Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 2 (8.1.1847)
- Date
- 1847-01-08
- Page
- Spalte 31-32 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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31 Ankündigungen. 32 ii, 1 ff«, von denen die mittlere wiederum das Volk, die erste Md letzte aber den König zum Mittelpunkt haben, denn in beiden, der Unsittlichkfit des Volkes und der Ungerechtigkeit der Könige, wird die Ursache und Veranlassung des Verfalls dargestellt, und auf beide, die sittliche Besserung des Volkes und eine gerechte und fromme Regierung der Könige, wird die Möglichkeit der Erhaltung und Erlösung und der Grund messiamscher Hoffnungen und Prophezeihungen gestützt (vergl. 1, 26 ff«, 5, 11 ff. und hier 9, 7 ff. 13 ff. 15 ff.). Es ist darum wohl zu merken, an 7, 14 bezeichnete p die zukünftige, sittlich und religiös gestärkte Generation des Volkes, hier an 9, 5 und 11, 1 den zukünftigen Herrscher, welcher durch sein gerechtes Regiment Erlösung und Freiheit, Glück und Frieden bringen und erhalten soll. Gesichert und notwendig gemacht wird diese zuletzt angegebene Bedeutung des p durch die Epitheta eines mtgcn' Vate rs 'und Fürsten des Friedens, wie auch durch die ausdrückliche Beziehung auf den Thron Davids und die Befestigung der Herrschaft durch Recht und Gerechtigkeit. Dann aber auch durch, der Deutung, welche die Prophezeihung durch die Beziehung auf den sündhaften Gesetzgeber (Ii), 1) vorgeschriebm ist und endlich durch die Sehnlichkeit der betreffenden Stelle . im 9. Kapitel mit der an o. 11, wo die Deutung auf den zukünftigen Herrscher durch V. 1 außer Zweifel gesetzt ist. Daß in 10, 16 und 11, 11 die Prophezeihung dennoch auf das Volk angewandt erscheint, ist nur der Wechselwirkung der messianischen Erlösung auf König und Volk und dem gemeinsamen Interesse beider an derselben zuzuschreiben. Unter den Bezeichnungen der Eigenschaft, denn als solche sind die V. ö dem messianischen Könige beigelegten Namen anzusehenfinb hier besonders hervorzuheben die Benennung und -flu entsprechend dem rnm nay m. des e. 11. Auffallend ist die Bezeichnung und besonders für die christliche Dogmatik als wichtig hervorzuheben, aber ohne Grund) denn es sind ja überhaupt diese Benennungen nicht im Sinn von nom. propr. zu fassen, sondern, wie gesagt, lediglich Bezeichnungen der Eigenschaft, und somit ist hier blos konkret ausgedrückt, was e. 11 in abstrakter Form bezeichnet ist. Indem der zu erwartende Sohn, im Sinne eines bestimmten, oder ideellen. Regenten, „ein Rathgeber und starker Gott" genannt wird, werden an ihm die Eigenschaften göttlicher Weisheit und Stärke als nothwendig dargestellt. In demselben Sinne heißt es von ihm 11, 2: „Es wird (soll) auf ihm ruhen der Geist Gottes", der weiter erklärt wird als „ein Geist der Weisheit, des Rathes und der Stärke," womie namentlich das Vermögen des Rechtsprechens und Rechtverschaffens ausgedrückt ist, wie es 28, 6 von Gott auch heißt, daß er in späteren, messianischen Zeiten sitzen werdc (mOJ^ DD&ßH by) zum Recht und zur Stärket (Fortsetzung folgt.) Ankündigungen. Zn diesen Ankündigungen werden Anzeigen Mer Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [5], Bei F. E. C. Leuckart in Breslau ist soeben erschienen und an alle Buchhandlungen versandt: Hebräisches Lesebuch. Auswahl historischer, poetischer uird prophetischer Stücke ans fast allen biblischcn Büchern mit Anmerkungen und einem Wörterbuche, nebst einem Anhänge unpunktirter Texte mit' rabbinischen Scholien und Erläuterungen zu denselben von Dr. M. A. Levy, erstem Relrgtonslehrcr an der israelitischen Gemeinde zu Breslau und vrdcntl. Mi'tgliede der deutschen morgcnländischen Gesellschaft. Preis 24 Sgr. Anzeige rind Bitte. Das. „Allgemeine Archiv des Jndenthmns" wird von Neujahr 184? an fortgesetzt. Die Redaktion bittet um der Tendenz dieser Zeitschrift angemessene. deutsche und hebräische Beiträge, sowie die Herausgeber hebräische und jüdische Zustände betreffender Schriften um gefällige Einsendung eines Exemplars derselben unter Couvert Herrn Buchhändler Fritzsche in Leipzig. Dr. I. Heirremamr in Berlin. Ges«ch. Em israelitischer geprüfter Religionslehrer, vttheirathet, und preußischer Staatsbürger, der zugleich Kantor und Schächter ist, auch die Fähigkeit besitzt, m Feiertagen u. s. w. Vorträge in deutscher Sprache ü der Synagoge zu halten, und schon seit einer Rhcic von Jahren als approbirtcr praktizirt und der auch im Staude ist, die vorteilhaftesten Zengniffe vorzuzeü gen, wünscht zu rn Mai 1847 seine Stelle mit einer grcßern -zu vertauschen. Anfragen über das Nähere möge man der Ned. dieses Blattes zukommen lassen. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Für st. Druck von I. H. Nagel.