Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 48 (26.11.1846)
- Date
- 1846-11-26
- Page
- Spalte 763-764 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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763 Druckfehler. Im NN HDtf. ist richtig 4865 angegeben -- Hr. Bert Go ldberg wundert sich, daß Hr. Luz zatto seine chronologischen Tabellen nicht benutzt habe, und schließt darausdaß Hr. C. sie nicht kennen könne. Jene Tabellen reichen jedoch keineswegs für alle Zeiten aus, und verdienen durchaus nicht den Namen 6ulen6urium pirpetuum. Vergleichen Sie in Ihrem „Allgemeinen Archiv des Judenthums" Band II meine Abhandlung über Lazarus Bendavids Werk „über den jüdischen Kalender." — Wenn Hr. Goldberg ferner glauben macht, daß die Bestimmung von 6! Gränzen, eine Erfindung alter jüdischer Gelehrten, gänzlich vergessen wurde,- und sie wieder an's Licht gezogen zu haben se in Verdienst sei, so erscheint dies in den Augen der Sachkenner nur' lächerlich. Die Erfindung der 6l Gränzen ist nicht vergessen, sondern wegen ihres Mangels an Allgemeinheit verworfen worden. Sie nennen übrigens meine nun erfundene Formel zur Berechnung des jüdischen Kalenbers; sie ist so allgemein, so einfach lucht auszuführen, daß sie wohl der Veröffentlichung verdienen dürste *). — So weit Herr Block. In derselben Nummer giebt Herr Goldberg Aufklärung, über meinen in Nr. 27 des LB. ihm gemachten Vorwurf» Es ist diese jedoch durchaus unwahr, und dieses zu erklären bin ich, mir schuldig, ^ur nDfiDJ rnitPfl von m aus meinem Mskr. abzuschreibm und zu feinem Nutzen abzudrucken hatte ich ihm gestattet s außerdem gab ich ihm zu diesem Zwecke das fl TI ‘DDD mit Zusätzen von W Heidenheim. Er hingegen schrieb ohne mein Wissen mehrere Aufsätze ab, als ron ujh u. A. (und zwar in der Eile sehr fehlerhaft) und die syrischen Fabeln^ab. Als mir seine Schrift DWDbD C^Din zu Gesichte kam, stellte ich ihn über seinen begangenen Misbrauch zur Rede und erklärte, daß ich ihm hinführo kein Mskrpt. mittheilen werde. Dabei ließ id) es bewenden» Woher erstand ihm nun das Recht, die auf diese Weise erworbenen Fabeln auch Andern zum Abdruck zu überlassen? Darum foderre ich ihn schriftlich auf, sich dieserhalb mit mir abzu finden; Bezahlung zu fodern konnte mir nicht einfallen. Er antwortete nicht, und so mag es drum sein. Berlin, 8 Nov. 1846. Dr. I. H ein ema n n *) Bei der Kalenderberechnung nach dieser Forme!'bedarf es lediglich der Kenntnisse der Jahreszahl sie sei die der jüdischen oder die der entsprechenden christlichen Aera, da sie auf beiden basirt ist. Der, leider sehr kränkliche Vers, dürste diese 2 Bogen starke Schrift gewiß gern für ein mäßiges Honorar überlassen. Dr. Hn. 764 No thwendige Hinzufügungen > zu dem im Kalender und Jahrbuche für Israeliten auf das Jahr 1847 befindlichen Aufsatze „Die Schicksale und Bestrebungen der Juden in Ungarn, seit dem elften Jahrhundert bis auf unsere Zeit. Von Leopold L 'ö w, Oberrabbiner zu „ Großkanischa " von M. Zipfer, Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Fortsetzung.) L. Handel und Gewerbe. Obwohl bei dem damaligen europäischen Verhältnisse und den kriegerischen Zeiten, in denen die Pforte.mit den übrigen europäischen Mächten, vorzüglich aber mit Oesterreich verwickelt war, so daß zwischen beiden Staaten eine förmliche Sperrung herrschte (dTJDDW DUHDi : Dy ^D nV ijnDDl *U1D), überhaupt in Ofen, das die Grenzstadt zwischen türkischer und christlicher Botmäßigkeit bildete (^o rrojf «om imi p npim nt nurn ppVity -wnh : td "lDDH by), von einem eigentlichen Handel, in dem Sinne, was heute darunter verstanden wird, nicht die Rede sein kann, so harten dennoch die jüdischen Einwohner Ofens einen weit ausgebreiteten Handel in ihren Händen, der sich nicht blos auf den Detailverkauf von Lebensmitteln und Maaren, den sie vorzüglich mit den, theils aus Trägheit, theils der kriegerischen Umstände halber zum Handel völlig untauglichen türkischen. Einwohner des Ortes und der Umgegend betrieben, beschränkt (-pjn »THEO *)N v HD *'D 2 pbrI DTD Dirne bo hm dd DWD&N ottt nw 'ti -ümn td D^NyOu^n DJ) ■ DJTpDJJT) , fonbern auch im Großen tief in die Türkei hinab erstreckte. Vorzüglich standen sie mit den Einwohnern aus Belgrad im großen Geschäftsverkehr nnrh tono i«nw mm : td ^d). Aber nicht blos zu R. Efrajims Zeiten, sondern schon hundert Jahre früher finden wir die jüdischen Einwohner beider Städte einen wechselseitigen Verkehr betreiben (ism *0 rD ''D tWD&y 'n DTTD D'tfiON ''iw Drpy). 2m benannten Gutachten, das vom Jahre 1546 datirt ist, wird der traurige Fall berichtet, daß drei Schiffe von -Belgrad nach Ofen ausgerüstet wurden, die Schiffsleute oderdie Eigenthümer werden als ]*,TD WDQ angegeben, unterwegs wurde ein Schiff von Räubern überfallen, wobei die darauf befindlichen Juden, drei an der Zahl, das Leben verloren, von der übrigen Mannschaft heißt es daselbst: D^DO.T DJ7D1 TJnrtf D',7.»Dn nSTpDT pwn by |nno nbyofe cdv6 idj mrr. Eben so standen sie mit Salonik in Geschäftsverbindung. Die Entfernung des Ortes, läßt uns zugleich auch die Bedeutenheit der Geschäfte schließen. So wird uns zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts von einem jüdischen Einwohner Ofens mitgetheilt, daß er, Besitzer von mehr als V^n.1 50,000== 100,000 Studien. Zur Geschichte der Juden in Ungarn