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Der Orient · 1847-01-08 · 2 (8.1.1847) · p. Spalte 29-30

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
2 (8.1.1847)
Date
1847-01-08
Page
Spalte 29-30 (sequence 7)
Language
German
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29 Studien. Bon der Darstellung der Messiasidee. 39 solches und in dieser Bedeutung allein ist t)iec DD^y aufzusaffen. I In dem angegebenen Zusammenhänge ist es von nun deutlich, daß es allgemun Israel, oder specieller eine zukünftige Generation dieses Volkes bedeutet. Es ist bekannt, daß g Israel auch sonst noch als Sohn und Sohn Gottes dar- Egestellt wird (vergl. nnsere Bemerkungen oben zu Ps. 2). bwtäyi Dicker Name wird Israel als charakteristische t: Bezeichnung der zukünkftigen allgemeinen Sittlichkeit und Jj Frömmigkeit, wie zur Andeutung des alsdann allgemein herrsehenden Wohlstandes, Glückes und göttlichen Beistandes (8, £ 10) in Folge derselben beigelegt. Daß hier wirklich eine Bezeichnung Israels und somit unter dem vorhergeherden p auch dieses Volk zu verstehen sei, geht mit Bestimmtheit!' aus 8, 8 hervor, wo Palästina das Land Immanuels genannt wird., Außerdem aber wird diese Ansicht und Behauptung durch die allegorische Bedeutung der übrigen Namen 7, 3. ... 8, 3 unterstützt, welche trotz ihrer Beziehung auf das ganze •1 Volk Israel dennoch als von einem einzelnen Kinde (Sohne) geführt dargestel.lt werden. In dieser Beziehung ist besonders Dft2/V"HW 7, 3 zu bemerken, wofür 10, 20 und 21 und upy* steht, als gleichbedeutend mit ->rE M', welches daneben genannt wird (V. 21 und 22s. Interessant ist dabei vielleicht auch noch (T02) cm 7, 3, worin eine kollektive Beziehung auf Israel angedeutet scheint. Jedoch ließe sich die Vokalverä'nderung auch dem Einfluß der Pausa zuschreiben. Daß aber die Kinder des Propheten hier und c. 8 nur allegorische Bedeutung und . als solche nur die angegebene Beziehung auf das Volk haben; können, ist nach 8, 18 unleugbar: D^Vl) OJN mi bfora ü^rrnb) n;ru — iy:n yv dibd 'DM 'Dtf *op an 8, 4 soll nur die Eile der Ausführung \ anzeigen, welche auch in angedeutet liegt. Zur Vergleichung veweisen wir hier auf die Beispiele ■ des Hosea, wo die allegorische Bedeutung der Benennungen Ml üb und (1, 6 und 9) nicht bestritten werden kann, ja als eine solche in der beigefügten Erklärung selbst ] bezeichnet wird. Zugleich ist hieraus deutlich, daß eine, jedoch . nicht faktische Veranlassung des Propheten zur Zeugung von Kindern (Ies. 8, 3. Hof. 1, 2, 6) und deren allegorische Benennung zu symbolischen Zwecken ein üblicher Gebrauch in der bildlichen Redeweise der Propheten war.; „Butter (Rahm, Milch) und Honig" bezeichnen die Ga- ,j den der freien Natur im Gegensatz zu den von Menschenhand und durch Ackerbau erzeugten. Sie stehen als offenbare Gaben aus Gottes Hand näher zu den messiauischen. Prophecy zeihungen und bezeichnen das unwandelbare Glück, gesichert ]j durch die Gnade Gottes und die Einrichtung der Natur. / Es entspricht ganz.der Bezeichnung Palästinas im Pentateuch; '! K'Ti) flDf’pN und schließt mit diesem das Bild steten '' Glückes, des Ueberflusses und göttlichen Segens ein. Jedoch ist es notürlich, daß damit die Bebauung des Landes nicht für unnothig erklärt werden soll, da das Ganze nur Bild ist. Es ist dies, wie die Erfahrung lehrte', auch, nicht der Sinn der mosaischen Verheißung, und scheint V. 25 auf ein ähnliches Verhälrniß ausdrücklich hinzudeuten. .?njT& heißt; „für sein Wissen," gleichbedeutend mit: „wenn er weiß". Obgleich nun die besprochene Prophezeihung von einem geschichtlichen Ereigniß Anlaß nimmt, so hat sie, wie wir gesehen, dennoch eine Beziehung auf die weite Zukunft. Nichts desto weniger har sie aber auch eine Bedeutung für die nächste Gegenwart, für die sie gegeben ist, um ihr eine Quelle des Trostes und der Hoffnung zu sein. Der Zusammenhang des Ganzen ist nun folgender. Diese Katastrophe von Aram und Ephraim geht vorüber, Israel muß erhalten werden um seiner Endbestimmung willen, welche in V. 14 und 15 niedergelegt ist. Es kommt aber noch eine Züchtigung durch Egypten und Aschur, weil noch immer keine Frömmigkeit und Sittlichkeit herrscht (V. 16 dies— und nach dieser erst die messianische Zeit allgemeiner Sittlichkeit, die als nothwendige Endbestimmung Israels wiederum in V. 21 und 22 geschildert ist, mit Beziehung auf V. 14 und 15 und diesen entsprechend. In V. 18 und 21 und ebenso V. 23 schlägt der Prophet die Zeit der Ahndung und Erlösung, als von einander bedingt, im Geiste zusammen, obgleich, genau genommen, die letztere der'ecsteren folgen und durch dieselbe bewirkt werden wird. Es ist überhaupt allgemeine Bezeichnung der mesft'anischen Zukunft, sowohl für die Zeit späterer Rache Gottes, als die Erlösung Israels durch ihn. Ninn LllQ V. 23 umfaßt deutlich die Zeit des Uebergangs und schildert hier und in den folgenden Versen den Zustand des Landes nach der Zeit der Heimsuchung, wo Alles von Dickicht und Dornen bewachsen sein würde, und in V. 25 die Zeit des Heils, wo Alles nach Beseitigung dessen in segensreiche Triften umgewandelt sein und bleiben würde. An der Bekriegung des Achab hatte Jesaja einen faktischen Anlaß, hieran seine messianischen Prophezeihungen des 7. Kapitels zu knüpfen. Er hatte diesen Zug des Rezin und Pekach als gefahrlos vorübergehend geschildert, aber der Verderbtheit seines Zeitalters wegen größeres Unglück als da bald kommend verkündigt. Dies ist der Sinn von bbw IHD und n m (8/ 1-4). In dem Folgenden nimmt der Prophet zwar nicht von faktisch-historischen Ereignissen Verlaffung, aber er sieht Krieg und die sich daran reihende Bedrückung und Noch im Geiste voraus und schildert sie, um daran seine messianischen Hoffnungen und Prophezeiungen zu knüpfen. Es ist eine durchgehende Eigenthümlichkeit, daß solche Unglücks- und Glü'cksverkünsigungen mit einander wechseln und diese um jener und jene wiederum in Folge des sittlichen und religiösen Verfalls und um der sittlichen Besserung und der politischen und religiösen Erhaltung witgetheilt zu sein scheinen. In kleineren Anläufen und gleichsam nur dazwischen gestreut sind die Prophezeihungen an 6, 10 und ^-.^. Vollständiger ist die Prophezeihung an 8, 5 ff., 10, 16 ff. und

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