Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-09-17 · 38 (17.9.1846) · p. Spalte 601-602

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
38 (17.9.1846)
Date
1846-09-17
Page
Spalte 601-602 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897674--4662-3532560
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ml Studien. Arabische und persische, Wörter. — Der Sabbatfluß. 602 Tisch und der Formationssylbe daher Koch/ der über den Tisch gesetzt ist.' Andere Erklärungen nach änderen Lesarten fleh' unter Ueher die Lesart NpUD sieh' unter ^pTid. _ UD (Ehullin, 83), nach Reland von inon- NUUI8; richtiger ist die Erklärung Fürst's — LB. 30, i846 —, daß es aus abgekürzt ist. 'yrr-D (Pesachim, 50). Ich lese 'piNO nach kochen , iwp. yy part. praes. » Jo^j und mit dein Jai Wachdet „einer der kocht". Vielleicht hängt es mit essen zusammen. Nach np^D zll emendiren ist zu gewagt. bro (Sabbat, 78), arabisch Augenschminke. n^D (Sllkka, 11), persisch Brautbett (Reland). Wahrscheinlicher von rfo. pnDD (Berachot, 42), führt der Much bereits auf arabischen Ursprung zurück. Es ist »1*5^ niD (Pesachim, 30), ist vielleicht persisch, 2 lXäS^ arabisch „Behälter zürn Aufbewahren von Gcschirrerr u. dgl. 'NpniD sieh' UDD (Sukka, 39) erklärt Nathan für arabisch. 8^.^ Koriander. ' DNTODD nach dem griech. Zicptag, das wieder aus Schwert entstanden. Persisch yü+ü Schwertfisch. - ' NiTDD (Rösch Ha-Schana, 23), nach Reland ist zu lesen npi^dd Don pers. Koralle. H3DD COtk)' arabisch eine Baumart. 1B)D (Schebi'it), vielleicht arabisch planta odorifera. “)DD (Mezia, 36), arabisch y ein Läugncr. N.TD (Mezia, 108), eine Steuer. krd (Kamma, 56). Ich lese b^O als Kompositum aus zJS'j+v dux gregis; daher Hirt. . (Pesachim, 110), vielleicht muß man 8LM3 lesen gleich Sieh' ^D. OD“D (Keritot, 17), arabisch ^5^ 6roeu8. , O2"l3 (Schebiit), nach Äruch bereits arabisch. Es ist apiuin. pD (Gittin, 69) rrach dem persischen L<l^beissend, stechei^d. Zum Schlüsse bemerke ich, daß ich die Abhandlung, zur Beguemlichkeit der Juden, hebräisch geschrieben und daß auch die fremden Wörter hebr. umschrieben sind. Sie erscheint mit mehren werthvollen Sachen von Benjakob im zweiten Theil seines ,,Debarim Mtikim". Ad. Jellinek. Literarische Analekten. Dev Sabbatslüß (jvftSDD). Im siebenten Buche Kapitel 5 des jüdischen Krieges erzählt Josef Flavius folgende Geschichte: ' „Titus Cäsar hielt sich, wie wir bereits vorher erzählten, einige Zeit zu Berytus auf. Von hier zog er durch die Städte Syriens, und gab überall wo er hinkam prächtige Kampfspiele, in denen jüdische Gefangene umkamen, zum Zeichen des Unterganges ihrer Nation. Auf dieser Reise sah er einen Fluß, der es verdient, daß ich seiner Eigenschaft erwähne. Er fließt mitten zwischen Arkea, einer Stadt im Königreiche Agrippas, und Raphanea*). Es ist wunderbar/ so lange er fließt, ist er wasserreich, und hat einen ziemlichen Fall; aber durch sechs Tage versiegt er von den Quellen an, und sein ganzes Bett wird trocken. Am siebenten Tage strömt er wieder, als wäre er gar nicht unterbrochen worden. Genau beobachtet er diese Ordnung; daher man ihn nach dem siebenten bei den Juden geheiligten Tage, den Sabbatfluß nennt". Gewöhnlich wird der Sabbathfluß für ein Phantafiegemälde des jüdischen Hystorikers gehalten; ich glaube aber mit Unrecht. Denn "nachdem Josef seine Geschichte des jüdischen Krieges verfaßt hatte, legte er sie dem Cäsar Titus und dem jüdischen Könige Agrippa vor. Beide bestätigten die Wahrheit seiner Angaben, und ersterer setzte sogar seinen Namen unter dieses Werk, und ließ es als die echte Quelle jener Begebenheiten veröffentlichen 2). Wäre es nicht die frechste Unverschämtheit gewesen, den beiden Regenten, und mehreren noch dazumal lebenden Personen, welche den jüdischen Krieg initgemacht hatten, und Palästina nach allen Richtungen kannten, ein bloses Mährchen für blanke Wahrheit zu geben? Er tonnte wohl in seinem Werke als ein feiner Hofmarm die Großmuth des Kaisers, seine und der Römer Heldenthaten ein bischen übertreiben; aber so unverschämt lügen durfte er nicht, ohne seiner Wahrheitsliebe den Todesstoß zu geben. 1) Eine Meile nördlich vom Eleutherus des Plimus und Strabo fließt ein kleiner Fluß, heut zu Lage Arka genannt. An ihm lag ohne Zweifel der Ort Arka, welchen Ptolemäus als Stadt im innern Lande, und das .Jtinerarium als Poststation auf der Straße nach Tripolis mit einer Entfernung von 16 Mill. ansetzt. Poeocke fand aber keine alten Überbleibsel in der Nähe. Der Kaiser Alexander Severus war aus dieser Stadt geboren, und durch ihn erhielt sie wahrscheinlich den Beinamen Ca'faria. Sie war sehr alt, da man das Arki oder Aruka unter Kanaans Geschlechtsrcgistrr mit Wahrscheinlichkeit auf Arka (i|T)y) ziehen kann. Josef kennt zwischen dieser Stadt und Raphanaa den Sabbatfluß, welcher 6 Tage in der Woche fließt, den siebenten aber trocken wird. Wir lernen aus ihm zugleich, daß die Herrschaft des Agrippa sich so weit gegen Norden erstreckte. M. K. Männert Geographie der Griechen und Römer. 6«Tl/. I.Heft. S. 39L. 2) Flav. Jos. vita 65.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.