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Der Orient · 1847-01-29 · 5 (29.1.1847) · p. Spalte 69-70

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
5 (29.1.1847)
Date
1847-01-29
Page
Spalte 69-70 (sequence 3)
Language
German
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70 69 Studien. Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien von I. Fürst. er-mit Samuel km Streite 134). Die Ermunterungs-Eulogie füc baö Gesetzstudium 13S) t deren er sich gewöhnlich vor seinen Vortragen bediente136), rvurde nach ihm imRitualaufgenommen, und Mar Jochanan hatte sie nachher mit zwei * Stücken vermehrt ^3 '). Das Frühgebet mit einleitender und schließender Segensformel, worin für das glückliche. Erwachen gedankt, für den Schutz vor Sünde, Bersuchung u. s. rv. gebetet wird, ist ohne Zweifel auch von ihm, wenn auch kein bestimmtes Zeugniß dafür da ist*33), und manche Einschaltungen in dem Achtzehngebet für gewisse Zeiten sind von ihm ausgegangen 1 *.*■)♦ — 3urDetlen evt)Cettcn auch seine außerordentlichen Gebete, wie z.. B. das Fastengebet re. "°), durch ihn eine Stellung im Achtzehngebet angewiesen "'). . Die im Gebetbuche sich findende Dankformel nach Errettung ans einer Gefahr (Birkat Ha-Gomel) stammt von ihm, wie mannigfach darüber auch berichtet wirb342)* in dem Tischgebete Mirkat Hä-Mason) hat er für Sabbat,. Neumond und Feiertage eigene und besondere Formulare einzuschalten angeordnet "3) wie er überhaupt auch die.außersynagogale Andacht bereicherte» Nach dem Bekenntniß (Schema") in der Abend-Andacht hat er den schonen und gut geschriebenen Hymnus „Wahrheit und Glauben (Emet we-Emüna)", wie in der Frühandacht den r Wahr und fest (Emet we-Jazzib)" angeordnet "4), und daran hat er ebenfalls ein kurzes Gebet gereihet 145). Nach der sabbarlichen pflichtmäßigen Abend-Lefilla führte er das Recitiren des kleinen vom Sabbat handelnden Abschnittes (wa-Jechullu) aus der Genesis (Kap. 1) ein 146), wie er auch das aus den sieben Eulogiender Sabbat-Tesilla alsAuszugredigirte, das sabbatliche Abendgebet Magen A bot, verfaßt und Angeführt "'). Sein aus einer Haggada (Baba Batra 75), wie schon Landshut h 1. 1. S. 7 nachweist. Zwar hat I. B. Löw iso hn in Bet ha-§)zar S. 248 nachzuweisen gesucht, daß schon Zonatan (zu Ez. 28,.1L—15), davon gewußt haben müsse, jedoch ist es kaum zu bezweifeln, daß die förmliche Anordnung nur Rad angehört. — 134) Berachot!. e° — ' 135) min nnm pioy1?. — 136) Berachot 11 d. — . 137) Diese zwei Stücke sind mym und uu im. „ICBW.. Berach. 1. c. — . - 138) Dieses istTOMN mit dem darauf folgenden ptn 17*1. Berach, 60 b. vergl. Sanh. 107. — 139) Berach» 13 b. Die Formeln sind und t£/npn ^dd. —. - , 140) rruyn rfen , pm omp u. s. w. —^ 141) Taanir 13 b, Sota 8. ^.Vergl. j. Berach. c. 1. b. 7./— 142) Berach. 54 b, Mechilta Bo p. 17. S. Mekor. Beracha 1. c. S. 158. — 143) Berach. 44. 49. — 144) ibid. 12. — 145) ibid. 14. Berg!. Tosafot zu 12. Ans. Emet we- Emüna. — . 146) Sabbat 119. Tosafot zu Pesachim 106 Ans. Sochrehu. - 147) Sabbat 24z j. Pesachim c. 10 b. 2. Es ist als individuelles nachträgliches Gebet nach den täglichen Pflkchtgebeten*43) wurde, nach einer Einschiebung von 7 Wörtern, für den'Sabbat, in welchem der Neumond angekündet wird, eingerichtet , was sogar schon in alten Ausgaben angrmerkt war34^). Die viergethrüte Zugabe, eingeschaltet in der dritten Eulogie der Neujahrs-Tesilla 1$0)f in Form und Inhalt den schönsten Hymnen des Alterthums sich anreihend, ist unbezweifelt ebenfalls von unserem großen Lehrer Rad, wenn er auch ältere Formularebenntzt haben und der Hymnus 152), für den Scheidungsgruß der Sabbat-Feier ^Habdala), den er redigirt, führte sogar den lieblichen Namen Margenita bebe Rab (die Perle der Rab'schen Schule) Eben so hat er das große Gebet für Musaf, das ,,Und um unsrer Sünden willen" beginnt^4) und in der Tefilla eingeschaltet erscheint, unter dem Namen, Preisgesang (Killus) redigirt, wozu er wahrscheinlich ältere und kürzere Formulare benutzt haben mochte'"). Von einer Te Et'a ta b e Bt ab 1S6), nämlich einer ganzen Gruppe von Gebeten für die Neuj-ahrs- Tefilla des Musafls/), erzählen uns bereits die ältesten Quellen "8), und nur die den Stücken folgenden Eulogien (Berachot) 33^) mögen aus älterer Zeit herstammen 1G0). §üt den Sühnecag verfaßte dieser große Lehrer das -erschütternde Beichtgebet: „Du verstehst die Geheimnisse des Weltalls" 161) und wahrscheinlich hat er '.das Bußgebet: „Du reichst,den Sündern die Hand 16-)" für das Schlußgebet am Sühnetag Ersatz der 7 Benediktionen (toto ysw pyß) kämm eingeführt worden, weil in Babylonien die Synagogen oft außerhalb der bewohnten Plätze waren, und sich leicht Manche verspäten konnten. S. Raschi zu Sabbat z Maimüni in Jad, Tefilla. c. 9. b. 11. — 148) ' Berachot 16 b. — 149) Mekor Beracha S. 310. — 150) Diese vier Stücke sind: a) ^nDjn päv, b) pDl TOD }fl5 e) pD?) d) Der Schluß nn?* gehört dazu und ist zur Einlenkung in den Inhalt der Eulogie bestimmt. — 151) Mekor Beracha S. 458. — 152) D. i. Ujnrn — ' 153) Berachot 33. Daß er vorzüglich für Babylonien gemacht wurde hat schon Sam. Eideles zur Stelle nachgewiesen. ' 154) — . 155) Mel'. Wer. S. 467. — 156) m r-rnx'pn. — , . 157) Diese bestehen aus den Hymnen und Gebeten NtV , nnN , Dbn >6 -m:n , nipip nn&s6 -Dir u. s. w. 158) Rosch ha - Schana 27z j. "Aboda Sara c. 1 b. 2 z j. Mosch ha-Schana c. 1 h. 5z wa-Iikra rabba o. 29; Tänchuma par» Ha-Asinüz Pesikta rabbati 97 3. An allen diesen Stellen wird mehr oder wenigerdaraus citirt. —- 159) Z. B. ^NDlD MDl, U. s. w. 160) Mek. Ber. I. e. S. 464-65. 161) rfw 'N xi? nnN Soma 27 b, was er jedoch vielleicht aus einer altern Formel kopirt. — 162) oywv1? “JMni: .nnfrc. —

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