Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 38 (17.9.1846)
- Date
- 1846-09-17
- Page
- Spalte 595-596 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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595 Studien. Zur Geschichte der ungarischen Juden. 596 väterlichen Namens belegte, jeden Augenblick daran, erinnert wurden (lyp'iD) * "13p '’D Dü/). Die Juden lebten schon damals in Ungarn allenthalben zerstreut und konnten leicht, was mit ihren Glaubensbrüdern an einem Orte geschehen, durch 'den häufigen Verkehr, den sie mit. einander pflogen, überall wissen (pnm 'llü DDyDl : ttbp '’D Dty bzi dYini ddtoh 'tob piNn wdd wn vrürüw Vfr nijni tot nnw idw pnntw dw hdd nr d:d pDD 'vi £ni Dipp bDD Dyn o’-niDöi onnDQ U’r&D wny nb yDtaoi jnu ’in hd-id dind whw in dtind pinnn ”n). Ferner erfahren wir daselbst, daß es schon zu damaliger Zeit ein mn piN und jan piN gegeben, und beide mit jüdischen Gemeinden besetzt waren ' ''0 D&y). Es braucht nicht erst erwähnt zu werden, daß alle in dieser Abhandlung gegebenen Daten nicht Altofen, sondern die ungarische Hauptstadt Ofen betreffen. Ein anderer Rabbiner, Namens Rabbi Nafvali Kohen aus Ofen, war wieder Zeitgenosse des berühmten R. Meir aus Padua und des R. Moses Jfferles aus Krakau. Er stand in großem Ansehen bei diesen beiden jüdischen Autoritäten. Ersterer legte ihm folgenden Titel bei (TD /’D NT-IDD dShD) p 'HD D'ID Ipiyi \J’D Din). Letzterer sucht wieder seine (des R. Naftali) wie es scheint dunkel' angegebene Beweisstelle zu erörtern d NDnnü 'n ütßr.ty. imm&ynn dito■ tontfif nnmnn nt ’njnVi : nd nnninri. nino Dii'onD uh) wxinpwD pwo ^r©j '“in). Folgende Aeußerung in benanntem Gutachten DnnD W '’D) verdient die Beachtung der Nachwelt, indem wir daraus den schönen, von jedem Fanatismus entfernten Charakter der damaligen Rabbiner kennen lernen. >Es handelt sich nämlich, ob Söhne eines Getauften bei der Vorlesung aus der Tora mit dem Namen ihres Vaters bezeichnet werden dürfen. Nach hergebrachter Sitte wurde in solchen Fällen der Name des Großvaters gebraucht. Die Söhne eines gewissen Etil Senior aus Ofen unterließen deshalb dieses .Gebot, weil sie sich durch einen solchen Namenwechsel gleichsam öffentlich gebranbmarkt glaubten, was zu benanntem Gutachten Veranlassung gab. Unsere Stelle jedoch lautet wie folgt (DipDD D.T3N UW by pn'NH NHpb *m“6 tÖT» Ity nyi , n)bw ,’dii di^d d m .brü im ^pn nid 'd ■ loy. bDb mb Inn Dnojn p jjdhd nih 'd *]n DWNV;13DD31 1D1JD nnD^D Dn^bi D’pin-6i Ü’Dnp1? D’DDl HDD) 'ipi^N n-m -wyo "jino m33 tfinpo pipm'-ipm^ N^rnnp^-/wr» mono dhj;d vby {y DD)y UW )b -|VD ’D tsyo). 