Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 39 (24.9.1846)
- Date
- 1846-09-24
- Page
- Spalte 615-616 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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615 Studien. Morgenlandische Sagen über Kain und Abel. Pythogoräische Disciplin. 616 sehnliches finden wir Ln Bereschit Rabba 22: Dpm V'n jw ppö mi rrn bin pro* Yn ppDpi dn.riD D^p Wut )h mm min pnj nw mto n!?n r&y idj; ™ doti wboru mw i?)n nb wir mayn pmmp:pN pn p mm M' Siehe Jalkut Bereschit. Ueber d,ie eigentliche Ursache der Streitigkeiten und den Anfang des Haffes gibt uns AbulfaragV Nachricht. Diesem nach habe Kain eine Zwillingsschwester, Namens Climia und Abel eine Zwillingsschwester Namens Lebuda gehabt. Adam wünschte, daß jeder Bruder die Zwillingsschwester des andern heirathen solle, womit Kain nicht zufrieden war, -der vielmehr die eigene Zwillingsschwester zur Frau begehrte. Die Aufnahme der Opfer sollte als Entscheidung dienen, und als Kain durch die Nichtaufnahme seines Opfers von seinem Unrechte überzeugt war, faßte er den bösen Entschluß) seinen Bruder aus dem Wege zu räumen. -(S. Historia orientalis Hottinger und daselbst die schöne griechische Stelle.) Auch Abulfeda in seiner vorislam., Geschichte (ed. Fleischer) p. 14—15 hat dasselbe. Von den Zwillingsschwestern treffen wir nun manches in den jüdischen. Schriften. Jebamot 62 a heißt es: 'Di D\n )b w dV nmrnnDD . 'oi map* wronai w dhöin mw sm rn am ymn uiin '-jrü m mya wo .njih m mä inmi-pp-imriw ■ ta»i rw rrw rw nY>>.?pm? .pp mn m bin nnn nm ym mYw V?-nt5Ma rnnrn Ferner heißt es Sanhedrin 38 b: ni'i n'jtj/ nwab by rww nin '.b n.wtu n'jra» .np-ix Siehe Tosefot daselbst: 3M M1X3 x^> b3n ^3X inprriv ppi mm din nwoa «nn wy r6u morn mso mbb fpim 3td-d- .bn nx rnx nx 3'dd-d rwn Der Haß der beiden Brüder sei aber auch durch eine Schwester entstanden, nur auf eine andere Weise, als es von den mohammedanischen Schriftstellern erzählt wird. Bereschit Rabba A. 23: ■fts1 pJ’hd 1'N i-wx-in mn by idn. nox -o mn1 nx rn no by) nnoy1? nnttn mm~in nin mx rfrou yx nDix nt *?nn ny n^u nw nnixn xmn ■p linoi ’öj> rnVur n^üij ■ox nnix nn nm yw , : pp np'i In Picke Rabbi Elieser o. 21 wird dieses so gegeben: pp PV 13^3 nbnj nxitto nNjp 'hdjdj noix pna 'n - mro mW xPx my kPi hn:bw tnnaD.n’SW by npNi tin bn NN .nnx 'IN nox O'M3 ns1 invixn nnra 'N'i mx bn ^x pp nox'i idnie/ tn^x nx '3 'wt« nntra rbmittr n^xn xPx mao pxt maa — .man yy c-xn Auch Josephus AG. C. I!l. spricht von den Töchtern, welche dem ersten Menschenpaare geboren wurde. Endlich erzählt uns der Koran in der angeführten Sure noch von einem Raben. Hier macht Geiger aufmerksam, daß sich diese Erzählung vom Raben in den Pirke R. Elieser, aber den Ettern zugeschrieben, vorsindet, und gedenkt wieder nicht des berühmten Sale, der diese Ueberemstimmung schon'in seinen Noten mit den Worten bemerkt: . „Denn als Kain diesen Bruder-Mord begangen hatte, wurde er sehr beunruhigt in seinem Gemüthe und trug den todten Körper eine geraume Zeit auf seinen Schultern herum, weil er nicht wußte, wie er solchen verbergen konnte. Und da lehrte ihn Gott solchen, durch das Exempel eines Raben, begraben, welcher, nachdem er in seiner Gegenwart einen andern .Raben tobt gebissen, mit seinen Krallen und seinem Schnabel eine Grube machte und ihn verscharrte. Für diesen Umstand des Raben war Muhammed den Juden verbunden, welche eben diese Geschichte erzählen, außer, daß sie den Raben dem Adam erscheinen lassen, welcher hierauf seinen Sohn begraben habe. Pirke de R. El. e. 20". — Literarische Analekten. (Fortsetzung aus Nr. 48 v. I.) 11. Pythagoreische Diserplin. Nach Baba Kamma 117 a, mußte Rab Kahana zur Buße die Schule Rab's verlassen, und die Schule des R. Jochanan mit der Auflage beziehen, an denselben in sieben Jahren keine Frage zu stellen : i^pTi tob& *]by ^Dp p^ yj#. In Tiberias erwarb er sich bei. den Gelehrten große Hochachtung, aber an R. Jochanan stellte er während des Vortrages keine Frage. Er wurde daher von der ersten Reibe der Weisenschüler auf die siebente zurückgesetzt: ^nn^V mm mm rmmm ny nmjnp mn^. Der von glühender Hitze übersprudelnde Gelehrte konnte die Schmach nicht ertragen, und er sprach: m jnitf N1V") Nm m 'b ■ DOty Ich glaube, daß diese Schuldisciplin durch die in den Schulen der Pythagoräer bestandene Ordnung einen Kommentar erhält. Nach Aul. Gellius (&oct. Attic. I, 11) mußte nämlich derjenige junge Mensch, den die Pythagoräer nach einer sorgfältigen Prüfung zur Aufnahme in ihre Schulen als tauglich erkannt hatten, zuerst während einer bestimmten Zeit schweigen. Die Zeit des Schweigens war nicht bei allen Zöglingen von gleicher Dauer, sondern einigen war eine kürzere, andern eine längere Dauer bestimmt. Während der ihm b e st im m t e n Zeit des Schweigens hörte Jeder, was von Andern gesagt wurde; aber zu fragen, wenn er etwas nicht recht verstanden, oder Bemerkungen zu machen über das, was er gehört hatte, war ihm nicht gestattet. Bei keinem dauerte das