Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 33 (13.8.1846)
- Date
- 1846-08-13
- Page
- Spalte 521-522 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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522 521 Studien. Notizen und Miscellen. achte», 16 an der Zahl, sind von seinem Enkel, wahrf scheinlich R. Josef Minz, aufgefnnden, und von diesem f dem Schwager. R. Maier ben Jizchak Katzenellenbogen, f übergeben worden, der sie mit den Fragmenten des noch § erhaschten MN "iNO als mV und mit Hinzuf fügnng eigener Gutachten /IDU'OV D^'riE nf&y beisammen | cdirt hat. Dieser Meir war ein Schwiegersohn des R. \ Abraham Minz, welcher wiederum ein Sohn unseres j Inda Minz war. Von dem genannten Sohne Abraj ham Minz wird in NNNN (in welchem wie im 1 -in unser Inda keine besondere Aufnahme gefunden) j erzählt, er habe mit den: berühmten R. Jakob Pollak"), I Nabb. in Prag, einen heftigen, bitiern Kampf geführt f wegen eines in Bologna vorgekommeuen und 12,000 Goldgulden betreffenden Rechtsfalles, Hunderte von Rabbiner . seien in den Kampf mit hineingczogen worden,; Abraham und Jakob haben sich gegmfeitig Bannflüche I zugcworfen, und seien beide in demselben Jahre und an jj Einem Tage gestorben. jj Aus den Gutachten unseres Inda Minz läßt sich r noch Nianches entnehmen, das auch für die jüdische j Zeit- und Literatur-Geschichte nicht ganz ohne Interesse! ist. Im Gutachten-5 klagt er bitterlich über den Druck l des Adels, der frech und zügellos der Wollust stöhnt, I und im Ghetto Prostitutionshäuser Lum Schrecken und j Grausen aller Inden errichtet, und kommt in: Gutachten f 8 wiederum auf gewisse Anschuldigungen und Verläum-? düngen zurück, die nicht näher bezeichnet, und von uns j deshalb nicht anzugeben sind: 'Oy 'nh nym | ny-p m"y:i DTincn j Aus Gutachten | 6 ist zu ersehen,- daß der Titel uniD damals dein f Nabbinerdiplome geglichen, und die Befähigung zum f Rabbinate eo ipso ausgesprochen DTO.niNDn ^3), | TWiD1?) und daß in Padua mehre Frauen am Tage! nach der Hochzeit, 'das Brautbett in Augenschein gef nonunen, welche Sitte in Polen und Rußland noch j heute in Anwendung kommen soll. — Im Gutj achten 10, in lvelchem er so brav und bieder seinen Zeit-! genossen und Freund Elijahu Misrachi vertheidigt, sucht I er zu erweisen, daß *pe* , nryn eine | Person seien, unb daß des Vater, tap mm ein I Schwiegersohn des pW gewesen. — Jrn Gutachten 15 j führt er den R. Jakob, Vers. des Tur an (den R. | Josef Karo kennt er natürlich nicht), nach welchem, als i dem letzten Poßek, man eigentlich entscheiden müsse, \ doch sei die Abneigung mancher Rabbiner gegen diesen Verfasser zu groß: nnp1? bsn djw D'jmnE I irnä, pnmV mro fynnw vyO pnm nV im Schließlich noch die Anmerkung, daß der im D^rttn tiW \ p. III. iit. 0 erwähnte p'ü ai'no, dessen mir nicht zur j Hand seienden mV im Jahre 1617 gedruckt sind, wahrscheinlich ein Enkel unsres Juda ist. . R. Dr. Frankel.! ') Vgl. nb. hnhdd mno mV. Notizen und Miseellen. Das Wort Ueber dieses Wort-sind viele Hypothesen ausgestellt worden. Rapaport wollte lesen (Marpe Laschon Arami, 34) und es aus dem Persischen herleiten. Blücher, der Verfasser de§ früher genannten Buches, wollte es aus und pi zusammengesetzt wissen. Auch der Vers, des Dteh Or hat eine Konjektur aufgestellt. Die richtige Lcseart und Abstammung liegen sehr nahe. Dasselbe Wort Gen. 10, 9 übersetzt Efräm durch das syrische und fügt die Erklärung hinzu, daß die Perser einen Jäger so nennen. Man wird daher jmwm lesen müssen. Der persische Ursprung ist demnach auch verbürgt. * * Der Name obpoiN. Rapaport hat nachgcwiesen, daß die spanischen Juden die Aussprache der babylonischen beibehalten haben (vgl. Kerem Chemed, VII, 268). Da nun die spanischen Juden D^py wie „Angilas“ lesen, so haben auch die babylonischen Juden aus D^py Nnkilas gemacht. Auch findet sich die Schreibung v^'p^. Vergl. auch meine Anzeige von Anger's zwei Partikeln über Akitas Im „Leipziger Repertsrium" Heft 28. ck * * Proben. Gegenwärtig mit der Ausarbeitung einer Erläuterung aller in den Talmuden, Midraschim und Targumim vorkommenden arabischer und persischer Wörter beschäftigt, erlaube ich mir einige kühnere Konjekturen mitzuthcilen. Vielleicht kann mancher Leser durch Berichtigungen den Gegenstand fordern. *onn (Beza 32; 'Erubin 34) will der 'Aruch auf perstschen Ursprung zurücksühren, was aber falsch ist. Unsere Ausgaben haben welches das griechische driQ mit deur Digamma ist. ist die syrische Form für «tun. nrax (Baba Batra, 24), Much weiß nichts vom perstschen Ursprung dieses Wortes. Ich lese indem das Wort aus of aqua und contineus zusammengesetzt ist, und daher Schlauch bedeuten wird. iODTip (Baba Batra, 46). Ich würde -&tfTY!j? lesen 'und cs alö ein Kompositum von ß negotium ithfc gnarus reehmen. p kann aber auch die Bildungösylbe sein, die allerdings in dieser Zusammensetzung nicht paßt. &OPlt£f (Ketubot, 67) ist das arab. clestinatum jumento pahulum. Das Sprüchwort ü)zh NOrw hat demnach einen viel prägnantem Sinn, als es gewöhnlich genommen wird» ("Erubin, 11) ist das arabische cami i