Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 48 (26.11.1846)
- Date
- 1846-11-26
- Page
- Spalte 765-766 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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765 Studien. Zur Geschichte der Juden in Ungam. 766 Dukaten Courant 5,000,000, einen eigenen Bestellten mit vielen Maaren nach Salonika schickte (niVc W "1DD »’n Np'jf<i>ND m’on ns-nnjn : NDp '’D pa anno .(ona nnnoni> D’oaj naan dj> bfn paa assnn pixas Ferner besuchten sie die Märkte zu Alissona, welcher Ort der Stapelplatz für MariNl D’a^lb war, die man von da nach Kleinasien verführte, und wobei auf die jüdische Gemeinde zu Ofen besondere Rücksicht genommen wurde (ddlDV 'D2LM 'n aarö D’aW?ntc' rojis^a pna’ 'na a”nru aiy : ao '’D paia ayai ni^npn axa njid^n an’1? rbw). Osik, dessen Märkte sie ebenfalls besuchten (.ina ’j^NtP : üb '’D nV yo'b jma PP ’wn wpa-, y"w sai f'm ’v'a bm noiDn nj’SDn by -poon naaa nnapi ’üty opa p’DN apb), scheint ein ungarischer Ort zu sein. Aus einem Gutachten des R. Joel Sirkes geht hervor, daß zu seiner Zeit die jüdischen Einwohner der Stadt Weißenburg nach der Walachei handelten. Ein daselbst (sy '-»d “p 'n) angeführtes Zeugenverhör, das in polnisch-deutscher Sprache abgefaßt ist, lautet wie folgt: Jetzt ein Jahr bin ich in der Walachei Ochsen zu kaufen gewesen, da habe ich einen Juden aus Weißenburg erkannt, den ich seit DW.ID nicht gesehen habe. Ich fragte ihn nach meinen Bruder, ob er ihn kenne? Da gab er mir zur Antwort: Ich kenne dich und auch deinen Bruder, der auf sder Laute spielt. Nun fragte ich ihn, sage mir, wie ist er um das Leben gekommen, qd »N HECTO? er antwortete mir, dein Bruder war in Weißenburg, und ist ausgefahren, um zu fragen, wo polnische n’TIp DDöP sind, und ein Türke ist mit ihm gefahren, Gefangene zu kaufen; dieser legte sein Geld auf/den Wagen deines Bruders und .ritt, daneben. Da haben D’"np gesehen, wie der Jude Geld hat auf dem Wagen, sie jagten ihm nach und brachten ihn um das Leben, der Türke jedoch flüchtete sich nach der Stadt Weißenburg zurück »TiUTn ’P *7>.in m pD JTiO). Es gab aber auch in Siebenbürgen ein. l'Vjöl vnr, ob es dort auch jüdische Einwohner gegeben, ist mir unbekannt. Andere dort angegebene Umstände sprechen bald mehr für das Andere. Das Gutachten ist-vom Jahre 1593 datirt. Was den inncrn Handel betrifft, so finden wir, daß die jüdischen Einwohner. Ofens den Salzverschleiß, was heute ein königliches Monopol ist, in Händen hatten, und damit mit den türkischen Einwohnern zu Gran handelten Ve#). Ferner hatten - sie öfters Fleisch für das Militär zu liefern (nP’nbi D’ub -M pb a”ino piNa,: i: '’D a"w), obwehl es nicht minder türkische Metzger gab, von denen wieder die jüdischen Einwohner koscher Fleisch zu ihrem Gebrauche nahmen .