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Der Orient · 1846-09-17 · 38 (17.9.1846) · p. Spalte 597-598

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
38 (17.9.1846)
Date
1846-09-17
Page
Spalte 597-598 (sequence 3)
Language
German
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Studien. Zur Geschichte der ungarischen Juden. 598 E 597 $ n'jni N3p /'Dpna noa 'm). machte er die Bekanntschaft der beiden auf einander folgenden Landrabbiner :•] zu Nikolsburg (tf'xf , vnifirvin mcy) / mit dencn er auch )\ einen häufigen Briefwechsel unterhielt. Allein auch hier ver- [* folgte ihn sein Schicksal, er mußte abermals beim Ausbruche zerstörender Kriege zum Wanderstab greifen, und flüchtete >s nach Prag (uynNa non'pD nynn ^ip ycw njjsai :| jNns n^ran yyb rna NMvn pN.ni). Hier ert öffnete er eine Talmudschule und viele Schüler sammelten sich J um ihn, seinen Unterricht zu genießen. Von da begab er sich ■■I bald darauf nach Wien, wo er im Hause eines ansehnlichen ] Verwandten für kurze Zeit sich aufhielt. Im Jahre o"n j erhielt er von der Ofner Gemeinde den Ruf die Rabbinerstelle 1 bei ihr zu übernehmen, welchem Ruse er auch nebst seiner M ganzen Familie freudig folgte. 'Er war bei Uebernahme dieser ] Stelle in seinem fünfzigsten, seine Ehefrau im 47. Lebensjahre. 1 Ihre übrige Familie machten folgende Glieder aus: Eine i Tochter, wahrscheinlich Namens Ester, die dann später beider Wiedereroberung Ofens das Leben verlor, ihr Mann N. Jakob aus Wilna, nebst ihrem Sohne-, dem nachherig berühmten R. Zebi Aschkenasi, ein älterer Sohn, Namens Jecheskel im achtzehnten Jahr, der dann Vorsteher der Ofner Gemeinde .wurde, endlich ein jüngerer Sohn, Namens Jehuda Löb, Herausgeber des oft benannten Werkes npiatt das er auch mit vielen sehr gelehrten Anmerkungen bereicherte. Dieser war Spielgeführte des jungen Zebi Aschkanasi Beide haben eine gleiche t Erziehung in Ofen beim Vater und Großvater genossen und » sich frühzeitig schon ausgezeichnet, pi yj* fooi!! -pi rpana ax par< 'a"a rray twi '^>'.1 p iniriN | (uPunJ Dia by p ’aa 'na p’iaon p~n Dann omeo Hier verwaltete R. Efrajim mit Klugheit und Milde zwölf Jahre hindurch sein Rabbineramt. Sich zwar streng an den Aussprüchen des Talmuds und der Kasuisten haltend, wußte dennoch , vielleicht auch ganz unwillkürlich, sein von Natur sanft gestimmter Charakter das Herbe davon durch K einen milden, vermittelnden Ausweg zu beseitigen. '*□ djon : ty p D'P /-'D; p-oo pNty DipP : nna ip nh’ abw : i'y n j pi nan her jwyn ’by nDdyt? lawa ‘j;) daß er kein besonderer Freund von dem damals $ so beliebten Ausspruche r-r'IN gewesen,;; zeugt folgende Aeußerung von ihm. >rp yp KW 3 onriN1? 'ün^onDi üüuyh n^pü bn-ßDn hy : n'V nmnn'fe Dirty onjaimi cpi^yi). Nicht | minder zu beherzigen, vorzüglich bei den Wirren, die man f heut zu Tage so häufig bei der Anordnung des Gottesdienstes f wahrnimmt, wäre folgende Stelle, D^ViDDn DJ! t JP '*D xV I HDH VO “JDVlV nnV■ 'WatÖWn rfen d^ddd cn w \ iDD »rncroa nrsni tup D\xrp (.