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Der Orient · 1846-10-01 · 40 (1.10.1846) · p. Spalte 629-630

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
40 (1.10.1846)
Date
1846-10-01
Page
Spalte 629-630 (sequence 3)
Language
German
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629 Studien. Urkunden zur altern Geschichte der Juden in Böhmen. mein Erbe vnd Nachkommen noch mein Man tezar noch nyemanz von vnsn wegen von solchs uns Hauss Schul Freithofs vnd Selhaus vnd auch von bete wegn als mein Herrn von Eger zu Zeiten an mich gelegt haben vmb schull vmb suste vnd aufhaldung gen den lertn noch von der begnadung vnd freyheit brief, die wir. gehabt habn noch von.ckeiner andern sach wegen, wy die noch möchten erdacht werden, gen Ir noch all den Iren ewiclich nimermer keine foderung anspruch noch anspruch..haben füllen, komen, noch mugcn, mit keine geistlichen werntlichen noch andn rechtn, noch in keiner andn weiße sy zu besweren noch fürzubringe, on arck vnd on alles gewerd, vnd des alles zu vrkund Hab ich obgenannte Rehel für mich vnd meinen Man lezar vnd vnfre nachkome gebeten die Namhasten vnd Erbern Heinrichen Schligk dizeit Verweser der Pflege zu Eger, Ulrichen Sak dizeit Haubtmann zu Eger vnd Erhärten Gefeller daz die alle drey Ire Insiegl In on schaden an diesen brif haben gehangen, zugezewgnuß durch meiner fleißige bete willen dorvm ich mich versinde für mich meine Man, vnd all vnser Nachkomen bey vnsn rechten Jüdischen trewen aren vnd eiden alles daz zu halten, das yn diesen brif beschriben stet. Der geben ist nach csti gebürte vierzchenhundert vnd ym Eynvnddreissigsten Iaren Iare am Montag nach den Sontag Invoonvrt in der vasten. Abschrift vom Orginale auf Pergament mit 3 anhangenden Insiegeln. Wir Sigmund von Gottes Gnaden Römischer Kaiser zu allen Zeiten Merer des Reichß, und zu Hungrn zu Böheim Dalmatien, Croacien König, bekennen, und thun kundt offenbar mit diesem Brieve allen denn die in sehen, oder hören lesen, Alls Wir vormahls vnsern vnd des Reichs lieben getreuen, denn Rath, vnnd Burgern der Stadt zu Eger gegunet hätten,' Jüdischest die bey da zu Eger gesoffen, was von Ihn Unß vnd der Stadt zu thun, durch drefflicher Sache Willen, die in Anlieg und was und iczund, als Wir von Unßerer 'Kaißerlichen Krönung gen Basel Inn das heilig ' Concilium gwamen, dennselben von Eger erlaubten> Juden vnd Jüdinnen wieder Inn zu nehmen, und zu halten, umd der Stadt Nutz damit zu schaffen, Also ist das noch Unßer Wille, daß Sie solich Jüdischest, als weil in dueglich sein würdet, ufnehmen sollen, und mögen ,-und der Wortten, das solich Jüdischest bester williger zu Inn komme, So wollen Wir, daß dieselb Jüdischest daselbs srey, und ohn alle Schätzung und Beschwerung unser Nachkommen Kayser und Römischer 'König, und auch König zu Böheim und aller Unßer Ambtleut zu Ewigen Zeiten sizen, und mit. keiner afsetzung, die villeicht anderen Juden geschehen, bekümmert werden sollen, sundern die Juden alle, die dahin kommen, und daselbs wohnhafftig werden, sollen gebrauchen solicker Recht und Freyheit, der dann andern Unfern Burgern derselben Stadt gebrauchen von Recht oder Gewohnheit, und sollen denn Rath und einen Pfleger daselbs thun, was von Alters Herkummen' ist, und niemands mehr. Vnd wir gebietten 630 darumb denn Raths und Burgern zu Eger, die Izund sein, oder in Künftigen Zeiten sein werden, daß sie die Ehegenannten Juden bey solichen Freyheitm an Unßerer Stadt Handhaben, Schützen und Schürmen, und sie darüber in Keinem Weeg zu drüngen gestattet, alß lieb in sey vnßer Huld zu behalten, und wie der Rath mit solicher Jüdischest der Stadt zu Nutz überkumet, darzu geben Wir Unfern guten Willen in Krafft dis Briffs mit uhrkund dis Bvius versiegst mit vnserer Kayserlichen Majestät Innsiegel geben zu Regenspurg nach Christis aeburth Vierzehen hundert Jahr und darnach Ln denn vier und dreyßigsten Jahre, Am Freytag nach St. Michls tag Unserer Reiche des Hungarischen im achtundvierzigsten, und des Römischen in fünff und zwanzigsten, des Böhmischen im fünfzehnten und des Kayserthums in andern Jahren. Copi« von einer Geglaubten Abschrift. Schutzbrief des Egerischen Senats über aufgenommene Iudenfamilien. Wir Bürgermeister Rate vnd Gemine der Stadt zu Eger Bekennen in diesem offen Briefe, vnd thun kunt vor allen den dy In sehen oder Horm lesen, das wir eingenommen haben kazmann von Gota vnd Abraham meister Heller sun das sie füllen sein vnser Juden vnd mugen bei vns wonen in unser Stat, vnd füllen Burgerrucht haben, vnd wir sullne sie vertheitigen ols andre unser Burger von eym ydemmennlichen, er wer awßwendig oder ynnwendig geistlich oder weltlich gerichten sy weren heymlich oder offenbar', vnd haben in die gunst gethan, das sy zu In mugen nemen Acht Wirtdas wer mit In gehen, vnd wir sulten sie alle beschützen. icund beschirmen sie Ir weib, Ir Ander Ir Tochter Manne oder zukünftigen Dingen Irer Tochter Mann wuchten weren, die weil sy vngescheiden von Irem brote sind ongeuemd vnd all ir gesind ir leib it gut vnd all ir Habe vor eyn ydermennlichen des besten.wir können ongeuend also daß sy vnser Juden so mugen sie leihen ir gelt auf gesuch vnd allerley Handlung die fromme erb am Juden gewonlich ist, vnd getreiben mugen, auch sun derlich wolle ir sy verteitigen gen den heiligen Römischen Reich vnd der Cron von Bohem nach anweisung der freyheit die wir haben von unsen gdigen Herrn dem^ kaiser vnd kunig von hohem dabey wir so gänzlich on Jrn schaden, vnd on alles geuemde behalten füllen des besten wir können und mugen, auch fülle wir sy bei allen Jüdischen rechten laffen, vnd vollkumlich dabei behalten mit ir Schulen kirchhof vnd Selhaus vnd mugen zu in nemen in demselben hernach genau geschoffe innen Jüdischen Meister der die Schule vnd das Jüdisch Recht regiret, vnd regiret, vnd Sankmeister, vnd was zu Schulen vnd Selhaus und kirchhof gehöret, als es von alten Herkommen ist, vnd sollen Ln allen fachen als gut recht haben als die vorgenannten Wirte, vorüber fülle wir kein andern Juden zu In zihen lösten es sey' dann das vns M eldesten zwen oder ir Meister aus den vorgenannten Juden darum biten sunderlich der Gossel Jude' mit Dank der do hat geboten Hundert gülden alle jar zu geben 40

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