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Der Orient · 1847-01-08 · 2 (8.1.1847) · p. Spalte 27-28

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
2 (8.1.1847)
Date
1847-01-08
Page
Spalte 27-28 (sequence 6)
Language
German
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Durch das Gegentheil, die moralische und religiöse Erhebung, wie die gerechte Regierung eines frommen Königs wird Israel wieder gerettet und erhalten, seine nationale Selbstständigkeit wieder hergestellt und die davidische Dynastie wieoer auf den Thron gehoben werden. Es ist nur zu bemerken, daß bei Jesaja, namentlich im ersten Theil seiner Prophezeihungen weniger von einer Auflösung des Volkes, dem Unterganz seiner nationalen Selbstständigkeit und dem Sturze der Dynastie, als von einer Beknegung des Volkes und. einer Gefährdung des davidifchen Thrones, der durch eine gerechte Regierung des Herrschers wieder fest werden und in Ewigkeit nicht wanken würde, die Rede ist. Dies ist der Begriff und die Bedeutung von der zu erwartenden Erlösung des Volkes durch den Messias und die Darstellung desselben als einesp„ Wir werden im Nachstehenden diese Momente weitläufiger auseinander legen, indem wir hier die Erklärung 5) Wir lassen hier auch Immanuels Erklärung folgen: o p ins vnzb pj dj * UN^pm rai*" ins o nnom 'in? prpv wo kt (fo awa mm) c^n nre* &'snninDDnn idn *f? nnm Von ntyob aointtf rvnDnjtp ■ nw hnt hd tidti in py 71 orte Vawn nnD dnv rsa nntca ^dn 11? isnNn py p rNn nrt nwprw.jnh 'nnorfc rfoNi rnaia-py yrBwnniN 'Kywb ■•'maw owyjn -pna-n -jnyEP nnaw ni by *piDi 'mbw by in 6) Von Kimchi ausdrücklich erwähnt in seinem Lexikon Art. ,1519. Vergl. auch unsere Ausgabe des Ch ajug', S. 169, Art. ci5)9. 28 der messianischen Schilderungen des Propheten von e. 7 rc. an folgen lassen. Es ist vom Kriegeszuge Rezins, Königs von Aram und Pekachs, Königs von Israel, gegen Achas, König von Jehuda, die Rede, der sowohl nach der Grundlage und Haltung dieser und anderer ähnlichen Prophezeiungen, wie auch nach der besonderen Vorausverkündigung von 5, 26 und 6, 11 als zur Bestrafung des sittlichen und religiösen Verfalls von Gott angeordnet und unternommen gedacht werden muß. Von diesem Gesichtspunkte aus sind V. 14 und 15 zu erklären, indem der Prophet da im Namen Gottes dem Achas als Anchen, daß Jehuda jetzt nicht untergehen, sondern bis in die spätesten Zeiten Bestand haben würde, verkündet, daß eine Jungfrau einen Sohn gebären würde, welcher Immanuel genannt werden solle, und der für seine Erwählung des Guten und Verachtung des Bösen Milch und Honig essen, d. h. für sein sittliches Leben glücklich und von aller Noch fern fein würde. Das Bild, daß die Jungfrau einen Sohn gebären würde, ist wiederum weiter nichts, als ein Ausdruck für das zukünftige Geschlecht Israels und ganz synonym mit ,i nQi» in 4, 2. Daß hierin nicht eine Prophezeiung von der wunderbaren Geburt Christi und eine gegründete Veranlassung zu dem darauf bezüglichen Dogma der christlichen Kirche gesucht werden darf, ist schon daraus klar, daß nöVy durchaus nicht den dazu nothwendigen Begriff der unverletzten Jungfrauschafc (virginitas illibutu) in sich schließt, sondern dieser allein nVina zukommt (vergl. Deut. 22, 15 ff. 23. Nicht. 2!, 12), welches Wort hier, als das punctum suliens der ganzen Prophezeiung, mit keinem anderen vertauscht sein dürfte. Vielmehr ist rtüby eine Bezeichnung des Volkes Israel, wie sie von Völkern und Städten, die gewöhnlich unter dem Bilde eines Weibes, von Töchtern und Mädchen dargestellt werden, so häufig Vorkommen. Bei unserm Propheten c. 23, 12 in der Prophezeiung gegen Tyras, welche mit den Weissagungen von Israel (Zion) und 47, 3 von Babel und Jer. 14, 17 geradezu vom Volke: *>oy na nVina u. v. a. Es ist zu bemerken, daß in allen diesen Stellen rfcna steht, ohne daß dabei an eine christlich-dogmatische Auslegung gedacht werden könnte und wird, wie sie an der vorliegenden Stelle von noby in der christlichen Kirche herrschend ist. Man hat für nüby angeführt, daß es doch wenigstens eine unverheirarhete Jungfrau bedeute und somit den Begriff der unverletzten Virginirät in sich schließe. Aber abgesehen davon, daß dem durch Prov. 30, 19 widersprochen scheint, wo ncbyD laj “in auch eine Bekanntschaft mit dem sexualen Verhältnisse, — dem geschlechtlichen Zusammenkommen mit einem Manne, was der Hebräer von dem weiblichen Geschlechre sonst yii nennt, — uns selbst auch bei noby anzuneh-/ nun zwingt, kommt es hier auf ein solches Zugeständniß gai nicht an, da die bekannte Metapher des na, r&na-w« vcn Völkern und Städten nicht in dem Begriff des Unverheirathrtseins oder einer unverletzten Iungfrauschaft ihren Grind hat, sondern Lediglich in dem Begriff der Weiblichkeit Und Studien. Won der Darstellung der Messiasidee.!

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