^O n:\x na mtty runaty nanaa iniNnou whn nnwa Er war überhaupt von jedem Fanatismus befreit und suchte die von diesem Poltergeiste Verfolgten in Schutz zu nehmen. Ein schönes Beispiel davon liefert er in seinen beiden meisterhaft abfgefaßten Gutachten (;Ydi '-p ttV), die er in Angelegenheit des R. Josef Almuschani, Rabbiners zu Belgrad, den man der Ketzerei, wegen der falschen Deutung einer Bibelstelle angeklagt, zu seiner Vertheidigung herausgab. Sein Ruf breitete sich sogar nach der heiligen Stadt Jerusalem aus, wo er auch im Jahre f6n zum Rabbiner ausgenommen wurde, welche Stelle schon achzig Jahre früher, einer seiner Vorfahren eingenommen hatte. R. Efrajim wollte zuerst seine beiden Werke pv-)DN nariDl DnDN IM 'n herausgeben und dann in Begleitung dieser laut sprechenden Zeugen seiner Größe den Boden seiner Vaterstadt betreten. Doch der Herr hatte es anders beschlossen. Im selben Jahre brach die Pest in Ofen aus und richtete daselbst große Verheerungen an. Anfang Sommers raffte sie zuerst seinen altern Sohn in seinem dreißigsten Lebensjahre dahin. Vierzig Tage später, am dreizehnten des Monats Skwan, am Freitag in der 5ten Stunde siel auch dieser fromme Rabbi in seinem 62ten Lebensjahre als eia Opfer derselben. Von dieser Zeit an kam sein Enkel R. Zebi Aschkanasi in Ruf, und daher datirt auch sein erstes Gutachten. Zebi war nicht Rabbiner in Ofen, konnte es auch nicht vermöge einer weiter anzugebenden Verordnung daselbst werden. Er verweilte jedoch in Ofen bis zu dessen Wiedereroberung, wo er seine erste Stelle als Rabbiner in Suria erhielt. Unrichtig ist aber die Angabe des Herrn Löw, daß Rabbi Zebi in Ofen selbst geboren wurde,' weiter seiner Unterschrift „aus Ofen" beilegte. Da sein Großvater, erst irn Jahre irfn nach Ofen kam, so mußte Zei, wenn er in Ofen geboren sein sollte, schon in seinem zwölften Jahre, sein erstes Gutachten herausgegeben haben, was aber eine Unmöglichkeit ist. Eben so unwahrscheinlich ist es, daß seine Eltern, beide Wllnaer/schon früher da gewohnt haben; ja in diesem Falle hätte R. Efrajim, gar nicht als Rabbiner' dahin kommen können, vermöge eines Status, daß Niemand, der nur irgend eine Verwandtschaft im Orte hat, da als Rabbiner ausgenommen werden darf. Noch mehr; vergleiche man folgende Stellen mit einander (wun miay tonp , no , DD nnDN . a'’D), wo nämlich gegen einen Rabbiner, der gleich nach seiner Aufnahme, einen Sohn im Orte verheirathete, Klage geführt und seine Absetzung verlangt wird, weil er hierdurch benanntes Statut verletzt; ferner der Umstand, daß Rabbiner Efrajim selbst dieser Angelegenheit halber sich an die drei Rabbiner zu Nikolsburg, Salomchi und Jerusalem gewendet (nc d"d nV) was er gewiß als Unbetheiligter nicht gethan: so scheinet, Haß R. Efrajim selbst hier der Betreffende gewesen. Obwohl er von sich im benannten Gutachten gar keine Erwähnung macht, und immer einer (fo Nf'&y) wo unter den Worten mrj naa -MN vermöge des früher erwähnten Datums sicherlich kein anderer als er selbst gemeint sei. Jedenfalls aber ist aus jener Stelle ersichtlich, daß R. Efrajim vor seiner Aufnahme in Ofen keine Verwandtschaft im Orte gehabt. Was aber die Unterschrift des R. Zebi anbelangt, so ist dies noch,chcut zu Tage bei Talmudgelehrten nicht selten, daß man den Ort, wo sie sich längere IZekt aufhalten (Zebi verlebte doch 20 Jahre 38"

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