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Der Orient · 1846-08-13 · 33 (13.8.1846) · p. Spalte 519-520

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
33 (13.8.1846)
Date
1846-08-13
Page
Spalte 519-520 (sequence 4)
Language
German
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520 519 Studien. R. n-ojö i'jha i’N -]tn N’jn . n'jn b"n (w-a m 1DDD *)1DD ib\0 "nhl jVlD llPy N’rum ü'tä Wenn sie NUN. den Schlüssel zu den Vorträgen war, so wäre es wohl unvermeidlich gewesen, daß man nicht behufs des Vortrags auf einen entfernteren Gegenstand in den Propheten Bezug zu nehmen hatte, oder zurückgehen mußte, nun kommt noch hinzu, daß diese Vorträge nirgends an eine gewisse Zahl Anwesender gebunden, waren, wogegen die Mischna Megilla Kap» 4. §. 3 ausdrücklich sagt: .TH7JJD niriED p'üDÖ l'it, dies beweist deutlich, daß die Haftara auch ursprünglich einen ganz andern Zweck hätte. Wenn der gelehrte Verfasser der Vorstudien hier daran gedacht, daß die Weise dieser Vorträge, wozu die Hastara als Introduktion diente, längere Zeit vor der Mischna bestanden, und zur Zeit der Mischna solche schon in dieser Form aufgehört, und nur noch die Haftara, die Vorlesung der Prophetenstücke selbst verblieben*), so ist kein Grund vorhanden, daran zu glauben, daß schon zur Zeit der Mischna eine solche totale Veränderung stattgefunden, daß die erläuternden Gesetzes-Vorträge, wie sie Zunz (S. .330) nennt, zu jener Zeit, oder zu der Zeit, in welcher das in der Mischna gedachte N'Qn pinD und mtßfj;D.-mnDb wm p*VD5)D ptf Geltung hatten, was gewiß einer sehr frühen Zeit vor der Edition der Mischna angehörte, schon ihre Endschaft erreicht, und daß die von .Frankel bezeichnten, in späterer Zeit entstandenen, ein künstlerisches Streben.zeigenden Introduktionen an deren Stelle getreten, welche dann nicht mehr in Verbindung mit den Vorlesungen standen; diese letzteren Vorträge gehören gewiß einer viel früheren Zeit an, und es sind solche erst zur Zeit des Talmuds im Gange gewesen, dennin der Mischn'ä finden wir gerade die allereinfachsten Erklärungen der Bibel und Prophetenstücke, wie Abot zur Genüge zeigt; es läßt sich daher durchaus nicht beweisen, daß die Vorträge, wie sie sich Frankel gedacht, wenn sie wirklich bestanden, älter sein sollten, als die citirten Mischnastellen. Auch hieraus ergiebt sich die Unhaltbarkeit der ausgesprochenen Ansicht, denn wenn diese Vorträge auch mit der Zeit eine andere Form angenommen, so waren doch nur sie der Zweck, und die Hastara das Mittel, hierzu zu gelangen, den Ucbergang von der Vorlesung aus dem Pentateuch, zum Dortrage zu bilden, warum sollte nun diese natürliche Verbindung aufgehört haben, und nur das schwache Mittelglied, der lockere Uebergang ohne eigentlichen Zweck geblieben sein? Noch läßt sich erinnern, wenn Prophetenstücke eine solche Introduktion gebildet, so wären es gewiß nur kurze Sätzemb einzelne Verse gewesen, nicht ganze Abschnitte. (Beschluß folgt.) *) Wa§ übrigens nicht der Fall zu sein scheint, da der zehrte Verfasser in der Anm. i auf Bereschit Raba undWazikra Raba hinweist. Juda Mich, v Biographische Skizzen. , \ . II.*) N. Juda . Min;. R. Juda Minz, Rabbiner zu Padua, lebte am Ende des fünfzehnten und am Anfänge des sechzehnten Jahrhunderts. Wann und wo-er geboren, ebenso wann er gestorben, kann von mir wenigstens nur muthmaßtich angegeben werden, weil die besten und sichersten Quellen hier versiegen. Nach R. Meir's Vorrede soll Minz in demselben Jahre, als Padua eingenommen, geplündert und verheert wurde, gestorben sein; Padua aber wurde im 16. Jahrhundert gar oft erobert, bald vom Kaiser, bald von den Venetianern. Man konnte nun. geneigt sein das für Padua am meisten verhangnißvolle Jahr 1509 anznnehmen., in welchem der Kaiser Maximilian zuerst den Venetianern die Stadt entrissen, und Ln. welchem sie wieder durch Saeeardus Sonzinns den Venetianern Distel. Allein Minz hat 1532 noch gelebt, wie aus dem 12. seiner Gutachten zu ersehen, das mit den Worten beginnt: asn nozh “pcoi nnp nnyrün, folglich muß ein anderes Jahr der Plünderung Padua's gemeint sein. Mankommt daher wohl mit der Annahme der Wahrheit am nächsten, daß Minz ums Jahr 1455 geboren und etwa 1535 gestorben sei. Er hat nämlich schon 1478 als Rabbiner fungirt, weil er in tiin-TID 124 schreibt m TffiD nVi % und damals, das Alter von zwanzig und etlichen Jahren gewiß erreicht, also gegen 1455 das- Licht der Welt zuerst erblickt hat. Sem Todesjahr aber können wir mit Recht um 1535 setzen, weil er nach der angeführten Stelle des 12» Gutachtens 1532 noch gelebt'.' Er starb also als achzigjähriger Greis, nachdem er über SO Jahre Rabbiner gewesen, und konnte deshalb mrGntachten 9» einem Fragesteller die Antwort geben: virran WN nrw ■pjpt “ptt 'bm NM D'ymN idd Nin. nn nb dj jnm rrrn Tn V'i *>np qbm Yvnp ob auch er vor den 40 Jahren nur noch ein Jüngling gewesen sein muß, so daß wir aus dieser Stelle keinen vollgiltigen Beweis des erreichten hohen Alters entnehmen können. — Wenn allzugewagte Hypothesen der Wissenschaft nicht mehr Schaden als Nutzen brächten, indem Mancher nachher das Zweifelbaste für Gewißheit annimmt, und für baare Münze ausgiebt, so könnte man uttsern Minz in der Provinz Piemont geboren sein lassen, weil er im 15. Gutachten schreibt: pi *•••• COJiD'DD owb- .WDn p? nojon nm nvi i?"r pSp nnm w di 'n'tn, welcher letzte Vorfall in der Jugend des Minz und -zwarebenfalls in Piemont stattgefunden zu haben scheint. Seme Schriften sind bei der obengenannten Plünderung Paduas in seinem Todesjahre säst-gänzlich.verloren gegangen, und nur ein kleiner Theil seiner Gllt- •) Vgl. LB. d.. Or. Nr. 52. Jahrg. 1845.

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