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Der Orient · 1846-09-24 · 39 (24.9.1846) · p. Spalte 619-620

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
39 (24.9.1846)
Date
1846-09-24
Page
Spalte 619-620 (sequence 6)
Language
German
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619 620 Studien. Fasten am Sonntag.—Der Name des Großvaters.—Min und der Mangel des Zusammenhanges in den Sätzen, überhaupt Unklarheit des, Styles entstanden sein mag. Die von dem Herausgeber in Parenthesen beliebten Konjekturen bedürfen sehr der Prüfung. 2) Verschiedene Stellen sind klar und ausführlich, besonders wenn es sich um praktische Gesetzesbestimmungen handelt, wie z B. zu Tr. Chullin 58 d: 'or "MN >121, und am Ende 'des Traktats: 'oj 3hn DN )ro6. Bada Mezia nach dem Absch. -j£fj irpN, 56, 6. H^NTi m üv'DI3. 3) Wird oft eine auffallende Nachahmung des Styles von NttfSnö wahrgenommen, so daß anzunehmen steht, der Styl sei mehr künstlich als natürlich gewesen. 4- Ist-es noch auffallender, daß sich selbst wörtliche, ja buchstäbliche Abschriften (nach der mir vorliegenden Brunner Edition 1788 ohne Kommentar) der Glossen des vorsinden, wie z. 33-. Tr. Beza 2 a, zu jy'S ndPh 'Din n*p)£. ^Die von dem Herausgeber versuchte Konjektur eines Mittelsatzes -p£D2 ntajfW ron2. pV fdjetnt t?urcl) die )(nsicht, welche m dem von beiden Schriftstellern allegirten (]L3pn) HND ausgesprochen wird: .10.-12 piyp 'nON 'iTO 'flDcy nicht gerechtfertigt zu fein.] Weiter unten wird ex abrupto n3 DUplO 'oin der Grund der recipirten Meinung gegeben, aber hier ist lediglich eine Umschreibung der von Mew Lublin gebrauchten Worte sichtbar. Auch diesen Vorgänger hat er gekannt, denn er beruft sich manchmal selbst auf dessen Bemerkungen. Folglich wird man zur Annahme berechtigt, daß dem Herausgeber das'Manuskript nicht vollständig Vorgelegen sein könne, und daß durch seine Ergänzungen dem fühlbaren Mangel nicht abgeholfen wurde. 15. Das Fasten am Sonntag. Nach dem babylonischen Talmud, Taanit 4, Mischna 1, haben die Standmänner (*iDyD ^n), welche bei der Darbringung der Opfer als Repräsentanten anwesend waren, vier Tage in der Woche gefastet. Am.Sonntag durften sie nicht fasten. Dieselbe Mittheilung wird in der Barajta (27, 6) gemacht. In der Mischna werden die Ursachen der vier Fasttage nicht angegeben, wohl aber, warum am Sonntage nicht gefastet wurde: jjiyi nnUöD WSP tSm. HD iniD’f n\3.ym ny\l*»!?. Sn der Barajta dagegen werden die Ursachen der vier Fasttage, aber es wird kein Grund des Nichtfastens am Sonntag. angeführt. Darum wird gefragt: Np NQM ’ND.nDüa nnND, offenbar weil die ganzeMischnastelle nicht bekannt war, wie sie sich auch in der Mischna des jerusal. Talmuds nicht vorsindet. Im b'S 'd^H wird bemerkt: "iy IDyD 'CfirjNl JE ■ f? .WNnDND HWEE 'pVmDIÖ.TlJ/rDVl nD1\n iltTW HN’JJ pi. Es werden daher andere Gründe angegeben, und zwar, nach R. Samuel Bar Nachmeni, weil der Sonntag der dritte Tag der Menschenschöpfung ist, und nach Resch Lakisch, wegen der Neschama Zetera. Im Buche ^pyi py. witb jedoch vorerst ein Grund im Namen des R. Jochanan angeführt: niDNM Vjsd (nach der Berliner Edition Q-oyn 'Dv, nach der Fürkher Ausgabe und nach den wurde gelesen: OHLNN d. h. .angeblich soviel als^.^D Zugleich wird eine .Erklärung Raschi's mitgetheilt: - ^24 O3l°l Op hHN, die sich in den mir vorliegenden Talmud- Ausgaben nicht vorsindet, weil sie mit der Erklärung des N. Jochanan von den christlichen Sensoren gestrichen worden zu sein scheint, da N» Jochanan an den schon von den ersten Christen neben dem Sabbate gefeierten Sonntag gedacht haben man. Hierauf sollte bei neuen Talmud-Ausgaben Rücksicht genommen werden. Bemerkenswerth ist es, daß Maimuni (H. Kle ha-Mikdasch Vi. ■§; 3) als ©runb angiebt: jjjiyo ■ INST HD 'DDK'. Er läßt also die in der Mischna gebrauchten Worre: ,iy^^ NNÄVO und ^Ep aus, vielleicht weil er der Meinung war, daß die Standmänner an ihren Fasttagen keine Anstrengung hatten, wie auch im Sinne des R. Jochanan erläutert: qv2 hdnPe pt&ny vn Np eW d": ]ms DpnnD ->e^e mvtv niDNn NENP Omyci hdn'pe a ü’d.' Es entsteht nun die Frage: welche Mischna-Ausgabe ist die richtige? Ich glaube, mich nach den Regeln der Kritik für die jerusatemifche aussprechen zu,dürfen. Nach der babylonischen Mischna ist nämlich die Anordnung gerechtfertigt, daß am 17. Tamrmis, 9. Ab und 10. Tebet auch an Sonntagen gefastet werden soll, denn die Standmänner durften nur aus dem Grunde am Sonntage nicht fasten, weil sie auch ny\y> hatten, was bei den genannten Fasttagen nicht der Fall ist. Es kann daher eine Interpolation vermuthet werden , indem jene Mischnastelle von spätern Abschreibern vielleicht von den Geonim, zugesetzt wurde, weil durch die andern angeführten Gründe die erwähnte Anordnung sich nicht so leicht rechtfertigen läßt. 16. Der Name des. Großvaters. Die Sitte, dem Sohne den Namen des. Großvaters beizulegen, ist auch den Griechen nicht fremd gewesen; wenigstens wird man zu dieser Vermuthung durch den Umstand veranlaßt, daß der Sohn des Miltiades wie dessen Vater Cimon hieß (Corn. Nep« I, 1; Miltiades, Cimonis filius V, 1; Cimon, Miltiadis filius); oder sollte es nur Zufall gewesen sein? Dr. Samuel Mayer.; I. ■ Noch etwas über p o1). Im LB. Nr. 1.3. Jahrg. 1844 habe ich die Behauptung ausgesprochen, daß das. Wort po eine Abbreviatur von den Wörtern nsn W' ^'ENE sei und man ursprünglich und hauptsächlich Judenchristen oder Christen überhaupt darunter 1) Dem Hrn. D. scheint das von Hrn. Grätz in seinem Buche: Gnosticismus und Judenthum darüber Gesagte entgangen zu sein. R.

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