Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 50 (10.12.1846)
- Date
- 1846-12-10
- Page
- Spalte 793-794 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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793 794 Studien. Zur Geschichte der Juden in Ungarn. pN mmn ■ wjo rw dn nwnm n’31? robim .-min' 'sdnv ihn.-] pro n!?n erb nroow nm nx pso r6 HJ13D UttrotP tp rp3 ’r3 D«no norm ntt/jw ]Dp IN n’.T Pru? ir? Uinb). Merkwürdig ist jedoch der Umstand, daß sich die türkisch-jüdischen Rabbiner schon im sechszehnten Jahrhundert gegen die Sklaverei ausgesprochen und den jüdischen Käufern das juridische'Eigenthumsrecht an die Person des Sklaven streitig machten sb p HHD *)un pjp xb ub D'«p um nrayn '>d ab bi in. ddu pN : nupv mp /■’D ivn didohd * ditt wynh Nt>N bNIB/'b D^p DH Dy bw / weshalb auch ein anderer Rabbi den sogenannten Befreiungsbrief (nnnD/ m) für überflüssig erachtet (-,-QDN DDDm nyi ’Elb l ti'rb DD .BTTO 'n nnDyi hndj hvnwb- HD^ mjp dhdv. ba/DDU pni '^b -;b b'i.jriNn )b n^n nnnia/ d.i.'nn2 d:pn &n ■’TD ."pä Nb m). - Daß die türkisch - jüdischen Unterthanen nicht so ganz in sich gezogen und völlig abgesondert von den übrigen Einwohnern des Landes lebten, zeigt der Umstand, daß sie ihre Namen größtentheils in der Landessprache (der türkischen nämlich) führten (pn : Ny ly tp Dp nV ]N/Dn »tw idd dw niv^ pnipsy uni obiyn bDD/mn), daß dieses nicht mit Weglassung des r das ungarische oioszlany fei, beweist eine andere Stelle (nD*p Np ^D nV bxyüw ]iD/bD jn^'dn Nipnmb : D"y). Die Arzneikunde, welche Kunst vorzüglich in früheren Zeiten in den Händen der Juden war, scheinen die jüdischen Einwohner Ofens wenigstens in der letzten türkischen Periode, nicht betrieben zu haben und man nahm in Erkrankungsfällen zu muhammedanischenAerzten des Ortes (;jip 'iq n"d/) oder zu jüdischen aus Belgrad und endlich zu christlichen, die aus Wien dahin kamen, seine,Zuflucht (/y ny rp DG? nV). Nicht selten trat aber auch der Fall ein, daß man sein Heil oder seine Heilung in die überirdischen Macht einer yißp setzte (nV y ^0). In Betreff einer Mordthat auf dem Lande, was in den damaligen gesetzlosen Zeiten nur allzuhäufig der Fall war, gab es in Ofen folgende heilsame Einrichtung, daß es nämlich die Zeugen oder die Richter des Dorfes, wo diese That stattgefunden, augenblicklich an den Pascha der Hauptstadt zu melden hatten (DrpoiD^ vbw : j"y ID pp Np nV □■'*1333 in nn’jn -no nno 'nb mpo ni’N mso n^B'ian'P fpT) lyO)1 tö dn DtlWO DD*l). Folgende Ermordung eines jüdischen Einwohners zu Ofen zieht insbesondere unsere Aufmerksamkeit auf sich, weil wir daraus einen genauern Ueberblick über die damaligen Verhältnisse der Juden unter türkischer Herrschaft erhalten. R. Efraim erzählt uns diesen Vorfall in seinen Gutachten Nr. 101 wie folgt: Ein Pascha zu Ofen Namens Hassan reiste im Jahre 1667 nach dem Dorfe Olmasch, was ebenfalls unter seiner Botmäßigkeit stand. Da berichteten ihm die Richter