Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 49 (3.12.1846)
- Date
- 1846-12-03
- Page
- Seite 387 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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387 pnv.ty ‘ Witt, welche noch zu ergänzen ist, da derselbe sie nicht wörtlich zu citiren scheint. Auch hierauf hoffe ich später zurück zu kommen, jda diese Zeilen blos dazu bestimmt sind, einige Andeutungen und praktische Erfahrungen niederzulegen, aber nicht um mich über den Gegenstand erschöpfend zu verbreiten. x Ich schließe mit dem innigen Wunsche, daß nun die Akten der Polemik über Meziza von beiden Seiten geschloffen werden mögen, daß der unerquickliche Streit sich bald in Eintracht löse, und möchte es mir doch vergönnt sein auszurufen: D'JJDBO D^H.W Din Dm. 16) Dresden, am 2. Marscheschvan 5607. Das Streben nach religiösen Reformen in nuferer Zeit, mit Beziehung auf das Judenthnm. (Fortsetzung.) Diesem stehe aber auch nun nicht die Bibelansicht, in 1 B. Mos. 1. entgegen; denn, wie bereits der große I. G. Herder und schon vor demselben der wackre Maimuni, in seinem Werke, More Nebuchim bemerkte, daß (im, oder am Anfänge) gar kein zeitlicher, sondern geistiger Anfang bedeute, wie dies im herausgegebenen Werke und anderwärts nachgewiesen ward, — auch Mosche in diesem bekanntlich höchst dichterisch gehaltenen Lheile des Pentateuchs, das Werden, das Entstehen des Weltalls nur beschreiben wollte, und wahrlich dies höchst der Natur gemäß, wie er's überall that, ausführte. — Denn sowohl das Organische als das so bezeichnete Unorganische löst sich ja in die, als die 4 bezeichneten Hauptgasarten, Waffer-, Sauer-, Stick-Kohlen-Stoff-Gase auf. Diese aber scheinen allerwahrscheinlich der Niederschlag des Aethers zu sein, der den Raum sämmtlich ausfülle, und eigentlich der Raum selbst sei. Diesem Aethcr aber liege der ITH (Nuach Elohim) (Geist Gottes, oder auch, weil für die Bezeichnung Gottes stets " (Adonai (abgekürzt) Elohim) stehe, also, da für den Ausdruck: Natur es kein echt hebräisches Wort gicbt, Natur zu benennen wäre. — Und diesen Nuach, Geist der Natur, als dieses Eheje Sein, diese Allkraft giebt Mosche als schwebend über das Nichts, das wahrhafte Nichtvorhandensem an. Er läßt aber nun auch ganz dem Gange der Narur nach, und wie man es bei menschlichem Ädeengange wahrnehmt, das Weltell werden. Dennwie beim Menschen erst sich zu meinem Gedanken, die erste Anre- 16) Der erste Lheil des Aufsatzes des Herrn Rabbiner Horwitz in Wien ist mir erst zu Gesicht gekommen, nachdem ich bereits diese Zeilen niedergeschrieben hatte, und alterirt derselbe bis jetzt die meinigen durchaus nicht. « gu ng dazu, — wenn man dessen Entstehen nach spüre, — zeige, so erscheine in der Natur die Anregung, im sogenannten-'-Änorganischen Mineralreiche, dessen Belebt-, Vewegr-Seip, dessen Wirken sich gleichsam verschlossen, in der Kristallysation kund gäbe. Deutlicher trete aber dies Leben, Bewegen, Wirken im' Pflanzenreiche hervor, wenn gleich dies Organische nur dunkel, andeutend blos das Organische darlege, gleich dem menschlichen Jdeengange, das Angeregte sich zu einem, wenn gleich im Dunkeln noch gehaltenen, doch das Ziel und Streben deutlicher hervortreten machenden Idee gebildet zeige, welches beim weitern Fortgange der Gedankenbildung, sich in besondere genau wahrnehmbaren, und in ihrer Gliederung deutlicher hervortretenden Jdeengebilden darstellt, die in dem Natur-Entwickelungsgange, sich als ausgebildete Organische, als Lhierreich zeige. Wie nun aber beim ^vollendet und vollständig dargelegten Gedanken, alle jene vereinzelten Ideengebilde sich beim menschlichen vollendeten Gedanken-Entwickeln in ein übereinstimmendes, wohl geordnetes und schön gegliedertes Ganze dargiebt, eben sowohl geordnet, geregelt, herrlich gegliedert stellte sich in der Natur, im Menschen das Organische, in seiner Vollendung dar, da dieser noch mit dem Gotteshauch begabt ist; weßwegen auch, eben wegen jener dadurch bewirkten Ungeheuern Verschiedenheit vom Thiere in den oft ungezogenen Werken, der Mensch, als besonders, so bezeichneteö Nalurreich, als Menschenceich bemerkt worden, aufzuführen, nicht als zugeeignet, unpassend erscheinen möchte. — Daher aber nun erscheints zwar richtig, anzunehmen, „daß, — nach Kants Ausdruck das Ding an sich auch gleich sei dem Dinge, wie es erscheine; also das Reale das Ideale dargäbe, diese Schellingsche Subjekt - Objekcivirung, aber nur mit dem Unterschiede, daß, wie Beispielsweise die Rose in ihrer vollendesten Gestaltdarlegung zwar die Kraft eben dieser Rose, also so zu sagen ihr Innerstes, wie in ihren Entwickeluugsgängen bis zur vollendeten, prachtvoll aufgeblühten Blumen, die Mannigfaltigkeit der Kraftäußerung, dieser in ihr wohnenden Kraft erscheindar mache und verkörperliche, folglich das Verkörperte nicht nur die nothwendige Äußerung der Kraft sei, sondern auch der wahre Widerstrahl, die Abhaltung dieser Kraft der Rose; aber die Kraft selbst doch wahrhaft nicht sei. " — Deswegen aber wäre wohl richtig aufzustellen, daß das Weltall der Widerstrahl, die Abschattung der Gottheit, das Eheje, dieses Sein, diese Allkraft, in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit dargäbe, erschein-, und erkennbar zwar mache, aber die Gottheit, die Allkraft selbst nicht sei, und wiewohl das Weltall das nothwendige sich verkörperlichende Geäußerte der Weltallkraft sei, dennoch eben der Welt, das Geäußerte nun dieser Kraft, und zwar nicht allem sofort notwendig als das Gewirkte jenes Allwirkenden werden, sondern, wiewohl eben als Geäußertes, als Gewirktes, und somit erscheinbar Gemachtes, VerkörperUchtes, den Orgamsmusverhättniffen folglich der Natur, dem Flusse der Ver- und Umwandlungen jedes einzelne Gebilde der Weltallgegenstäirbe, vermöge