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Der Orient · 1846-11-12 · 46 (12.11.1846) · p. Spalte 725-726

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
46 (12.11.1846)
Date
1846-11-12
Page
Spalte 725-726 (sequence 3)
Language
German
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725 720 Studien. Salomo Jbn G'ebirol und Avicebron. Bon S. Munk. ^nn nrn usvi o"jnn D’bws □ Pd ni'.p mdd D'sbmo PlD'ni * miü IDSJjn WDH pNi miio Dirnen nnio’ pD -onc^ ILO ins buP nkw ptswin “no1 bib dn) nriN PO' oIjd rnfr py nfotyiD.p nnion /di P:d niNHDJ ituPijd i'N'lv 2”nnn priN „Wenn nun das Niedrigere aus dem Höheren entspringt, so muß Alles, was im Niedrigen ist, auch im Höheren vorhanden sein. Die Kreise des Körperlichen nämlich sind den Kreisen des Geistigen parallel und jene entspringen aus diesen; da nun die Kreise des Körperlichen Materie und Form haben, so muß dies auch bei den Kreisen des Geistigen der Fall sein. Der Beweis, daß auch die geistigen Substanzen die Materie mit einander gemein haben und in der Form verschieden sind, liegt darin, daß die Wirkungen jener Substanzen verschieden sind, es leidet also keinen Zweifel, daß ihre Formen verschieden sind. Es darf aber nicht angenommen werden , daß die Materien jener Substanzen verschieden seien, da sie alle rein geistig sind, und der Unterschied in der Form liegt, die reine (allgemeine) Materie aber formlos ist ♦ ... Die erste Materie, welche Alles trägt, ist eine, da sie sowohl-die Materie des Sinnnlichen als die des Geistigen umfaßt, so daß sie alle eine Materie sind. Da nun Alles eine Materie hat, so müssen deren Eigenschaften überall sich finden re." Jbn G'ebirol beweist dann ferner, daß dieses sich am meisten in der vernünftigen Seele und im Verstände zeige, in denen alle Formen enthalten sind. Dieses drückt Albert als die Meinung Avicebron's folgendermaaßen aus: Quod autem in intellectuali substantia sit probare conatus per id quod proprietalem materiac invenit in sübstantia intellectuali, sic quod substantia intellectualis comprehendit et tenet in se formas omnium. Comprohendere autem et teuere materiae est: et ubi sunt proprietates ibi est subjectum. Patet ergo quod materia prima est in substantiis intellectualibus. Ex hoc dicit, quod materia sit in Omnibus praeter primum factorem etc.4) Was nun Alles bewegt, um Marerie und Form zu verbinden, ist nach Avicebron der göttliche Wille. Avicebron autem, sagt Albert §), in Libro quem kontern vitae vocari confinxit, solus inter onmes principium primarum per voiuntatem agere dixit ... Voluntatem autem adbibuit tan quam ex electione determinantem quod hoc vel 11 lud operandum sit. Wir können hier nicht näher in die Lehre vom Willen eingehen, welche Jbn G'ebirol an mehreren Stellen ausführlich auseinandersetzt. Wir begnügen uns folgende Stelle aus dem 5. Abschnitte des Qv>n anzuführen: pidvid p’byn nspn Nim misa ^.iiddip pidvii 4) De causis et proc. univ. tr. 1. cap. 5. 5) lbid. tr. 111. cap. 4. S. das Nähere bei Ritter. Bd. Vlll. ©, 102. 103. pittn pamD. nman b1? nxtyyn rm i?np’ pbw moP^n Py mia d pe\v 'n’i 'n' NPinn P^n npycp pmta no-’sd pjpno pidvi bpDJDNi a i>am Pan Min ^apts» ncr pinn naa^ na ’sa nP i»apno ivL^a iP •.pspntp hd bss ^n-aa Dyio psnn und pidvi „Diejenige Materie, welcher besonders die Form des Verstandes zukommt, nämlich das obere Ende der allgemeinen Materie, empfängt die Form des Verstandes, welche alle andere Formen trägt, von dem Willen, welcher oben beim Schöpfer wohnt, in dem die Form siä) in ihrer Vollkommenheit findet, der Alles ist und in welchem Alles ist. Die Materie aber empfängt von dem Willen nur nach dem in ihr liegenden Vermögen der Empfänglichkeit, nicht aber nach dem Vermögen des Wittens. Was die Materie vom Lichte des Willens empfängt, ist wenig im Verhältnis; zu dem, was im Willen liegt". Die angeführten Stellen werden genügen, um die Identität der Schriften Q«n -,-rpv) und fons vitae und somit die Identität des Jbn-G'ebirol und Avi cebron 6) barzuthlur. — Diese Identität war auch dem r^n rpp p bekannt, einem Castilianischeir Juden, welcher im 15. Jahrhundert mehrere lateinische Schriften von Thomas und Anderen ins Hebräische übertrug; dieser setzt geradezu für Avice bron den Namen ‘pHOS p, wie z. B. in einer Stelle aus Thomas Quaest. de anima, welche Dukes im Literaturblatt des Orients (1843, S. 803) angeführt hat. Bei Thomas heißt es: Quidam dicunt quod anima et omnino omni8 sübstantia praeter Deum est composita ex mateteria et forma. Cujus quidem positionis primus auctor invenitur Ä vi cebro n auctor libri fo n ti s vi ta e etc.7 8) — Dieses übersetzt der genannte Ali ben Josef H a b i l l o folgendermaaßen: wn Pnip Tlbn DKy bj DJ B'DJüD' nDN iU’p IjiT'aj 'i Nin DNi -idnij/ prvNP! misi PD1ND aaain D"n upD idd aanD. Derselbe Ali übersetzte auch ein Werk über die Physik von Joh. Vasaris, einem Doktoren der Sorbonne^). Die 16. Quaestio des ersten Buches beginnt in der Uebersetzung mit folgenden Worten: 6) Die Identität läßt sich auch in beiden Namen noch ziemlich deutlich wieder erkennen. Jbn G'ebirol oder Jbir G'ebrol wurde zuerst inAvigebrol, wie Jbn - Sina in Avicenna verwandelt; aus dem arabischen g'im oder italienischen g wurde Leicht ein italienisches c (tsch) und so ging Avigebrol in Avicebrol und dann in Avicebron über. 7) Quaestiones disputt., quaest. de anima, artic, VI. fol. 153 a. 8) Diese Übersetzung, welche sich handschriftlich in der Pariser Bibliothek befindet (fonds de TOratoire Nr. 130), vollendete Ali in Montson (pynJID) oder Mon^on in Aragonien am Donnerstag den 27. Schebat 5232 (6. Febr. 1472). In der Vorrede nennt er unter seinen früheren Arbeiten die Uebersetzung der (quaestiones de anima) von Thomas von Aquino. 46 " i.--—SS«

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