Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 38 (17.9.1846)
- Date
- 1846-09-17
- Page
- Spalte 599-600 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Studien.- '' Erklämng ärab< undpersischer Wörter. 600 ,/Aruch^ hat/-vorzüglich arabische Wörter erläutert. Die 599 in Ofen) und ihre Berühmtheit erlangt haben,' ihrem Familiennamen beifügen. Nach dem Lode des R. Efrajim und seiner Frau, welcher 7 Jahre später erfolgte , unternahm ihr zurückgebliebener Sohn, um ein früheres Gelübde zu erfüllen, eine Reise nach Jerusalem, wo er im Verlaufe eines Jahres, die Schriften seines Vaters ordnete, um sie, nach dem ausdrücklichen letzten Willen desselben, der Oeffentlichkeit zu übergeben. Da vernahm er die Schreckenspost von der Eroberung Ofensund mußte sich in Mitten seiner Arbeit unterbrechen. Entblößt von allen Mitteln und von dem Zweifel über das Schicksal der Seinigen geplagt, unternahm er die beschwerliche Rückreise, wo er in Prag seine Familie als Flüchtlinge aus ihrer Heimarh in einem elenden Zustande traf. Er fand daselbst endlich Mittel seinen Plan, die Herausgabe benannten Werkes, in die Wirklichkeit'auszuführen. Wie wir sehen, war R. Zebi keineswegs der erste unter den ungarischen jüd. Gelehrten des damaligen Zeitraumes. Er kann in keinerlei Hinsicht diesen Ruhm seinem Großvater streitig machen und hat vielmehr seine nachherige Berühmtheit durch seine häufig unternommenen Reisen erlangt. Nun sagen schon unsere Weisen Dttfn ,J»üj;öD DOTI. Eine Berühmtheit, die man sich durch Reisen erwirbt, kann keineswegs so groß angeschlagen werden, als es jene ist, die man aus einem abgeschlossenen Winkel in die Well hinaus schicket. - (Fortsetzung folgt.) Erklärungen und Erklärer persischer und arabischer Wörter im Talmud. Ein historischer Ueberblick der Bearbeiter eines literarischen Gegenstandes ist für den Geschichtsfreund, der die fertige Arbeit vor sich hat, stets willkommen. Fragen wir nach der Reihe jener Männer, welche mit Bewußtsein und, so weit als möglich, mit der in der Ueberschrist bezcrchueten Untersuchung sich beschäftigt haben, so werden wir blos einen Namen anführeu können. Nichtsdestoweniger müssen' wir auch gegen Jene anerkennend sein, die blos en passant diesen Gegenstand berührt haben. So weit mir jene Mariner bekannt sind, dürsten es folgende sein: 1) H aji Gao n erklärte viele persische Wörter, welche Erklärungen der Verfasser des''Aruch an vielen Stellen eitirt. Seine Erklärungen sind stets richtig, doch zumeist bei solchen Wörtern, , deren persischer Ursprung sehr klar ist. 2) Rabbenu Chananel war der Nachfolger des Erstem Ln der Erläuterung. Seine Erklärungen sind gleichfalls im Much aufbewahrt. 3) Nathan Len Jechiel, der Verfasserdes persischen Erklärungen sind Zumeist reeipirt. 4) Mose Maimuni erklärt in seinem Mischna- Kommentar Namen von Pflanzen. 5) Dbadja Bertinoro in seinem Mischna- Kommentar. 6) Bin jam in Musafia, der Verfasser des s' „Musaf Ha-Much^ erklärt besonders arabische Namen l * von Pflanzen. 7) M e n a ch c nt d i -Sonja n o, der Verfasser des „M a^arich^, ist Des Arabischen kundig und liefert'auch Erklärungen. 8) M. I. Landau hat in den deutschen Anmerkungen zum.„Aruch" einige Erklärungen gegeben. 9) S. L. Rapaport hat einige persische Wörter zusammengestellt in seiner Biographie Nathan ben Jechivlls. 10) S. I. Reggio hat einige persische Wörter in den Bikkure Ha/Jttim 589 erklärt. 11) Dr. I. Fürst erklärte einige persische Wörter in seinem ,,Lehrgebäude^ und im ,,Orient". 12) Dr. M. Sachs erklärte das Wort in seinem Werke über die religiöse Poesie der Juden in Spanien, S. 333. 13) Dr. Lewy in Breslau weist den persischen Ursprung von p"wrü nach in der Z. f. d. j. Th. V. 14) Alle übertrifst Reland in einer Abhandlung über persische Wörter im Talmud. Doch hat er oft die talmudischcn Stellen miöverstanden und nur die leichtern Wörter erklärt. 15) In Goldmthal's ,,Zijon" habe ich einige persische Wörter erläutert. Alle bis jetzt erklärten Wörter betragen etwas -mehr als hundert, während ich in meiner Abhandlung mehr denn 350 zusammengestellt und erklärt habe. Als Probe lasse ich einen der schwächsten Buchstaben, den Buchstaben 3 folgen. Buch stab e Kas. 3*0 (Sanhedrin, 100) persisch Esel. Phrase: Dkiu nrn 3N3 (ib.) d. i. s\\£> ein Esel -von taufcnb Farben. , N33 (Sanhedrin, 70), persisch und arabisch ein Gericht aus kleinen Flcischstücken. N103 (Gittin, 14), stammt vielleicht von dem arabischen nähen (Kleider). D3D (Sabbat, 67), arabisch eine Art Datteln. 8W333 (Gittin 86), persisch Vrgt. das hebr. nr)D.l. ^.13 (Berachot, 58), persisch xi alt, abgetragen; daher altes Geschirr. Das ist die alte Anssprache des 8. p3 (Targum von 733), arabisch Maulesel. "OJND (Kctnbot, 61) zusammengesetzt aus . .—..~