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Der Orient · 1847-01-22 · 4 (22.1.1847) · p. Spalte 59-60

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
4 (22.1.1847)
Date
1847-01-22
Page
Spalte 59-60 (sequence 6)
Language
German
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69 60 Studien. Ueber die Offenbarung Johannis. uatV zugleich Symbol des Glaubens der drei Patriarchen. Statt des jetzt gewöhnlichen Kreuzes, als Zeichen, machten sie vielleicht auch im allgemeinen der Deutlichkeit halber, einen doppelten Strich, oder zwei perpendikuläre Striche. Um diese zu einer Figur zu bringen , ebenfalls der Deutlichkeit halber, gaben sie den zwei Strichen einen Querstrich, horizontal etwa so jl. Davon könnte dann der hebräische Buchstabe Taw entstanden sein. Das Taw besteht dann gleichsam anö drei Waws, drei Striche. Ein solches Zeichen, nennt der Text symbolisch in diesem Verse: „der Name des Vaters des Lammes", denn Gott wird, besonders im N. T., 'öfters: „der Lebende" genannt: 'H.' Da nun der Buchstabe Waw sechse zählt, so haben drei solche Striche den Zahlenwerth des Worts 7], nämlich achtzehn. — 18 wird, in den Synagogen - noch jetzt gewöhnlich mit ctiai cmsgedrückt. Vcrgl.Dan. 12,?.—- Bekanntlich legten die Tatmudistm oder die jüdischen Kirchenväter großes Gewicht auf den Zahlenwerth der Wörter in d. h. Sehr. \ ja, die Tendelci dehnte sich sogar dermaßen anö, daß cs ihnen ans den wahren Sinn der Worte nicht ankam — es hieß: die Tora habe viele Nebensinne -— wenn sie die Wörter zu ihren „Anlehnungen" „Winke" n. s. w. anwenden konnten. Bei den Kabbaliten heißt es dann: -p£ üi diesen: Worte liegt ein Geheinmiß. — So in nnserm Buche Kap. 3, 12: „Dm Sieger mache ich zu einer Säule im Tempel Gottes und er wird diesen nicht mehr verlassen, und ich werde ans die Säule schreiben: Gottes Name und der Name der Gottesstadt, das neue Jerusalem . und mein neuer Name. Nun heißt es 2 M. 38, 28: Mose ulachte Haken zu dm Säulen — im Tempel oder in dem Stiftszelte — cni.n^ Dieses Wort: Wawim wendet Johannes als Plural des Buchstabens Waw*") an;, daher: ich will Gottes Name d. i. die drei Waws auf die Säulen**) schreiben — „Gleichnißrcde" — dessen Zahlenwerth achtzehn, Gottes Name ist, nämlich: *n. Auch zählen nach dem „MiSpar Katan" die drei Waws 666 also der Zahlenwerth des Namens: r“£0 $ qls Erlöser, „wenn seine Zeit kommt" — wie es öfters im N. T. heißt — ist sein neuer oder richtiger Name '*-)£) ]}W'' — von yt£?\ M. s. Ges. d. W. — Dieser Name und zählen zusammen 1332, also zwei Mal 666 ein Mal für Jerusalem und ein Mat für Christus. Wenn von der Rettung Jerusalems die Rede war, dachte man sich wohl: so wie sie nach jenem ssebenzigjährigen Exil gerettet oder erlöset wurde. Das y ist als Zahlzeichen siebenzig. Wenn demnach das y vongelegt wird, so ') Wie dies Wort noch jetzt im Rathftl gebraucht wird. ") Bildlich: standhafte Kämpfer, Sieger. hat diese „neue" d. i. gerettete, erlöste Stadt ebenfalls 666 d. i. der Zahlenwerth der Schrift oder des Zeichens auf den Säulen; nämlich die drei Waws zählen im }üpr i?pp : 666. — Jenes Kennzeichen warm vielleicht auch drei Striche in der Form eines Triangels v. — von den Kabbalisten “H jjö , das Schild Davids, genannt — Triangeln heißen Das Schreiben eines solchen Zeichens kann sich auch — bei allen dm „Anspielungen" — auf die Worte in den Sprüchen 22, 20: -TpTp gegründet haben. Sonst war bekanntlich die Phrase: sprnchwörttlch sehr allgemein. Auch ist im Talmud das Wort im Ezechiel ans den Buchstaben Taw angewendet. Citlrt im Kimchi z. d. St. Demnach beziehen sich die 666 cmf ein g e s ch r i eb e n e s Kennzeichen; drei Striche, drei Waws; nicht auf den drei Hauptfalten in der Hand, obwohl man auch Rücksicht auf diese genommen haben mochte. So heißt es in der Offenbarung 5, 6: ,,Das Lamm hatte 123456? sieben Hörner". Der Name y^Y hat sieben Ansatzstrichlein j „und fielen Angen". Bezug ans Daniel 7, 8: Dieses 8®cvt ]vpy fjat Johannes wohl auch, als „Nebenbcgrifs" ans den Buchstaben jiy „angcwendct". Die Pharisäer nahinen ihm das eine y; dagegen, eifrig gesprochen, wer hat sieben ppiy, denn nach Daniel, hat jedes Hern klugen. Sieben ist bekanntlich runde Zahl. — Apvkal. 14, 2*). Johannes hörte „ein himmlisches H arfensp iel" d. h. ähillich dem irdischen nämlich der Levitenchöre Davids; und V. 3. sie sangen „ein neues Lied". Vergl. Ps. 98, 1: „Singet dem Alllnächtigell ein neues Lied, denn er hatWmider gcthan". Alles Allspießung ans David. „Und die 144,000 können, obwohl irdische Wesen, Menschen, jenen himmlischen Gesang erlernen". Vgl. 1 Ehr. 25, 7: V. 4 und 5. „Die 144,000 sind — unschuldige — Jünglinge: nEH rVto^JJ So hieß es ohne Zweifel in dem hebräischen Original des Johannes, und so heißt es auch in den jetzigen hebräischen Uebcrsetzungen des N. T. Der griechische Ucbersetzer hat das Wort Atamot mit Jnngferrr gegeben; die vorhergehenden Worte: zeigen aber deutlich, daß rtoby, bei David, (m.' s. weiter unten) alo,^Ortsnamen"; 'hier, wo auch von einer Korporation die Rede ist, geradezu für Jünglinge — Plnr. von nby — steht. S. bei Gesmins unter y^O, wo eS heißt: /,Fürst, Edler, Plnr. rnyiD ttl^ Feininalform, wie die Amtsnamen häufig" u. s. w. —■ Christus wollte, *) Zu V. 1 kommt noch hinzu: Das syrische Tau mag von dem erwähnten Triangel entstanden sein. M. s. Gesenius HW. unter

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