Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 4 (22.1.1847)
- Date
- 1847-01-22
- Page
- Spalte 57-58 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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57 Studien. Ueber die Offenbarung Johannis. ches nicht mehr ein Participlum, sondern ein Perfektum ist. Man kann also nicht läugnen, daß die Form •imp'ipl und bergt* in der Schrift kein Beispiel findet, daß aber demungeachtet diese zum Lheil nominale und zum Lhejl verbale Form, da sie die Bedeutung zweideutiger Wörter zu bestimmen dient, und auf die Tradition, so wie auch auf die Codices , welche im hier ein Jod nach dem zweiten Radikalbuchstaben z. B. IFTPßyßl (niD2i fol. 63) haben, was nicht statt fände, so man .‘lrnbjJJD?) lese, sich gründet, und überdies die Schrift, selbst Participia verbunden mit dem verbalen Suffix uns darbietet, echthebräisch und nicht zu verwerfen ist^ Zugleich muß man zugeben, daß die letzte Sylbe, wie in lauten soll; nicht wie man es gewöhnlich liest. In Analogie des soll man lesen: ijrröip on-jEty’ orrrty Nedarim 89 b). §4.913. Auch hat man bisweilen das Participium Pluralis mit dem Suffix der verbalen Form verbunden, und man sagte: OTjjfe um ü*Hp© . »on HpD und in1)« bnpplp von' ^ipsp zu unterscheiden. Ein einziges Beispiel dieser vermischten Form hat man im Worte (Jeremia 15, 10), welches man nach meiner Meinung, nicht sondern lesen soll. Im talmudjsch-palästmischen Chaldäismus findet man ein.Beispiel in pJirwiD pjwi "]njn an Ü- Pea, Kap. 7), was für pnv pttfnD steht. Auch der alte Dichter, Verfasser des 'N DP sagte: D'Siy wob statt ■JNK Nun will ich noch hinzufügen und hier erwähnen, daß ich mein Werk Prologomini in der Absicht edirte, daß die Sprachforscher meine Ansichten der Kritik unterwerfen werden und wo ich geirrt mich eines Bessern belehren, damit ich bei der Herausgabe meiner „kritischen Grammatik", die auf dm Grundlagen jener Einleitung aufgeführt worden, um so sicherer gehe. Nun sind 10 Jahre verstrichen, seitdem ich die Prolegomini herausgegeben, ich habe viele Exemplare an Gelehrte und an Redakteure geschickt, aber noch ist mir keine Kritik zugekommen. Ich erfuhr blos, daß in der Universalkirchenzeirung 1837 über mein Buch die Worte standen: Obwohl Ewald in den gelehrten Gött. Anzeigen dies Werk mir so ohnehin abfertigt, so verdient es doch einer sorgfältigen Würdigung, die ihm auch später zu Theit werden soll". Dieses Lheilte mir damals mein Freund Reggio mit, und seit jener Zeit habe ich weder etwas gesehen noch gehört über den von mir eingeschlagenen Weg. Ich ersuche meine Freunde, wenn sie irgendwo etwas meine Prolegomini Betreffendes finden, es mir in Abschrift durch die Post zuschiüen möchten, da bei uns hier in Padua nur wenige literarische Zeitschriften Deutschlands zu finden sind. Padua, den 1. December 1845, 58 Versuch zur Enträtselung einiger Stellen in der Offenbarung Johannis*) von Hartwig Philipp Ree- Kap. 14/ 1: In Uebereinstimmttng damit, daß ,,Christus von David abstamme" bst hier mit der Zahl 144,000, als die Anzahl derer, welche „Christus folgten", auf David angrspielt. Zufolge 1 Ehr. Kap. 27 warm 144,000 Maun um den König, nämlich monatlich 12,000 Mann. — Vergl. 4 Mos. 31, 5: „Und es wurden ansgehoben ans dem Hanse Israels Tausend von jedem Stamme u. s. w. Zum Ablösen mußte David ebenso viele haben, also monatlich 24,000. Aehnlich hatte er zufolge 1 Chr. Kap. 25 „vier und zwanzig Levitenchöre, die Hälfte zum Morgendienst im Tewpcl And die Hälfte zum Abenddienft, ibid. 23, 30. — S. Offenbarung 7, 3—9. — Im großen wie im kleinen war die Zwölfzahl den Hebräern wichtig, weil sie „die Zahl der Stämme Israels" ist, daher ist hier von jedem Stamme 12,000 angenommen, zusammen 144,000.**). — Die Dreizahl spielte von jeher bei den Israeliten eine große Rolle, wie noch jetzt bei den Kabbalisten mit Bezug auf die drei Patriarchen : Abraham , Isaak und Jakob, da es heißt: ihre Verdienste um die Annahme des einzigen Gottes beschützet ihre Nachkommen und mit Bezug auf die Worte des weisen Salomo: Koh. 4, 12: „und der dreifache Fadm wird nicht so leicht zerreißen". So schon bei Mose drei Feste und drei Mal im Jahr in Jerusalem zu erscheinen. So 1 Sann 20, 19. idill. 20, 41. Ezechiel 21, 19. Sprüche Sal. 22, 20. Sogar gab es mehrere Eigennamen, als-: 1 Chr.7, 35: ibid. 7, 37: „Dreiheit"; m. f. Gesenius HW. ed. 4 diese Wörter. Nach dem .Verbilde Ezechiels: . . imb zeichne ein Zeichen auf die Stirn der Männer .... Ezechiel 9, 4: O'^d;n in nnnni gab Christus feil«« Anhängern jene Kennzeichen. ' ÜÖtcfc bestanden, aller Wahrscheinlichkeit nach, aus drei Strichen. Drei hat , wie erwähnt, Bezug auf „den dreifachen Faden" ') M. s. LB. des „Orients" 1846 Nr. 12 und 15, — In Nr. 12. Col. 186 Zeile 19 v. o. muß der Passus heißen: Kap. 12, 3: „Ein Drachen mit Wen Köpfen" d. i. sieben Buchstaben. „Zehn Hörner" das sind zehn Ansatzstrichlein: Mp. — Daselbst lLB. Nr. 12) C«l. 187, Z. 1V v. o, st. Kap. 11, 12 l. Kap. 13, 11. 12. - M s. auch die Fortsetzung in Nr. 25 desselben Blattes. *") 1 Chr. 25, 7 steht der Zunz, Bibelübersetzung 1843. Druckfehlerhaft 280 st. 28h. —