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Der Orient · 1846-08-20 · 34 (20.8.1846) · p. Spalte 533-534

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
34 (20.8.1846)
Date
1846-08-20
Page
Spalte 533-534 (sequence 3)
Language
German
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533 Studien. Aphorismen über Haftara. Bon Jonas Bondi. 534 Aphorismen über Haftara. Von Zonns Bondi. (Schluß.) Es soll auch die Etymologie des Wortes iiEEI auf die Introduktion Hinweisen : 1122 sei entsprechend dem Worte nns und in der Änmerkung wird auf 2'2 1212 EIT) 122 verwiesen. Schon Philipp d'llq u in e in seinem criD~ij;iDn "plyD sagt unter wid ptsbi 11221 ‘p'S 2.1 "bi ''2 ndtod yEjl l'rDll, man sehe, was Kimchi in seinem Thesaurus hierüber schreibt: nbari |’JJ7 om bl ,1122 ")10D31 1212 ,,21 1122,1,^ N'IEJl 1li>l7 DitMNIl 21.11:11 IN',1211 vhw E’i.u nii, nbnn e,hn n,11211 D'Di linvoi 1122 212 ss121 ri'Ddei p 22'L'1> 21N bri'. R. Salomo den Mclech im pp blboQ >st noch deutlicher pp om bl 122 '2^1 1122,1bk id12.11 1lbl7 2'!7),1'11 21.11,1 -Nl',1211 Nlbtvl .p Mpj ibni ixp211 1,1N'1211 2111 162/ idll 112212t Ein besserer Beweis wäre t7N1 ix'2'1 12172 ll’EE1 gewesen / aber auch hier spricht sich R. Salomo den Melech in diesem Sinne aus und sagt: 01211 1111211 nbüTl pp 2'1211 12172 llbv' 1I711'21 1122,lid bi'1221 Ilbi7 2'l72d<11 rt^DI 122 2'22 W nbttMl 2'll 1212 )D 211id 11,121 .1x12 1lbt7 1’D 122 2'1212 p 2.1 IO' nbsyil 22')12 Schon das Ende weis'r auf etwas Negatives hin , und wer weiß, ob nicht der Psalmist damit sagen wollte, daß die Spötter gar nicht sprechen, sondern ihn nur höhnisch und schweigend mit einer Bewegung der Lippe entlassen; darum übersetzt wohl auch Mendelssohn „verziehen die Lippen," wogegen die andern Uebersetzer unpoerisch hinsetzen: „und sperren den Mund auf." Soviel scheint nun wohl festzustehen, namentlich geht dies aus der, von mir oben angeführten, und früher gar nicht beachteten Stelle in Rasch i, Sabbat fol. 24. Ende pag. 1., welche die älteste, uns bekannte Stelle ist, hervor, daß die Einführung der Haftaren jedenfalls aus einer Umwälzung der Dinge hervorgegangen ist, die wir eben noch besser auszuführen gedenken. Ob nun die Vorlesung aus den Propheten daher entstanden, daß man dadurch die verbotene Vorlesung aus dem Pentateuch ersetzen wollte, oder ob sie neben der Vorlesung des Pentateuchs auch ursprünglich statt fand, und ob auch sie, wie es jetzt nach R a sch i scheinen will, von einem Verbote betroffen worden; dieses sind die schwierigen Aufgaben, die Probleme, welche zu lösen wären, was darum sehr schwer ist, weil es an geschichtlichen Quellen fehlt, welche, wenn auch nur durch Analogien und Zusammenstellungen, uns zu" einem, wenn auch nur dürftigen Resultate leiten könnten. Sehr wichtig ist vorerst die Untersuchung der bereits mehrgedachten Stelle im Talmud Sabbat, wodurch wir zu einem Resultate hingeführt werden: m 12 link 1"ni nrucD T’D’Dion nnm nrn!?!?nip tr> idn rono nnw NtoW d"’1 hw y?\rh T& nru&a täta worüber sowohl Raschi, als Tosafot in Verlegenheit sind, weil diese Stelle mit der Mischna, Megilla Kap. §. 1. n^icr.'jmp nmD3 rmoi nsnpni yisa geradezu in Widerspruch ist. R. Tam will die Sache dadurch ausgleichen, daß er behauptet, hier sei nicht Vorlesung aus den Propheten, sondern aus den Hagiographen gemeint, wie wir auch finden: Sabbat Fol. 116. l>. 2, daß Vorlesungen aus den Hagiographen stattfanden. Schon R. Salomo Jbn Adrat staunt über die Erklärung, da sie zu unwahrscheinlich ist, und ich habe selten von dem großen Glossator einen solchen Gewaltstreich bei einer Erklärung, wie hier ausüben sehen. Wenn ich auch das erste N'SJD TÜDDH "Mäudern lassen wollte, so läßt es sich doch nicht zum zweiten Mal nnJDI] N’OD ]\X 5QL7 täübttw mit solcher Leichtigkeit ausstreichen; oder zu sagen, hier sei unter Propheten Hagiographen gemeint, denn nirgends werden wir finden, daß Propheten mit Hagiographen synonym sind, oder daß sie mit einander etwas gemein haben, und warum braucht nicht entweder dort der Talmud statt , D'inrDI ^TiD 'pDD D'Dinm NYID .p'DDO oder hier statt poiDH /VtODDn, können wir das nicht mit Recht von der Erklärung des R. Tam fordern*), was dort gemeint sei unter jotd '»pDDI D'QirQD, hierauf kommen wir weiter zurück. Die beiden Ansichten, womit uns R. Salomo Jbn Adrat bekannt macht nm1? brw 2"i' um 21122 111.121 'bi 171 niEiponiEipa '121 25b IVplIL'' 1J22 n2t72, scheinen beide auch unwahrscheinlich, denn die Ursache der Mischna ^333 p'LDDD pN py) ist zu bestimmt, zu durchschlagend, als daß es ..Orte gegeben haben sollte, an .welchen neben der Vorlesung aus dem Pentateuch auch ohne besondere Veranlassung noch eine Vorlesung aus den Propheten statt fand, und die Korrektur, anstatt ri'' DH1 ZU setzen, ist darum zu unwahrscheinlich, weil dann auch noch außer mehren andern Korrekturen der ganze Satz irn nrUDD XOD,]\v ausfallen müßte, auch R. Serachja ha-Lewi in Sefer Ha-Maor bezeichnet schon diese Korrektur als einen groben Irrthum. Was nun die Erklärung Raschid betrifft, welche ich oben als sehr auffallend bezeichnet, so scheint sie mir die richtige zu sem, nur muß sie, ohne etwa zu korrigiren, ganz anders, als gewöhnlich aufgefaßt werden, wodurch sich auch die dagegen zu erhebenden Bedenken erledigen, wie z. B. daß es nach seiner Erklärung scheinen will, als hätten die Perser blos die Vorlesung der Propheten am Sabbat zurVesperzeit verboten, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, daß nur die Vorlesung aus den Propheten, und gar nur am Sabbat zur Velperzeit verboten gewesen sein sollte, und sie ist wohl in diesem Sinne zu nehmen, er will nämlich damit sagen: „ich habe in denResponsen der Geonim gefunden, daß sie gewöhnt waren (statt der Vorlesung aus dem Pentateuch gleich wie *) Auch ist die Behauptung R. Tams ganz gegen den Sinn der Gemara, und gegen die trockenen Worte des jerufalemischen Talmuds: p D2W2 MlTOS p)p!'tt I^JJD'l 11)21. 34 *

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