3u gleicher Zeit war auch Eisenstadt eine der ansehnlichsten Gemeinden in Ungarn {fr\ NHDÜ DDHD 'n), deren Rabbiner nicht minder eine wichtige Rolle im talmudischen Gebiete spielten (tfEnno 'n ni '’d). So kommt vorzüglich ein gewisser R. Salomon Libermann häufig vor (m;’D NHSD DIHD ,'n), der später Rabbiner in Posen wurde (“i'Sp d d /tl). Merkwürdig ist der daselbst hebräisirte Stadtnahme (n’DNLy 'n ru ',’D NDIHD nr* 'rD '’D ^0?). In späterer Zeit, beiläufig um das Jahr 1Ü40, treffen wir einen R. Gedalja aus Ofen, Zeitgenosse des R. Chajim Schabtai, R. zu Salonichi. (ü'nb 'nD '’D D”n nnin yD). Benannter R. Gedalja giebt uns zugleich folgendes rührende Bild von der traurigen Lage, worin sich die jüdischen Einwohner Ofens in den damaligen kriegerischen Zeiten befanden (ariW? '’D’INH INDiy Dpri 'vil ‘phj 3jn.m pinn rbm »nortw nn’m my.n nniN by nonbüri no’N udd. njnb^ n’j/n p nnnn isu'i dudd lmmn orion»“^ non dn^> hm n^ 'ünnni npnni 'robb “m&N DipD bDb pin^? anbvh bnpn). Nach diesem waren wieder N. Chet und R. Jisaschar Bärmann, Rab. daselbst, von deren weiterem Schicksal nichts Näheres bekannt, als daß Letzterer - eine ansehnliche Familie in Ofen hatte, und daß beide im Jahre 1655 schon in das ewige Leben übergegangen waren (ü y fy 'mp 'id nV .ID '’Dl). Im Jahre 1655 war Rabbiner daselbst flN.in ^ll^O N.NL7, der im großen Ansehen bei seiner Gemeinde gestanden und ein großer Talmudist gewesen sein mußte, wie dies aus der Pietät, die man gegen seine Verordnungen selbst nach seiner in diesem Jahre, nach Jerusalem unternommenen Reise, hatte, deutlich zu erkennen ist '’D ’-WO nmny DD, .10 '’D N'to). Im Jahre 1661 nahm diese Stelle R. Simcha Kohn aus Belgrad ein, ein Mann von ausgebreiteter Talmud-Kenntniß 'ip .f'ni, D’» '’D DH HMD 'n), der aber zugleich philosophisches Wissen, wie auch Frömmigkeit und andere hehere Tugenden damit verbunden hatte (DDmoDi nn’Dnm nninn dddidd '’n “j^nnD : 'td '*d ppn ivnnn : n’p '’d; w bDD mnün bDD H’H bn.1); jedoch dauerte die Zeit seiner Anstellung daselbst nicht länger als zwei Monate. Aus welcher Ursache ist nicht zu ermitteln, wahrscheinlich hat ihn der Tod vom Schauplatze seiner weirern Thätigkeit abgerusen. Im Jahre 1667 bekleidete diese Stelle R. Esrajim Kohn. Er war einer der größten Rabbiner, nicht blos der Ofner jüdischen Gemeinde, als auch seines ganzen Zeitalters, zu dem alle auswärtigen Gemeinden mit religiösen Anfragen sich gewendet haben. Seiner bedeutenden Stellung halber, nicht minder aber aus d^m Grunde, weil er die Hauptquelle zu unfern angegebenen Daten bildet, glaube ich's nicht für unangemessen, etwas Näheres über die Lebensschicksale dieses ausgezeichneten Mannes mitzutheilen, die uns theils dessen Sohn und Herausgeber seines Werkes in der vor demselben befindlichen trefflichen Einleitung aufbewahrt hatte. In Wilna geboren, brachte er daselbst ruhig und still zwei Dritttheile seines Lebens zu. Er war Verwandter und Zeitgenosse des berühmten -py, den er auch überall mit dem Namen ’n’Dy belegt. Zwanzig Jahre hatte er in seiner Geburtsftadt die oberste Leitung der religiösen Angelegenheiten (vbs nto D'l&y >11 ntypn IDl bD PN’O’). Er war also nach unserer spättr^ anzugebenden Daten schon in seinem zwanzigsten Jahr zu dieser Würde gelangt. Durch Kriegesunruhen mußte er seinem Vaterlande den Rücken kebren. Nach längerem Umherwandern gelangte er nach Mähren, wo er in Meseritzsch als Rabbiner um die Zeit 1661 sechs Jahre fungirte ('’□ nV