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Der Orient · 1847-01-01 · Heft 1 (1.1.1847) · p. Seite 3

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 1 (1.1.1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German
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i^hme der Behörden und unserer christlichen Mitbrüder mit Eurem Eifer steigen und immer schöner sich bethätigen wird! Darunr faßt nur dm ernsten Entschluß, daß die Anstalt ins Leben treten solle — dann wird sie auch ins Leben treten; faßt ihn aber bald diesen Entschluß, damit nicht ein Jahr nach dem andern ungenutzt verstreiche, damit nicht der Mangel an Lehrern immer drükkender und der Nothschrei der Kinder immer lauter, immer dringender werde! Eine kräftige Anstrengung der Gesammtheit — und die Anstalt ist unter den: Schlitze des Herrn fest begründet für lange Zeiten, und alle welche sich daran betheiligt, alle welche ihre Gabe dazu beigetragen, werden' an dem gelungenen Werke sich erfreuen können! „Die aber welche Einsicht verbreiten, werden glänzen wie der Glanz des Himmels, und die welche Viele zur Gerechtigkeit anleiten, wie die Sterne, ans immer und ewig!" (Dan. 12, 3.) Dr. Meyer, Landrabbiner. Indem wir obigen, von uns veranlaßten Aufruf hierdurch zur öffentlichen Kunde bringen, verfehlen wir nicht auch unsrerseits zunächst diejenigen Gemeinden, welche ihre Beiträge noch zu rückgehalten, dann aber alle Menschenfreunde wiederholt aufzuforderu, durch fernere Gaben die baldige Eröffnung der Anstalt möglich zu machen. Besonders aber bitten wir die Herren Vorsteher und Lehrer, sowie alle, welche sonst Einfluß besitzen, durch Verbreitung des obigen Aufrufs und auf anderweitige ihnen zweckdienlich scheinende Weise, dieFörderung unseres Unternehmens bewirken llnd eine kräftige Theilnahme veranlassen zu wollen. Hannover, den 6. December 1846. Die Kon: mi ssi o n zur Errichtung einer Bildungsan sta lt für jüdische Lehrer. Unger, Regierungsrath. Brauns, Stadt- Sekretär. Dr. M e Y er, Landrabbiner. E. Sirno n, Advokat. A. Cohen, Bankier. K. Berend, Hofagcnt, auchKassensührer der.Kommission. A. Berend, Bankier. Baden, irn November. In Nr. 20 v. Jahrg. dieses geschätzten Blattes sticht Herr Rabbiner Schott in Randegg die Theilnahmc unseres verehrten Oberrathsmitglieds,Hrn.N. Ep stein an der badischenRabbiner-Versammlung damit zu rechtfertigen, daß diese Versammlung fern von jeder hierarchischen Anmaßung auch Laien, die sich durch Wissen lind Kenntnisse anszeichnen, an ihren Bcrathnngen Thcil nehmen ließe. Stimmen wir mit Hrn. Schott auch darin überein, daß Jeder, der die uöthigen Kermtnipe besitzt, im Judenthume. berechtigt sei,' bei Berathung religiöser Fragen mitznwirken, und daß insbesondere Leute, wie Hr. Oberrath Epstein, welche ausgezeichnete theoretische Kenntnisse mit hoher praktischer .Erfahrung verbinden, einer solchen Versammlung nur willkommen sein müßten, so scheint uns doch Hr. Rabb. Schott mit vielen Andern von völlig irrigen Begriffen von Klents und Laien auszugehen, indem er zu den Ersteren nur diejenigen zählt, welche ein theologisches Amt bekleiden. Unter 'Klerus (KkijQog) versteht vielmehr die katholische Kirche (welche zuerst diesen Unterschied zwischen Klerus und Laien hervorheb) Alte diejenigen , welche die Ordination erhalten hatten, mögen sie mm ein geistliches Amt bekleiden oder nicht; Alle anderen , Nichtordinirten, nannte sie Laien. Hiernach gehört gewiß auch Herr Oberrath Epstein zu dem Klerus, da derselbe die Ordination (Morenu) von drei der ersten badischen Rabbinen besitzt, somit durste derselbe bei dieser Versammlung durchaus nicht fehlen, und entsprach dem Wunsche der ganzen Versammlung, dieselbe mit seinen theoretischen und praktischerr Kertntnissen zu unterstützen. Beuthen, 16.Dee. 1846. (Erklärung.) Der anonyme Referent eines Artikels — angeblich aus Oberschtesien — in Nr. 50 der Allg. Ztg. des Judenth. a.c. will nicht mir wissen „daß die beiden Deutsch ihr Versprechen bei der Theologenversammlung zu erscheinen zurück'genomrnensondern weiß er auch, daß dies aus Mistrauen gegen die reformistischen Gesinnungen des Hrn. Dr. Frankel geschehen. Ich sehe in ich daher veranlaßt, jene referirte Thatsache wie jene als Motiv untcrgetegtc gehässige Jesinuation, als Lüge zu bezeichnen. Wir, ich und mein Vruder, haben bis jetzt unsere Zusage bei der projektirten Thcelogcuversammtrmg zu erscheinen nicht znrück'genommen, und hatten wir vielmehr die Erklärung des Hrn. Dr. Franke! in seiner Monatsschrift, Septemberheft a. c. S. 339 für geeignet, jeden Rechtgläubigen für die Theilnahme an dieser Versammlung geneigt zrr machen. Wir lassen übrigens den sonstigen Inhalt des erwähnten Artikels auf sich beruhen, bedauern nur den Referenten, die Adresse der oberschlesischen Rabbiner noch immer nicht verschmerzt zu haben, und bemerken schließlich, daß wir .von allen künftigen Expektorationen dieses Referenten nicht die geringste Notiz nehmen werden. I. Deutsch. Frankreich. Parts. Die französisch-jüdischen Blätter jgeben ausführliche Berichte über die Installation des Hrn. March and Ennery zum Großrabbimr des Central- Consistoriums in Frankreich; sie beschreiben diese Ceremonie mit einer Genauigkeit in allen Einzelheiten, als wäre das ein welthistorisches Ereignis. Die Monatsschrift H pa'ix giebt auch in dem December-Hefte ein schön ansgeführtes Bild, rvelches diese Ceremonie darstellt, und für uns deutsche Israeliten wird es wohl hinrcichen, wenn wir die uns zugekorrunene Korrespondenz darüber hier mittheilen. Ueber die Aurede, welche der

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