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Der Orient · 1846-12-10 · 50 (10.12.1846) · p. Spalte 795-796

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
50 (10.12.1846)
Date
1846-12-10
Page
Spalte 795-796 (sequence 6)
Language
German
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795 796 Studien. Zur Geschichte der Juden in Ungarn. .Snp>-to,'hrrib» am anw nferpn 'a^> ntnj nyai 'pinn« ".nyatj.T a’rnb'D’sm na1? ‘anpi Also nicht in Ofen, sondern in Palibna gab cs zwei Gemeinden, von denen sich die eine p"p, die andere DnJin pp nannte. Daß die von Ofen stammend, eine von der DUDiSW p'^p verschiedene Sprache auch gesprochen haben müssen, ist daraus ganz und gar nicht zu schließen. Da muß'man das Mittelalter nur besser kennen, in dem eine wahre jüdische Gemeindewanderung stattgefunden und wobei die Auswandernden jedesmal am Orte ihrer Niederlassung eine eigene pp bildeten, obwohl sie sich von der sie ausnehmenden Ortsgemeinde weder in Sprache noch in Kultus unterschieden. So gab es in Palras vier solche Gemeinden: 'pna p"p , D’Tisd pp / p"p , DWin p"p, die alle eine Sprache hatten und auch unter der Leitung eines Rabbine'rs und eines Vorstandes waren. Der einzige Unterschied bestand darin, daß jede Gemeinde ihr eigenes Bethaus besaß und selbst darüber die Verwaltung leitete. Die Verschiedenheit der zNamen zeigte blos die Verschiedenheit der Lander an, aus denen sie ausgewandert waren 'n 13 T bwNlD^). Im selben Sinne ist es auch zu verstehen, wenn ln Ungarn Jemand mit dem Namen bezeichnet. wurde, daß hiermit nicht die Verschiedenheit der Sprache, sondern die der Abstammung gemeint sei (: 'iq -j":i 'n' Vj2m "]ro piN p'p ^:nc ins2). Schlagen wir aber die Antwort des R. Moses Jfferles auf obbenannte Frage nach, so stellt sich uns? die Konjektur des R. Meir Eisenstadt in ihrer ganzen Nichtigkeit da. In Nr. 8Z sagt R. Moses Jsserles in feiner Antwort wie folgt, ■'intyo dhd -ihe nu^nnn tn- H hnt '22 mb ppiao Vjp-Q1? N'PN T N3 ttb) HM ^D'PDiO O b ddu ]0 L/ai nDp2 Die ganze Sache war also eine blose Hypothese, ein Dafürhalten, der Fragesteller bildete sich eine eigene Welt, als nämlich in Palidna eine war. Nach gtnauerm Suchen fand ich jedoch, daß wenn auch dieses Faktum nur ein erdachtes sein soll, es doch in benannter Stadt eine briJiin'-pp gegeben habe. In den Responsen des R. Moses Kalai, eines Zeitgenossen des R. Moses Jsserles heißt es wie folgt (uvy jyD1?! : JD;,D b^'üW 'n ppn ni^pn riDDDD jwi?-p’n^N'nbN^nninDtonhu rtDDio rjDDDnn udddh Dinnn by dwt nnxn bnp tit nwb nitnrr^n nwyb xhw Tjn dn ^d^iI uh) pnn 'ivb nP ^ti^tn bi w-iiNninn^D nWy wtcn 'st bin Tiro Dirty typ djl'di irto ’W uwb hhtyi!nN"nn .tn crp nm.ty nNT »ttd dw tne tn roty Nty riason rjMDwn ppb rrp nD"Q y^wb t*b) HSini? Nty Es scheint aus diesem Gutachten, daß es in Palibna wirklich eine onT pp gegeben, die früher in Verbindung mit der Ortsgemeinde gestanden har, später aber sich von derselben losgerissen hat, weshalb die obbemeldeten Repressalien von ihr genommen wurden. Benannte Stadt aber muß, wenn nicht in Ungarn selbst, doch eine Grenzstadt davon gewesen sein, da die jüdischen Einwohner von dort sich mit denen zu Ofen vecheiratheten (->22 TIN W-N2 iJ)W ItJ'Ni) TlKTm b )D2 GSHilD Uttf 2-M no2 .nm nmm nw Njrty det nNOrta 2^2 TlCfN NLI^ rishl JHD2 pIN“) tyn WSOjn iDsy onsT rrnn1? bw noN2 'di bx hw iDDibrU PD2J1 jriD rj;3). Vielleicht, was uns der Name NT2"'-?2- (Wojwoide) auch vermuthm läßt, war es eine siebenbürgische oder polnische Stadt. Jndeß würden wir uns sehr irren, wenn wir immer unter ptty oder ^;,n pN gerade Ungarn verstehen wollten. Nachfolgende Stelle kann hiervon den besten Beweis liefern. In den Responsen des R. Simon bar Zemach findet sich folgendes, für die neuere Bestrebungen unserer Zeit nicht minder wichtiges Gutachten: nsp D.nrk oasa« aruatp nW : wp: 'D j“n patwr mm mf) ’Dax pts6a map hon tidd bw moan mw ^ax D.nnon Nin a’üDon majn noaa) n.n jwü ■mini nnnNp i^ani mipn pt^Pa nmx «aip mm no n? by nnom njn p^a nnw ojanöi ann naaan nj.a p^a cnnott/a no c^aia p^a onnora 'b na Dnj;i nn’ri paaino wpnn un rvai Naiv^ pojanp dni 'dt naicwT 'iai nmp nn^ no cpn UD’ty aaa.a atva ihin nnoDip njn pvaa. Der Name der Stadt, von welcher die Anfrage gestellt wurde, wird in der Aufschrift genannt, welcher Ort sich entweder im südlichen Spanien oder an der nördlichen Küste Afrikas befinden muß. Wir könnten also, um mit Hrn. Löw zu sprechen, hier Nachweisen, daß es im benannten Lande schon in der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, eine ungarische Gemeinde gegeben, die nicht blos ungarisch verstand, sondern sogar einen Theil ihres Gottesdienstes in dieser Sprache abhielt. Allein zur Zeit der Inquisition eine ungarisch-jüdische Gemeinde nach Spanien versetzen, hieße den italienischen Himmel in Sibirien aufsuchen. Ferner heißt es in einem aus Salonik nach Livorno abgeschickten Gutachten wie folgt: p; ünb 2' ^2 ßnnD pN3 HD tfirttf )2D Rnwb. pN2 Üftybb DH1? pH D^nnj* Die Sache ist aber so zu verstehen. Bekanntlich hält sich der Islam als Nachkömmling des Jsmael, folglich auch der Hagar. Unter ober T pN ist also und p^ zu verstehen. Freilich wird auch Ungarn wegen der Aehnlichkeit der Aussprache (Ungarn wird vorzüglich von den alten Geschichtsschreibern auch Hungarn genannt; mit Weglassung des n wäre Hugarn m ^; ferner haben ihre Urstammvärer auch Ugern geheißen)^ mit T p^ bezeichnet. Daß aber R. Meck' Eisenstadt den Namen Buda N112 xnpi -un nicht für eine ungarische'), sondern *) Es stimmen nicht alle ungarische Schriftsteller darin überein, daß die Stadt Buda ihren Namen von dem Bruder des Attila erhalten, dssv eigentlich Bleda geheißen. Jndeß ist dies keine so bedeutende Einwendung, da der Buchstabe 1 im Ungarischen sehr häufig gar nicht ausgesprochen-wird. Unter den Römern führte diese Stadt den Namen ^ciuineum, und

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