Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 40 (1.10.1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- Spalte 633-634 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Geschichte der Juden in Böhmen. 634 Copia eines an-ern Aktenstücks. / Nota des auff hewt dato der adl durch mich Johann von Eynsiedl Ritter zu Tyrnau des allerdurchlauchtigsten fürsten vnd Herren Herrn Gorgeli kügs zu behmen rc. Secretarii beridt vnd beteidigt ist worden zwischen den erbn weisen Caspar Jumkherren vnd pcnvl rudisch vnd Franz Geller purger zu Eger von eim rath, vnd der gemein StaL Eger, an eynem, vnd den bescheiden Smohel Gumprecht Joseph vnd Sara, vnd alle Kinder, die yzunder pey In wonhaftig sein czu Eg er an dem andern teyll, mit ir beider wille vnd wissen nach dem der obgenannt mein allergncidigster Herrn der künigk dieselben iuden wider an die von Eger geweiht hat vnd diz Iar nemlichen als von Scnt Jorgen tagk schierst kömmt ober ein Iar czu Eger In seinev königlichen genaden schuz vnd schyrm frei sein vnd peleiben sölleir auff sulchen vertrag, den sy darumb mit seinen küniklichen genaden darymb habn an der von Eger beswerung angeuerd, vnd wenn die selbigen zeit auß kömet, So schüllen die selbigen iuden vnd Jüdin mit sawpt iren kinden darnach , nach dem sie sein künigkliche genad wider an sie geweist hat, In Jrer Stat pey in wanen vnd pleybig fünff Jahr das ist nemlichen yzund von Sende Jorgen tagk schirst der do kiimpt vber sechs .Jahr , darvmb sie alle Iar den von Eger auff das ratthauß gegebn vnd reichen schollen hundert vnd sünffzigk guldein rheinisch , vnd die von Eger sollen In des Iren offen Brieff gebn, das st) die Iar .alle schützen vnd schirmen füllen, vnd' bey In also Halden In Massen sy sich vormals bei yn verscheiden habn, vnd wen die iuden den brieff über nemen, So schüllen sy den alden briff mit sampt meinem allergnedigsten Herrn des künigs Brieff den von Eger wieder antwortn vnd geben Sust söllen sich die. iuden mit gut gewonheit Halden ken den.von Eger 'als sie vormals gethan habn. Gegebn zu präg, nach Cristi gepurk vnss lieben Hrn Tausent vierhundert vnd in dem dreyvndsechzigisten Iar am Dinstagk noch dem Suntagk Judika in den vasten. Abschrift. Biographische Skizzen. rv:.:' R. Hillel ben Naftali Herz, geboren.-zu- Wilna im Jahre 1600 (o'-w), ^eint daselbst etwa als Dajan Anfangs gelebt zu haben, weil er Entscheidungen in seinem Werke über Anfragen anführt, die dort x) vor ihn gekommen. Doch 8 633 Studien. Urkunden zur altern ß In zugegeben W ein JModer;wer" wM von uns ziehen/ aus % der Stat - die mugen offenbartich mit. ir habe vom uns zihen 'Z die füllen wir laffen geleitet'vier meylen wegs von vns vnd E In ein 'gut . geleit geben Iar und tag da zu Ligen vndir I schult eynzumanne nach aussage der^Judischeit die do bleibt % doch also wer Hy bleibt von der Judischeit ob einer do bliebe K der soll vns vnser zinß außrichten die Czwey Hundert gülden vnuoruklichen dy weil er diesen brif gebrauchen will, wolt er oder auch enwekzihen, so sol er die versessen, zinß geben vnd ■■j das Schülhaws, Selhaws vnd friethof sol auch wider treten / auf das Rathaus In Massen als vor vnd solde von vns entj brachen sein oder wolt der Jude andere Juden zu Im nemen ... die im hulffen den geschoß anßrichten noch dem also vorgeschrieben stet, die füllen wir eynnemen in aller maß als oben! geschrieben stet/ Sunderlich wir sollen vnd wollen alle stücke / vnd artikl diz Briefs stete vnd ganz vnuorrukt halten. Des | czu Vrkund vnd bekenntniß .haben wir vnser Stat Jnsiegl wissentlich laffen hangen an diesen vnserm offen brief der ges ben ist nach Christi gebürt Wierzehen hundert Iar darnach ti in dem fünff vnd dreissi'gistenJare am Sonntag Ocuii in i der Vasten.? OopLa vom Orginalpergameutbrref. ß Wir Bürgermeister Rate vnd die ganz Gemein der StaL l zu Eger Bekennen vnd thun kunt mit disem offen brife vor ß allen den die in sehen oder Heren lesen wann wir besunder gunst vnd gnade vnsern Juden bei uns alhy zu Eger gesessen ß gethan haben, vnd thun mit diesen brif also die weil daß nicht J mer Hy sind dann zwen rechte Wirtte die gefchos gebn, das | sie vns nicht mer zugeschoß geben füllen, dann hundert gülden Reinisch alle Iar Jerlich auf Sand. Walpurgentage an der § Zweyerhundert Guldein stat bie bendnt finb in dem ersten | Haubtbrief, vnd dorzu füllen sy vns geben die kleinen recht [ als die vir alter gewesen vnd herkomen seyn, wer dann das § die zween Wirtte noch eyn Wirkt zu hn nemen, So schüllen t sie vns Dreyvnd dreyßig Reiirisch gülden mer geben. Würden I Ir dann vier, so füllen sie Sechsvndsechzig gülden mer dann i Hundert gülden geben. Wurden ihr dann fünff wirtte, so füllen sy dy Zwei hundert gülden ganz geben, was ir. dann i mer wirtt dann fünff wirtte, so sollen sie und dann Drey hundert gülden geben dor Inn mögen sie dann zu In nemen, t das Ir Zehen Wirtte weren, als es in dem ersten brif gel lewtert ist, vnd wer auch ob sich die wirtte wider myuerten So bedurffen die andern uns nicht mer geben dann nach anzal der Wirtte als oben geschribew stet, vnd dieser brief sol? nicht krestken, noch schwechen alle gute artikel die in dem £ ersten brief benannt sind, vvd wir geloben alle stucke vnd arf tikel des rechten Haubtbriefs vnd diz briefs alles stet ganz j vnd vnuorruckt zu halten, origeuerd des zu War er bekenntnuß l geben wir disen brief wissentlich vnd mit gutem Willen mit j vnftr Stat Eger anhanden Secret Jnstgel - vörsigelt der ge- 1 schriben ist nach Christi gepurt virzehnhundert vnd ym Sieben- I vnddreifsigisten Jare am Dinstag nach Vitk. 1) Vgl. Bet Hilel Jore Dea Kapl 110. si§.-1 das Ereigniß in Wilna,, bei welchem unser Hilel und R. Samuel Koidenower, Verfasser desBirchat ha-Sebach, für erschwerend entschieden gegen R. Mosche, Verf. des Chelkat Mechokek und R. HescheL aus Krakau, von welchen Beiden jedoch R. Mosche nachgab und der erschwerenden Entscheidung, wenn auch nicht aus Ueberzeugurig, beipflichtete. Ferner idick. Kap. ,