des Dorfes, daß Reitzen aus dem Dorfe Perket einen Juden umgebracht haben und ihn in den Wald geschleppt. Bald darauf kamen einige Bewohner desselben Dorfes, erzählten ebenfalls von der Mordthat und machten dem Pascha ein Geschenk (p^ülD 'Jl) und auf die Frage des Pascha, wozu dies Geschenk? antworteten sie, daß der Mörder ihm dieses überschickt. Der Pascha begab sich selbst nach dem Dorfe, wo er den Mörder antraf und ihn über seinen Frevel zur Rede stellte. Dieser sing zu weinen an, und entschuldigte sich damit, daß er betrunken gewesen und Laß die bösen Geister ihn dazu getrieben haben (mrp HN .N.INL? 'HIN inDH DHD/n). Dieses Alles erzählte der Pascha selbst einem bekannten Juden, und als dieser ihn fragte, ob er auch den Erschlagenen kennt, gab er ihm folgende Antwort: (]NbDN Dy TfoN DH1? DyD Hl?n'jm D’jttr no3 h.u 3w' Nin Nibn 3b xb Nipjri). Einige Zeit darauf, als sich der Pascha mit einigen Juden in Ofen auf der Gaffe unterhielt, ging ein Bauer vorüber, der den Pascha ehrerbietig mit einem Kniefalle grüßte, nach dessen Fortgang ächzte der Pascha Lief auf und sagte zu den Um-, stehenden, daß dies der Mörder des Aslün gewesen. Dieser ganze vertrauliche Umgang des Pascha, der nach einer Aeußerung des R. Efraim daselbst (jnDNH : Ny ID DD/ ntc/jw DrpDioin ddd/d ndd by DD/U Nin n^N nd/nd DDD/D) eine bedeutende Stellung hatte, zeigt wohl in welchem freundschaftlichen Verhältnisse die jüdischen Einwohner Ofens mit ihrer türkischen Obrigkeit gestanden. Und doch geschah dem Mörder nichts! R. Efraim äußert sich daselbst wie folgt: D'bnynä/ ntD nbna nsnn *]b pN n : ny id *p dd/ jndnh ^idh1? TJin ddid/hi ddid/1? iT.in N1? DH1DNH HHD ^DNI HD1ND NLinb nwy N^V TpW Dl mini iniN ih^dh dh^hd/ ddn nnnnD/ ddddi ihin nw bNyD^n bt^lDH Döb. Ja Bestechung ist ein altes UebeL bei den Türken, das sie auch gegen ihr eigenes Wohl blind macht. (Beschluß folgt.) Nüchtvag. Nr. 37 dieses Blattes Seite 591 heißt es in meinem Berichte wie folgt: Die Konjektur des Meir Eisenstadt, daß es nämlich in Ofen zwei Gemeinden, eine ungarische und eine deutsche gegeben habe, bedarf überhaupt, so man auf die Quelle zurück geht gar keiner Widerlegung. Nun scheine ich dort den Beweis schuldig geblieben zu sein, was also hiermit erfolgen soll. In den RGA. des Meir Eisenstadt Nr. 45 heißt es wie folgt: ni DHN rpnii/ pnin 'üwnd NN8D1 dd ^d ndd 'nn ^n^y 'di DHJlD bnpl D^IDD/n bnp D^. Aus Besagtem ist ersichtlich , daß die an R. Moses Jfferles gestellte Anfrage aus Ofen selbst gemacht wurde, was sich wirklich auch in dem Register iddh WD benannter Gutachten findet (2% 'iq iDnnD/n dhjih bnpi dto^n bnp pro pf/pD nW mnb D NN 1211 n".1 nrnnn). Allein schlagen wir das Gutachten selbst auf, so heißt es dort wie folgt: 13 nDN |H HB/N Dnjin pwpi D^DDD/N p"p DH“) D’DV HT b'n (In. Nr. 37 heißt es irrthümlich NJD'ta) N)^D »ID JHp p,;pD DHW QWD/N - p"pp DH^1» D n 12k"U DHDH muND nw mvnb /Ol "rw «ppro Dinnn by man MBm asm mm ms mmm mmm