Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 50 (10.12.1846)
- Date
- 1846-12-10
- Page
- Spalte 791-792 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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792 / 791 Studien. Zur! Geschichte der Juden in Ungarn. Nothweudige Hinzufügunsten zu dem im Kalender und Ja hrbuche für Israeli teil auf das Jahr 1847 befindlichen Aufsatze „Die Schicksale und Bestrebungen der Juden in Ungarn, seit dem elften Jahrhundert bis auf unsere Zeit. Von Leopold L b w, Oberrabbiner zu „ Großkanischa" v o|ti M. Zipfer, Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Fortsetzung.) Ferner wurden die Abschätzer darüber beeidet, Niemanden in Kenntniß zu setzen, auf wie viel sie Jemanden abgeschätzt, oder wie viel derselbe im Besitze zu haben angegeben hatte (D^n rein biv pp inN) hin b yT thw np : nw ph unb jn bbob jn.ppn nt» »76 yw pr6 y-nm!?rtl rpn riDnpn). Bei der großen Plimderungssucht, dienoch heut zu Tage die türkischen Beamten auszeichnet, war diese Vorsicht höchst nothwendig; daher auch im Uebertretungsfalle der Eidbrüchige mit den größten Strafen belegt wurde (n? pypw ewd '.-qmi : nanmn?\)o am ■thtr u/'i) ir&mp nnini» vn-h nyntßfo nny? bozi uw )b mb d?) riwnpiu/ “irn bib jmd nwi muß1? n^Dn), Außer den Steuern mengte sich übrigens die türkische- Regierung in keinem ihrer Lander in jüdische Angelegenheiten, sondern ließ den Gemeinden freien Spielraum, sowohl in der Anordnung ihrer religiösen Verhältrnffe, als auch in der Schlichtung ihrer Prozesse untereinander, welche Autonomie die Gemeinden aufrecht zu erhalten suchten naiND on:nnD nr ]w yn' -D-mty mb : mp 'm N"n inmNb nund/’n pn jnb pn bNitj/'b -noynb DniDbon nr nobon ’pino ij’ni ,nn ibrnin Nbi -pn pm;w poi in1? h’jh i?'xi nt; pro nt J’nmb nny nsn pbon dn N7il frOP). Es kommen sogar Falle in Osm selbst vor, daß Abtrünnige nach ihrer Bekehrung zum Islam ihre mit ihren früheren jüdischen Mitbrüdern verwickelten Prozesse dem Ausspruche des jüdischen Gerichtes anheimstellten (w pmo -d npy' DWD.in b rmm; :op ™ -Dun. apyi iniN) nunpm dd '-) Dy p b w'w nwtüb nun Dpy> tdni bttyow hn-w' bw.. i'd '&b m pjdp 'p. oy owaan dbw PMdr VN nrDn 'DD 7BPN pDöH Ppv fl Q"p' Iß/iOl 'wn nbwbwn DD1?), Bedenkt man, wie verpönt in damaligen Zeiten ein jeder Uebertritt war, so liefert uns dieser Vorfall einen klaren Beweis nicht blos von der Anparteilichkeit des jüdischen Gerichtes, daß selbst Abgefallene ihm ihr Zutrauen schenkten, sondern noch mehr von dessen Toleranz gegen Andersdenkende, daß es sich mit deren Angelegenheiten befaßte. Daß man aber gegen den Uebertritt zum Islam, der in Ansehung der Einheit Gottes ganz die Grundsätze der jüdischen Religion angenommen, deshalb laxer gewesen sein soll, war keineswegs der Fall, es wurde'dagegen nicht minder mit aller Strenge verfahren, wie gegen sonstige Abtrünnigkeit. Dav. Abi-Simra den auch R. Efraim im benannten.'Gutachten anführt, äußert sich hierüber, wie folgt: (piN"D riN -iiDnb a«n dn Vnj/dk” mb mnb' MIN '’djinip itnx fy D'-Diy dtn o'bNyw’nty ntyND n’by ’Jn .nnyoi 'di ,-pis’n * Din die* bo nn'n nN Dnrro b» nriN mso udd dn iDy bNi nnw Nin w"3 idin bp Diiyb in'DJNty m didjj' bNi ni’ nun msN min inaty mnN nyi hni d"dj>n ntpo mm tos nsDbi mn nii ny-ioa hbyob Nin inbyDK' din nv nwnnihb .(nnn bDD nonn Nachfolgende Stelle kann uns noch mehr davon überzeugen, welche Abneigung gegen den türkischen Glauben in den Gemüthern der jüdischen Masse Wurzel gefaßt hatte. Zwei jüdische Einwohner Ofens, die im Jahre 1652 einen Prozeß mit einander führten, sorderden sich wechselseitig zur Bestätigung ihrer Aussagen zu folgendem kuriosem Ende heraus : nwyym -raib hhn nah hiro ''.i' dn nbb pjiow idn nnN nsn ^idid nm' Nb dn 'ib ib idn pDi hNjiDt»’ v' 'm D"n n»D vd fn : bNjratJ,,> nivynbi im i’onb. Die Sache kam vor das türkische Gericht sogar, und hätte zu ernsthaften Folgen führen können, wenn man nicht die Verehrer des Propheten durch die noch größere Verehrung und Werthschätzung des Mamons zu beschwichtigen gewußt hätte (riNionD inistMjn D’bNypssnn ysb nyunj pv: d» DH^d). Ungeachtet dessen war der Uebertritt zum Islam kein so seltener Fall, wie man -sichs denken mag, wozu aber gewöhnlich nichts Anderes als die Furcht vor Strafen bei wirklich begangenen oder auch nur erdichteten Verbrechen der mächtigste Ueberzeugungsgrund zu sein pflegte 33p Nttf nNi' nana pn mn p nu’ Nb^ iDyn : nsj nmDN niDDD mrnb idin idw naj.D. Nicht minder aber scheinen wieder die jüdischen Einwohner Ofens ihrerseits das Geschäft der Prosolytenmacherei vorzüglich an ihren Dienstboten (wahrscheinlich aus christlicher Mitte) ein wenig betrieben zu haben (3'p nV). Die Bekehrten gehörten zum engern Familienkreise, sie wurden als Kinder betrachtet und hielten sogar die ceremonielle Trauer beim Absterben ihrer angenommenen Pflegeeltern;**p N"l7). Türkische Dienstboten zu halten war ihnen nicht erlaubt; hingegen durften sie christliche Sclaven gegen eine von den Unterbeamten zwar willkürlich aufgelegte Kopfsteuer kaufen (vd;n D'-ny D'iin'b 'm’» i’spa ü'N npban d : nJ '’D bNioty iDy bD nyD Nnbübu ^dd lyns'^ D’b'DD dni mnsttn DiiDD iDNbi binb D-apno nb yno dn d mpN nnDt^i b>W). Flüchtete sich eine christliche Sklavin zu einem Türken, so mußte er sie, im Falle daß die Sklavin nicht Türkin sein wollte, wieder ausliefern; willigte sie hingegen ein, zum Islam überzutreten, so hatte ihr neuer Erwerber dem jüdischen Eigenthümec den verlangten Preis zu erlegen nyEO ic?n pbon nny bs : v"nb d"d '’d 'ib Bhno 'n niDiD nins» Dnb L" n©Ni ie"N bo na’N D’yni’ pbon HDD nnDD/ -nmiorai n'^bi ibob ib tcn -ie/nd hjh t |