Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 5 (29.1.1847)
- Date
- 1847-01-29
- Page
- Spalte 67-68 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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68 67 Studien. Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien von Z. Fürst. X. Die Asche der rothen. Kuh soll, den Sünder an den Tod erinnern. Gehalten am Sabbat ■'& , »TlD 'd 5600 (1840). XI. fiioD yT\& oder: Die vier Freudenbecher des Pesachfestes, ein Bild des Lebens, gehabten am erstenTage des Pesachfestes 5600 (1840). — 12) Gairigas Dseessmas, d. u Lettische geistliche Lieder zum Lobe und Preis Gottes. Milau, 1841.- 247 S. 8. — 13) Der Lauser nach dem Himmel, oder Schilderung eines Menschen, der fein gw*' zes Streben nach dem Himmel richtet, von E. M. Henning. Reval, 1841. 80 S. 8. — 14) Hmre Emeth, di. zwei Reden gehalten in der Rosenthal'schen Schule in Wilna. Wilna, 1841. 8. 28 S. Die eine Rede ist in deutscher Sprache von dem Lektor und Cenfor W. Lugendhold gehalten und übersetzt in Hebräischer Sprache von S. I. Fi n; die andere Rede ist in hebräischer Sprache gehalten und hecausgegeben von Letzterm. — 15) Rede bei Eröffnung der von Hrn. M. Glinzburg und S. Salkind unter Aufsicht desHrn. H. Klatschko errichteten israel» Schule, am 25. Juni 1841,. gehalten , vom Israel Gord o n, Rabbiner zu Wilna (In deutscher und russischer Sprache). Wilna, 1841. 8. 29 S. — 16) Rede vor dem ersten halbjährigen Examen in der unter des Herrn Klatschko's Aufsicht stehenden Jsraelitenschulr in Wilna, von W. Lugendhold, Lektor der hebr. Literatur am Wilnaer Censur- Komit«. Wilna, 1842. 8. 31 S. — 17) ' Poel Zedek, enthaltend einige Worte am Gründungstage des israelitischen Armen - Instituts in Warschau, nach Verlauf des ersten Jahres seiner rvohltha'tigen Wirkung, von W. Lutz endhold. Uebersetzt^ in hebr. Sprache von S. I. F in. Wilna, 1841. 8. 84 S. — 18). Magid Ieschua von Dr. M. Lilienthal, als Programm zu seiner Mission in Betreff der Verbesserung der geistigen und bürgerlichen,Verhältnisse der Juden, in Rußland. Wilna, 1842. 8. 12 S. — 19) Die Idee der Predigt. Als Prüfungsschnst von Theodosius Harnack, Kandidat der Theologie. Dorpat, 1844. 8. 91 S. — 20) Irland«,^oder der Sieg des Glaubens. Eine traurige Geschichte, zu Jedermanns Nutzen und Belehrung herausgegebkn. Dorpat, 1844. 8. 52 S. — 21) Die Haustafel, oder die vornehmsten Lehren des menschlichen Lebens. 1 Bogen. — 22) Das Journal des Ministers der Volks -Aufklärung, enthalt im Januar V,i. einen Aufsatz über Herder von Dr. Lilienthal. — 23) Symphonie - Cantate nach Worten, der heiligen Schrift, komponirt von Felix Me nd els soh n-Bartholdi. 1 B. 4. — 24) Beiträge zur Vertheidigung und Begründung der Einheit des Pentateuchs, von Oberlehrer Kurz in Mitau. 1. Königsberg und Mitau, 1844. 8. 133'S. — 25) Lehrbuch der heiligen Geschichte, 2. Auflage, vonJ.H.Kurz in Mitau. Königsberg und Mi tau, 1845. gr. 8. — 26) Die Welt und mein Auge. Die Entwickelungsgeschichte der Erde von einem ungewöhnlichen Standpunkte aus gezeigt von Theodor von G u t z e L t. Riga, 1845. 8. 32 S. Mit einer Steindrucktafcl. 27) Anschauungen der Natur, aus Jean Partt's Schriften. Riga 1845. 8. — ,■ R. I. Wunder b ar. Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien. Eine Skizze von De. Julius Fürst. (Fortsetzung.) Sechstes Kapitel. 1.. Nächst der theoretischen Thä'tigkeit Rab's und Samuel's in Abfassung bedeutsamer Halachischer oder haggadischer Werke, neben ihrer Kunbe von den Anfängen mancher wissenschaftlichen Disciplin, verdient, nach einem unbefangenen Einblicke in die religiösen Zustände jener Zeit, ihr Einfluß auf die Gestattung der Liturgie, die im Judenthume viel stationärer, erscheint, eine besondere Erwähnung. Lange . vor R a b und Samuel waren bekanntlich die meisten und wesentlichsten Stücke der Liturgie, wie sie die sogenannte Gebetordnung (Seder Tefillot) in sich faßt, gegeben und als halachisch-normalim Gebrauche131)* Von den sechs Eulogien des großen Kollegiums an, die wir noch in unserem Achtzehn- Gebet (Schemone "Este) Haben, bis hinab auf die eingeführten liturgischen Formeln und Hymnen durch Jehuda Ha-Nasi, hatte bekanntlich die-Liturgie bereits einen großen geschichtlichen Prozeß durchgemacht, und wenn von einer Thä'tigkeit dieser zwei Heroen und Begründer jüdischer Gelehrsamkeit in Babylonien die Rede ist, so kann freilich nur die Weitergestaltung und Ausbildung derselben gemeint sein. Und diese Ausbildung, sei es durch Bereicherung der Stücke, durch Feststellung der noch schwankenden Formen oder durch redigirte Abänderung einzelner Phrasen Und Redensarten, ist, weil sie dann wieder normal geworden, für die kritische Geschichte der Liturgie nicht ohne Wichtigkeit/ wie auch eine Auszählung des von Jedem dieser zwei Lehrer darin Geleisteten, was freilich hier nur umrißlich und unvollständig geschehen soll, leicht überzeugen kann. Ich beginne mit Rab, die Reihenfolge nach der Einrichtung unsers Gebetbuches beibehaltend. 2. Die schöne" Eulogie für die wunderbare physische Organisation des Menschen132), ausgenommen in unserem Gebetbuche, rührt, wie man aus einer sprachlichen Analogie desselben mit Recht schließt, von Rab 133), und über die Schlußformel ist . 131) Ueber die jüdische Liturgie oder die Gebetnormen, wie sie allniälig entstanden und stufengängig bis 188 n. Chr. sich entwickelt, siehe m<me „Geschichte der jüd. Literatur in Palästina", wo sich auch sämmtliche Quellen angegeben finden. Hier will ich nur noch hinzufügen: L. La ndshuth, Siddur Hegjckn Leb oder das gewöhnliche Gebetbuch mit dem hebräischen Kommentar Mekor Beracha, worin eine kritische Geschichte der Gebete: Königsberg, 1845. 8. — ,132) Beginnend rjDDm DIKH nä Verachot 60 b, — 133) Daß diese Sprache demRab geläufig war, sieht man