(OD’DDI ÜDJ/ pPip£3 H3p pTNn : NJ nV U pr^K’1 “DU -©DH)' fe(ten aber war auch der Fall, daß Juden und Türken zum Fleischverkauf in Gesellschaft traten -(niorD pNyWVl rtfp’ : 11/’D. NW DIDniwn “imP), alles auf ein sehr freundschaftliches Derhältniß zwischen den Bekennern des Jslam's und den jüdischen Einwohnern benannter Stadt schließen läßt. Der Handel mit geistigen Getränken war ausschließlich in der Hand der Juden, da bekanntlich den Türken jeder Genuß davon verboten war, und dieses Verbot in damaliger Zeit pünktlich auch gehalten wurde. Als im Jahre 1670 am Paffa- Vorabend ein jüdischer Einwohner Ofens Branntwein wegen des herannahenden Festes hätte ausschütten sollen, so verschenkte er denselben lieber an einen Türken; bald darauf jedoch kam ein strenger Befehl vom Sultan, daß keiner (ob blos Türken oder auch Juden wird daselbst nicht ausdrücklich angegeben, jedoch scheint dieser Befehl hier blos erstere zu meinen) geistige Getränke im Hause behalte, worauf besagter Türke das Geschenk wieder zurückbrachte. Rabbi Efrajim sieht dieses Ereigniß als eine besondere Fügung Gottes an na’un Na’ nr jdt anw na’on aa’D na’on bjm: 'a '’D aaiD in’aa nptwa dw p’tnnb aber na"’ ■jban nND TDWcn), weil der Fragesteller das ihm anbefohlene Ausschütten DN’jrD "rtDN DDDD pDH D nicht strikt befolgte. Aus einer andern Stelle jedoch, wo zwei jüdische Einwohner über das Graben eines Kellers, und über dessen wegen des eiirgegangenen Verbotes der geistigen Getränke gewordene Unbenützbarkeit Prozeß führen , gebt hervor, daß dieses Verbot zuweilen auch die jüdischen Einwohner betraf, ja daß sogar Todesstrafe auf Jeden verhängt wurde, bei dem man geistige Getränke finden wird jnJ pisn : IDp '’D N4V nV’ -pcn hnd rmi nst» nnyi 'di ^mD-i^-iisn!? npD “f?Dp irn 'TO IfiDD ipy« NäD’W ’BW). Wahrscheinlich wurde ihnen dieser Handel unter der Bedingung blos an Nichttürken zu verkaufen, gestattet, von welcher Erlaubniß jedoch manche einen Misbrauch machten. Aus dieser Ursache wurde auch nicht selten von den Rabbinern oderVorstäuden der Bann gegen diejenigen geschleudert, die sich eines solchen Misbrauches schuldig gemacht, wie überhaupt der talmudische Satz: nn Hil . D’my Pd unter türkischer Herrschaft zur völligen Wahrheit wurde, die nicht selten das Vergehen eines Einzelnen einer ganzen Gemeinde büßen ließ (ttbi “DD1? nP’w iannnw -ids? : dPt- '’D i"n pwri nnnoD P'p iDynw pPDu non nn d'hxyow'b ]” nnP;n Mp jn nn m by lyyb 'hid’P nwi n.t &bw Pd Pp NDIT1 IHN' DkV) pID’Pl J1DD B^Jipbl pßrkp' mpn). Daß aber manche türkische Beamten auch viele unschuldige Weinhändler, unter dem Vorwände, daß sie auch an Türken verkaufen, im Grunde aber um Geld von ihnen zu erpressen, mit den größten Qualen marterten undihnen das Geschäft so sehr verleideten, daß sie sich dasselbe unter Ablegung eines freiwilligen Eides auf immer versagten, war keine seltene Erscheinung*). Jedenfalls beschäftigten sich damit nur wenige, die meisten jüdischen Einwohner Ofens Hutten Waarenlager und öffentliche Handlungen, bezogen auch sehr häufig damit die nahe herumliegenden Ortschaften, wozu ihnen die Donau das beste Beförderungsmittel war. Auch nwjfr tibiff yibw ’D : t '’D ’Jnidd mo 'n (* aaat? rby b'byrw ’Jsd ’J’DaNb n^ '’nin’1? ab maD1? .bayrn'b