- 45) Samuel b. Ssime; 46) Samuel b. Abbaz 47) Samuel b. Jde; 48) Schemen; 49) Schescht b. Jde. — 266) Siehe Gelilot Erez Israel. Dahin sollen auch Josef Sage-Nohor oder Sinai und Josef h Chama gebracht worden sein. — wo in den darauf folgenden 124 Jahren (374—-4S8) alle Thätigkeit sich dem Abschließen zuwendete. Bevor wir jedoch die 124 Jahre des Abschließ'ens und Ordnens näher vorführen, wollen wir vorerst die Lhätigkeit derübrigen Ho chschulen, für den bereits durchgenommenen Zeitabschnitt , nämlich dev Hochschulen zu Ne har d e"a und P um -Bad it a,. und zwar wie bei Sora durch Vorführung der Rektoren, in .aller Kürze vornehmen. (Fortsetzung folgt.) Geschichte ' ’ der ■, . Zuden in Kurland und ...Zustand derselben in der kurlaudischen Gouvernements-Stadt Mi tau. Mitgetheilt von R. F. Wunderbar. sFortsetzung.) Ferner verordnen und befehlen Wir auch hiermit, insbesondere alles Ernstes, daß nach verflossenen sechs Wochen adato publicaticmis dieses Patents in Unserer Residenzstadt Mtau, sowohl abseiten Unseres Stadtgerichts auf den Stadtgründen die genaueste Nachsuchurig geschehen soll, ob noch welche Juden sich hier aufhatten, und sollen dann diejenigen, welche dieser Unserer ergangenen Verordnung zuwider dem ungeachtet sich hier wohnhaft aufhatten, es sei in ihren Quartieren, oder allenthalben, wo sie aus den Straßen oder sonsten angetroffen würden, gegriffen, zur Staupe geschlagen, und der Stadt verwiesen werden; zugleich-wollen Wir, daß diejenigen, welche selbigen Juden den Aufenthalt verliehen, fiskalisch ausgeladen und ungesäumt gesetzmäßig abgestraft werden; diejenigen aber, die bereits vorhin wegen Haltung der Juden ausgeladen gewesen/und sich dennoch aufs Neue solche zu dulden und aufzunehmen gelüsten lassen, wegen solchen Frevel noch a part exemplarisch bestraft werden sollen. Damit auch der vielfältige Prätext der Juden, als ob sie Reisende und Fremde sind, gänzlich wegfalle, so verordnen und befehlen Wir. hiermit, daß die fremden auch mit Polnischen und Litthauischen Landesprodukten nach Mitau Handelnden Juden, wenn sie dieses ihres erlaubten Handels wegen nach Mitau kommen sollten, sich soglkich bei dem Bürgermeister zu melden und von selbigem einen Freizettel auf ein oder ein Paar Tage nach -Beschaffenheit ihrer Geschäfte, auszunehmm schuldig sein sollen, wofür diejenigen, die nicht aus fremden Orten in herrschaftlichen Verrichtungen mit Pässen anhero kommen, jedesmal einen Sechser erlegen sollen; wir Wir dann auch ferner wollen, daß vor - dergleichen Fremden