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Der Orient · 1846-12-03 · 49 (3.12.1846) · p. Spalte 781-782

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
49 (3.12.1846)
Date
1846-12-03
Page
Spalte 781-782 (sequence 7)
Language
German
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781 Studien. Zur Geschichte der Juden in Ungarn. 782 Die Bakascha unscrs Autors') zählt 2000 D, Sie bcgimit mit den Worte»: ri'2i!2 , pj/D ütyna , ptcwo inriDD , cno All 'l.ll N’ÜID DphD. N^O , N'JJDD HTTIND Zu Anfang dieser Bakascha lesen wir folgendes Berschen: by n’n nt ’D'D ipno b'iwn ana nsd’ im bo irm rrw nnp-Ba ^a*t -f?in n’pma iy n n p d 1 rrniopi — (8 i?’3,> na wohn na p Paris, im Oktober 1846. Nothwendige Hinzufügrmge« zu dem im Kalender und Jahrbuche für Israeliten auf das Jahr 1847 befindliche» Aufsatze „Die Schicksale und Bestrebungen der Juden in Ungarn, seit dem elften Jahrhundert bis auf unsere Zeit. Von Leopold L o w, Oberrabbiner zu „ Großkanischa " von M. Zipfer, Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Fortsetzung.) Brauchte nämlich Jemand Geld, so ging er zu einem Bekannten, bei dem er in Kredit stand, und trug ihm'Maaren oder Silber, wenn ec es auch nicht besaß, unter dem Preise an, so ihm der Kaufpreis gleich ausbezahlt werde. Die dafür kommende Maare verpflichtete er sich jedoch erst zu einer.gewissen Zeit zu liefern. Mar die Zeit da, so kaufte er wirklich das Versprochene und überlieferte es seinem Gläubiger aus, oder er gab ihm den wirklichen Preis, der nach dem Verhältnisse der Zeit höher oder geringer fein müßte, als Bezahlung hin, so daß das Ganze eher den Namen eines Geschäftes als eines Darlehens führte (hdi : i'y 1p *p UW -inw--sV bw jnpi Nwon npiyt» jht jnia wy r^riD N.m 'toi b)i2 miron wdd rwpp f-n nbhd d'V idj/] ba:im t jn£ y\ li))D niyDü niDlpn). Auch mit den Türken machten sie häufig Geldgeschäfte, und wollten diese nicht zahlen, so wurden sie ins Gefängniß gesetzt. Stellte sich jedoch die Unfähigkeit des Zählens heraus, so wurde der Schuldner wieder in Freiheit gelassen ßNyDEnrj NiP D’D'3 'VT1 : HDp r,D NBf 7) Vergl über denselben unsere Notiz im LB. des Orients 1845. S.. 143. Buchst. , e m der Note. 8) Diese Bakascha befindet sich in einer Handschrift bei dem Herrn Carmoly iw Brüssel. byw dm p p djik6d mbznv jopin omDNn npö oblt/b n^O’ )b j’Nty). Jedoch war bei der bekannten Raubsucht der Türken einerseits und ihrer zum Sprüchwort gewordenen Trägheit zum Selbstverschaffen anderseits — zwei Eigenschaften, bei denen die Grenze zwischen dem Mein und Dein haarleicht überschritten wird — alles Geborgte unsicher in ihren Händen (^op 'iq nV). 2a man war den größten Angebereien und Verläumdungen ausgesetzt, wenn man bei ihnen Geldforderungen zu machen hatte, und sie sich zu der Bezahlung nicht gutwillig einverstehen wollten (^O «"Bf ntn pojn nwbni bodi : n"y .tp Ap '^a* dj^ni Dy Bf HDD. “i(in p|N jjbh HDD1? bby yvrü 'b'by' ]D nm m Bttfc). Am schlimmsten waren Waisen dabei, wenn sie etwa von ihrem Vater zurückgelassene Wechsel einzukassiren hatten, wo dann die Schuldner falsche Zeugen aufzustellen pflegten, daß Alles schon bezahlt worden, und ihren Gläubigern noch einen Prozeß anhängig machten, warum sie die bezahlten Wechsel nicht herausgeben (: UW rpjw nnpBf ttn tni nuDn -iDDJBf -ursä) DBfW m niannrppn nubn fapBf,on^ niNinjn 3nb/ö na ypa iys vyo din p** mw D«na imvni nroö ‘"ins*1?). Ueber Handwerke habe ich blos Einiges gefunden nn^ bjnsa ^b nd «aaiy :x)p /’d n'V rwjÄ -wpnm jnddnd arfya butt JNQDKD ßWn mDN yp yiaw baa 1^), wovon sich aber keineswegs auf die Nichtbetreibung derselben schließen laßt, da diese bekanntlich ganz im Stillen wirken und wenige Daten von sich zurücklaffen. F. Socialer und politischer Zustand. Die jüdischen Einwohner Ofens konnten Wohnungen, wie auch Handlungen jeder Art, selbst im Innern der Stadt, oder der Festung, welche die Wohnung des Paschas war, ungehindert haben (indnt aopjn ^vywn awni : ^p *'D nwna n'W nDD*n.y nih WNa)# was bekanntlich seit der Vertreibung der Türken aus Ofen, bis zum vorletzten Landtag 1840 nicht sein durfte. Üeberhaupt wußte man unter türkischer Herrschaft in Ungarn von dergleichen Krämersinn gegen die Juden, wie er sich hin und wieder in so manchen Städten gegen sie kund giebt, nichts zu sagen. Der Türke treibt seine Raubgier im Großen, frei und offen, wo er es vermag. Er sucht am wenigsten den Schein der Gerechtigkeit zu usurpiren, wo er sich des Unrechts bewußt ist, läßt aber übrigens sein ausgeraubtes Opfer ganz in Gemächlichkeit ruhen und zu Kräften kommen. Je besser sich dieses erholt, desto lieber es ihm auch ist, um es abermals zur Zeit aussaugen zu können. Mit mchtssagenden, das heißt, nicht einträglichen Dingen gibt er sich selten ab. Wenigstens war so sein Charakter in früheren Zeiten-, der aber ganz anders heut zu Lage werden soll und theils schon geworden ist; während der Jude von nicht türkischer Seite noch heut zu Tage selbst in den kleinlichsten Dingen bis auf den Tod geneckt wird. Hatte der Jude unter türkischer Herrschaft viel, recht viel Steuer zu zahlen, so war er übrk-

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