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Der Orient · 1846-12-03 · 49 (3.12.1846) · p. Spalte 779-780

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
49 (3.12.1846)
Date
1846-12-03
Page
Spalte 779-780 (sequence 6)
Language
German
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77S Kapitale Polens wäre für die Juden Polens der Hauptdruckort, da bis dorthin sich der Ukas über Einstellung der Drukkereien noch nicht erstreckt; allein die eiserne Hand der Censur erstickt jedes Aufkommen. 34) Wilna. Dies ist jetzt die einzige Stadt Rußlands, wo gedruckt wird, und auch hier wird wahrscheinlich die hebräische Typographie verschwinden, wenn nicht der neue Mas über die Büchersteuer modificirt wird. 35) Aolkiew. Ueber die hebräische Typographie in dieser Stadt hat bereits in diesen Blättern Hr. KR. H. C Hajes eine historische und bibliographische Skizze gegeben. Die historische war gut; hingegen die bibliographische, da die Auszahlung der Bücher unvollständig, wie der dort gegebene Nachtrag beweist, die Angabe von Inhalt, Druckjahr u. s. w. ganz weggeblieben, ganz unbrauchbar. — Das sind die 35 hebräischen Typographieen unter den SLaven, die wir in den neuen Literatur-Erscheinungen antreffen; auch sie bilden ein Bruchstück der jüdischen Kulturgeschichte, wie sie auch für die Literaturgeschichte'eine nähere Beleuchtung verdienen. Ganz singulär steht 36) Kosloff Ln der Krim, wo nur karäische Schriften gedruckt werden. Eine Zusammenstellung der Schriften, welche in jedem dieser Druckorte durch die Presse der Oeffentttchkeit übergeben wurde, würden der Bibliographie, der Literatur- und Kulturgeschichte, manche Gabe zuführen. Literaturhistorifche Mittheilungen von Leopold Dukes. I - Das jaaa.n aa d. Stuf der Paris er Bibliothek (Nr. 309 ancien Fond. Folio, Papier, gut geschrieben) findet sich der rniDn naiD des Sche m T o.b P a l q u e r a, und zu Ende desselben ist iDa3.>paa.a -j£>D. Dieses Werk, dessen Verfasser nicht genannt ist,, enthält die Erklärungen der jüdisch-philosophischen KunstanSdrücke. Das was sich hie)- befindet, ist nur ein Fragment, es ist bedauerlich, daß sich nicht mehr vorfindet. Wir lesen zu Anfänge desselben folgende Worte: i^a.a pwa> N^ byi 1311.1 a a d b. vipnyn nntn.m^Dn Nim onaa ’tsw udd.Tipnyrr .ynon. 'ban ona. ptwaww Es schließt sich also dieses Werk an niai niJ>Dvon S amuel Jbn Tib b on und an das crma, aac an. Wir lassen 2 kleine Artikel hier als Probe folgen. aDNnr iba wrpb mrpi nob rfeq >aau3 # ni'ßV . (l.:inaDipa. irnq^) mnn^aDNn i%'di pjy, nao 1) Dieses Wort ist übrigens sehr selten gebraucht, wir erinnern uns nicht es irgendwo gefunden zu haben. 780 ('d aap3 xb wrn nam-nte Cno'Ds usa nny (ui rpyttn) miyi nDNM Mm p wjin ddn Nin aaaw by nmnb ynun ^an na prowoi n1?^ aofa npyn odn nw in md 'a by .piD nsjdj ioa niN^Dn •-nm r^ia^ n1?) mn uw )b nrivr pN *ddn rfcq aran vn rn xb pny at^N cnaaan jbn^'Naoj aaa nw iw ubiyn pN asp um wr\'D N3D310 nnN D3N NW. IN my ’DDNl ">3N IDD) DHD 'iv ty rja)Di ddn iraa nid aij?n nfei pN 'vaN idd (3;D.aD anN wain ü*?unai uaoNP d’Jdi IL lieber ein Gebet (wpa) genannt nbnp ül von Schem Tob Jbn Ardoteal. Diese Bakasch a (n^pa) gehört, zu den lit erarisch e n C iertänze n, die als Spielerei die Aufmerksamkeit einen Augenblick in Anspruch nehmen kann, aber an und für sich werthtos ist. Sie stehet nicht Mein da, es sind uns solcher Gebete, die einen gewissen Buchstaben 1000 bis 2000 mal 'widerholen, mehrere bekannt» So z. B. von Abraham Bedarschi^), Jedaja Penini^), Josef b en S ch e sch i Jbn L at irna3), Elia Ha-Lewi aus Konstan tin opel^), David Vital^), und der Verfasser des Gebets N.a njnvi6). 2) Wir sprechen hier unsere Vermuthung aus, daß das hebräische,.Mort (fehlen) von -ny (Heerde) abstammt und mit demselben zusammenhängt im Begriff des r£»ysn idh. *Tiyy mochte ursprünglich von Schafen gebraucht geworden sein, welche von der Heerde, entsprungen waren, und wurde dann für alles Fehlende überhaupt gebraucht. Mehr über diesen Gegenstand bei einer andern Gelegenheit. 3) Das Epigraph des ganzen Buches lautet: ti"3 .nenon Di’ aain rfy iddh nt n^J .vrd? dem adw dbo »TPirt> Nt"pn nw W?n stnrft — /«r Zu Ende des More ha-More findet sich in der Pariser Handschtift der anonyme Brief, welcher sich tm„rin3ö mN3p (S. 180—185) befindet. M u n k theilte mir seineVermurhung mit, das dieser Brief von Schem Tob Palquera wohl selbst ist. 1) Dessen und jnD^a ncrpa find vor einigen Jahren im Kerem Chemed abgedruckt. 2) Zu Ende des M'Na oft abgedruckt unter dem Liter p^vn wpa. 3) Abgedruckt in dem aww pap, welches vor einigen Jahren erschienen ist. Es ist sehr kunstreich gearbeitet. Es enthält ebenfalls 1000 und die Bibelffelle' p'2'p^ ist witzig darauf angewandt. Handschriftlich sinder sich dieses Gedicht in einer Sammlung im Besitze des Herrn Mair Goldschmid in Frankfurt a. M. und bei Herrn Ash er. in Berlin. 4) Vergl. unsere Notiz im LB. des Orients 1844. S. 393. Note 24. 5) In dessen abgedruckt. 6) Es befindet sich auf der Oppenh. Bibliothek. Studien. Litexaturhistorische Mittheilungen.

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