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Der Orient · 1846-10-01 · 40 (1.10.1846) · p. Spalte 631-632

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
40 (1.10.1846)
Date
1846-10-01
Page
Spalte 631-632 (sequence 4)
Language
German
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632 631 SWieir. Urkunden zur ättern Geschichte der Juden in Böhmem komen sieaufsant walpürgentag nechstkomend oder vier Wochen darnach, deü mögen wir wohl eynnemen / Lie hundert gülden zins füllen vns der -Stat zu hülff kommen, also daß ir zu Schule zu kirchhows vnd Selhaus gebe, was ynr zu seinem' teil gebüret noch anzal seins geschoß vnd rach der abgenannten Juden geschoß vnd sich mit In vor -en fremden gütlich betrage, vnd alle muthlich. soch wes sie dann nicht cyn konnten werden, des sotten sie kommen für vns den Rate wie wir das dann erkennen in redlichkeit olso füll es bleiben vnd wer auch das Je keiner der Juden vnbescheideir wer oder würde, dauon Irrthum entstehen mochte, das s-l die Jüdisch eit brengen für uns den Rate und wir der Rate füllen'Ja vorwiesen von der Iudischeit wegen, vnd die edelsten aus den Rate biten das wir In heissen emork zu ziehen in virteil Jars vnd füllen ihr genzlich dazu beholffen sein daß es zugne vnd sulten In volkumlich mit seinen Habe vnbeschedigt lassen wekzLheü; buch haben wir In die macht geben' vmbdie schatanz Juden die do pflegen zu.wandern durich die landt die da ungewerlich wereu der Stat oder In das sy dy mugen straffen vnd; verweisen aus der Stat bedorfen sy vnserdarzuso sullen wir In darzu behulflich sein, und was dieselben Juden dawidersezen oder redten das sul in vnbehiilflich sein, vnd den- Juden ongeuerd vnd so Je von vns zu keinen Schaden, nicht komen, auch ob sie sollten gelt aufheben zu geschoß oder zu anderley das sich unter der Gemeine, von redlichen suchen geburet, wer dann daß sich yemant dawider setzte, wenn uns dann die eldesten oder die Borsteer von der vordersten genannten Juden /wegen angeruffen, So füllen wir In unser knecht leihendas man die Juden darainb pfende wer es auch, das sich die Juden dawider setzten oder reden das: sul In alles, unbehulfflich sein und den Juden angeuerd, vnd von uns zu keinen Schaden nicht kommen, wer auch; obgenannt der Juden: zu zusprechen hatte vmb welcherlei schult, oder fach daß wer, der füll bin Juden laden für unfern Rate, so fülle wir dy sache selber verhören, vnd; sie entscheiden mit; recht, auch spricht der Jude neyn vnd ist ungescholden, an seyn rechten so soll ev; mit seyn neyn dauon komen, vnd mitirem Jüdischen, recht vnd; irem eyd thun ouf Moyses buch als vor alten Herkommen ist , vnd die kleger füllen In daran lassen genügen wenn auch die Juden den Negern sulch recht teten, so sollen sie der schult ledig vnd loz seyn, auch ob der Jude stamette an seym ayde onarglist das soll dem Juden nicht zusame steen gen dem. Richter vnd gen dem Neger.vnd, er soll darumb nicht zu schaden komen, auch wolle yrnant die Judenschuldigen; mit gezewgen der mag st) vberzewgen mit frommen Christen vnd Juden die wonhaft inunser Stat sint, vnd vngescholden an . iren rechten, auch ob sie zu schichen het- Len vor unserm Gerichte, so füllen sie das Hatten nach vnser Stat gewohnh.eit und lauffren/ vnd wir füllen den Juden helfsen on aufzok vnd angeuerdfleoniclich gulde oder recht von allendev; die-in vnser Gerichte gehören/ oderder mir mechtig. sein on - aufzok vnd. ongenerd vnd. wir sollen ynbehulsflich .sein zu psenden varende Habe, Erbe vnd gut zu Statrechte und . gewohnheit wiedas vor alter Herkommen vnd recht ist sun-; derlich wir füllen sy bey allen Gnaden und sreyheiten ob die nicht berümt weren in diesem brife die dy ersten Juden die vor hy gewonheit haben gehabt haben, vnd wir . wollen sy , Im bessern, und nicht ergern, und wie haben sie geftewet von allerlei Beschwerung bis aus den nechsten zukünftigen fand Nuchelslage, vnd wir sollen auch unser Pfaffheit vermugen und bitten das sie sy - auch - frey si'zen lassen zwischen hie vnd fand Michelstage - und darnach dann mit In gütlich zu ey'nev nach muglichcn fachen nach demals die ersten Juden gethan haben, auch so sollen uns die Juden geben und reichen onderholphundert gute Reinisch guldem zu zins auf fand Michelstage vnd darnach, auf fand Walpurgen tag nechstvolgende-nach dem vörgenauer fand Michelstage auch oaderholphundert-guldem geben, vnd füllen darnach dos Jahr frey awssezen vnd füllen vns dy reychen auf vnser RaLhaws der füllen sein anderhalphundert ewiclich zu geschos die weil die Juden do wonen nach lawt diz Briefes die anderhalphundert guldein, welche zeit vnd wenn sy es vermugen abzulosen yr ein gülden vmb gehen , so füllen sie es vns dem Rate vor ein halp jar aufsagen So mugen sy es ein helfft wol zu einem male ablozen , vnd so viel zinß weniger geben so lang bis die an- . derhalp. guldein abgelost weren, so dorfen sie" ir surder nymer geben, sonder die anderhalphundert^ guldein zu geschos.^ die füllen sie geben nach laut des obgenaun briefs auch was vnser Burger vnd tewt die vns zusteen schult ober fünff gülden zu In nennen füllen sü leühen fünff gülden vmb ein gu- , ten behmischen. groschen zu Iglicher Woche, vnd das haben wir dem Rate zu bieten auf Sechs gülden auf ein guten böhmischen groschen zu itzlichen Wochen dorüber solle wir die Juden nicht besweren vnd den vorgenanrr schoß dreyhundert gülden füllen sie geben darnach alle Iar^ jerlich auf fand Walpurgentag also sollen sy tun alle'Jare Ierlich dieweil sy diesen brif gebrawchen vnd damit sollen sie entbrochen sein allerley beswerung wy sich die verlausten mochten vnd des . menschlich art. erdenken mochte, vnd wir wollen In gnädig sein in allen sachen, vnd wollen sie von der Stat wegen hal- . ten, daß sy yr von der Stat wegen von enterbt bleiben sul- . len; auch haben wir In die gnade getan mer das Ln nicht mer hin wird sein dann die. ersten zwen oder vier Wirtte,; so füllen sie nach der werlauffen zeit der dreyhundert gülden die - sy vorgeben werden-, alle. Ire nicht, mehr geben dann Czweyhundertgülden^auf fand Walpurgentage auf die dreyhundert. gülden stat als vorgeschrieben stad wen aber daz in mer würde wann von vber vier untz auf Czehen die in dem; vorgenann schoß sein sollen, so sollen sie geben , die vorgenann dreyhundert Gulden alledieweil vber vier sind, die in der geschoß gehören'; wer auch daz die obengenairn Juden ir Ander Eydam oder; Bruder vber vier genannt Wirt; oder fremde und frevnde ober die genann Czehen wirt vns dem Rate biten einzunemen das sol steen an uns und der Iudischeit 'nach muglichen Sachen was sie zu .geschoß geben sollen, und sollen rucht Haben als die vorgenann Juden — Auch haben wir

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